Prokrastination & Babysteps

3 effektive Schritte um Blockaden in komplexen Projekten oder unwägbaren Vorhaben im Selbstcoaching aufzulösen

Wenn wir große Projekte, Vorhaben und Unternehmungen vor der Brust haben, dann kann das einen schnell in eine Blockade bringen. Dann kann man schon einmal resignieren oder neudeutsch in die Prokrastination geraten.

Spannend ist: wenn man nach diesem oft verwendeten Begriff recherchiert und schaut was er eigentlich bedeutet findet man überaschenderweise eine Definition die direkt von einer Störung spricht.

Prokrastination, auch „extremes Aufschieben“, ist eine pathologische Störung, die durch ein unnötiges Vertagen des Beginns oder durch Unterbrechen von Aufgaben gekennzeichnet ist, sodass ein Fertigstellen nicht oder nur unter Druck zustande kommt.

Quelle: wikipedia.org, „Prokrastination“, https://de.wikipedia.org/wiki/Prokrastination

In diesem Artikel erfahren Sie mehr darüber was es damit auf sich hat, wieso Aufschieben in komplexen Projekten und neuen oder unbekannten Gebieten ein völlig normales menschliches Verhalten ist und was man tun kann um das Muster zu unterbrechen.


„Wir leben in einer komplexe Welt.“ Diesen Satz höre ich immer wieder in der Praxis. Aber, was bedeutet das eigentlich? Nun, wir stehen fast fortlaufend vor neuen Herausforderungen, Projekten oder Vorhaben. Die Welt entwickelt sich schneller und wir müssen uns fast ständig mit neuen Produkten oder Vorgaben auseinandersetzen. Nicht nur jetzt in diesen Zeiten der Corona-Krise oder wie ich sage einer Zeit in der wir uns auf Gesundheit konzentrieren.

Wechselnde Vorgaben oder Herausforderungen erzeugen Stress

Wir erhalten in unserem Leben ständig neue Vorgaben oder sind auf neue Produkte angewiesen. Entweder weil wir sie brauchen, alte Dinge defekt sind, wir neue einfach haben wollen oder auch gesellschaftliche Gruppendynamik dazu führt das wir mitziehen wollen. Fortlaufend entwickeln sich Produkte entweder weiter oder neue entstehen, Schnittstellen ändern sich, es entstehen neue Bedienkonzept, neue Oberflächen, neue Anwendungen, neue Produkte und neue Standards.

Das bringt manchmal kleine oder große Herausforderungen in unserem Leben und Berufsleben. Nehmen wir das Beispiel „Apple“: Mit einer Smartphone-Reihe hat Apple entschieden den 3,5mm Anschluss für Headsets abzuschaffen und in den neuen „Lightning“-Adapter zu integrieren. Dieser Anschluss fungiert nun als Headset und Ladekabel-Anschluss. Sicherlich eine clevere Entscheidung denn vermutlich entsteht dadurch mehr Platz im inneren.

Für den Anwender bedeutete das er jetzt aber nur noch das Headset ODER das Handy laden kann. Gleichzeitig das er entweder vorhandene Headsets, KFZ-Anschlüsse und Ladekabel austauschen musste oder einen zusätzlichen Adapter anschaffen muss. Diesen muss er immer mit sich tragen, usw. usf. Sie verstehen was ich mit diesem kleinen Beispiel zeigen möchte? Und das haben wir in ganz vielen Bereichen des Lebens und diese technischen Systeme interagieren immer höher und enger miteinander. Das heißt nicht nur die Produkte ändern sich, auch die Verbindungsbrücken wie sie kommunizieren.

Das Smartphone-Beispiel ist im Grunde eine Kleinigkeit, aber eine Vielzahl an Kleinigkeiten kann sich eben auch summieren. Auf der anderen Seite stehen wir dann den großen Projekten gegenüber: die Entwicklung eines neuen Produktinformationssystems, einer neuen Steuersoftware, die neue Webinar-Software oder ein neues Recruitingwerkzeug – was auch immer das bei Ihn sein kann: Manchmal, da fühlen wir uns doch alle, als stehen wir vor einem riesengroßen Elefanten? Wahr oder wahr?

https://i.pinimg.com/originals/2a/dc/2f/2adc2f3333b03e557fa59166b25ec30a.png
Der große Elefant von dem die meisten Menschen immer nur ein kleines Stückchen erkennen können.
Quelle: https://i.pinimg.com/originals/2a/dc/2f/2adc2f3333b03e557fa59166b25ec30a.png

Was entsteht dadurch für ein Effekt?

Viele Menschen stehen vor riesigen Herausforderungen. Sie sehen nur noch einen riesigen großen Elefanten und manche beginnen dann zu resignieren. Die menschlichen Phänomene sind unterschiedlich und lassen sich meistens auf die drei Basistypen zurückführen:

  • Angriff
  • Flucht
  • Verteidigung

Können Sie verstehen das wir hier also von einem völlig normalen Verhalten sprechen? Wenn wir flüchten? Im NLP sprechen wir immer von Verhalten. Es gibt dort keine Störungsdiagnostik. Die Begründer des NLP hatten keinen psychologischen Hintergrund und ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich bin ausgebildeter Coach. Daher schaue ich mir in Coachung und Beratung jedes Problem, jede Herausforderung von einem lösungsorientierten Blickwinkel an.

In jeder Situation nutzen wir Strategien und nach diesen verhalten wir uns. Ein eigenes Thema für sich. Also wie können wir konstruktiv mit großen Herausforderungen umgehen? Schauen wir uns in einer kleinen Blog-Reihe drei Möglichkeiten an:


3 effektive und proaktive Wege zum Umgang mit Blockaden

  1. Abstand
  2. Gelassenheit
  3. Babysteps

Da dieser Artikel schon relativ lang ist, werden es zwei oder mindestens drei Artikel. Wenn Sie mir auf Social Media folgen, werden Sie über Neuerungen informiert.


Heute betrachten wir den ersten proaktiven Weg um mit Blockaden umzugehen:

1. „Halten Sie Abstand“

Kommen wir zum ersten Schritt im Umgang mit großen Projekte und neuen Vorhaben. Wir müssen der verständnishalber auch mal erwähnen das wir im Grunde einfach nur vom Lernen sprechen. Zu lernen wie mit einer neuen Situation umzugehen ist.

Nehmen wir hierzu ergänzend die fünf Phasen für Veränderung:

  1. Bewusstsein
  2. Verständnis
  3. Dissoziieren
  4. Neuausrichtung und
  5. Tun.

Wir befinden uns jetzt gerade an Phase 3. In der Einleitung habe ich mit Ihnen gemeinsam Bewusstsein für das Problem geschaffen. Ich habe Ihnen mitgeteilt warum wir uns so verhalten, damit sie es besser verstehen können.

Der erste Weg um jetzt eine Blockade aufzulösen ist: Abstand, Dissoziieren.

Sie sehen das sich die erste Handlungsoption mit der dritten Phase der Veränderung überdeckt. Richtig? Das ist kein Zufall. Nur was bedeutet das jetzt in der Praxis? Dissoziieren und Abstand?

Ganz einfach gesagt: Treten Sie fünfzehn Meter zurück vom Elefanten.

Warum und Wofür? Na, wenn Sie davor stehen können Sie das große Ganze nicht sehen! Das ist wie in der Corona-Krise: der Unternehmer sieht im ersten Moment vielleicht nur seine Verluste. Wer mental einen Schritt zurücktritt der sieht plötzlich das große Ganze. Zum Beispiel das der Staat engagiert einspringt, das es Ersatzleistungen gibt, das viele Mitmenschen mit Herz und Verstand unterstützen, das er gar nicht der einzige ist den das nun betrifft und mit etwas weiterem Abstand vielleicht sogar das sich gleichermaßen auch neue Möglichkeiten auftun.

Ich bin mir sicher das genau deshalb auf vielen Schildern geschrieben steht das wir Abstand halten sollen. (lach).

Scherz beiseite. Treten Sie einfach etwas zurück. Bleiben Sie aufmerksam und gelassen. Nehmen Sie die Vogelperspektive ein und betrachten Sie das große Ganze. Gehen Sie auf Flughöhe.

Gelassenheit… und das war das Stichwort für den zweiten Schritt. Bleiben Sie dran. Den schauen wir uns im nächsten Artikel an. Dieser kommt voraussichtlich morgen und wird hier verlinkt. Folgen Sie mir auf instagram oder facebook für Updates.

Danke das Sie diesen Artikel bis zum Schluss gelesen haben.
Viel Spaß und weiterhin viel Erfolg.

P.S. Übrigens mehr solcher Denkmodelle finden Sie auch in meinem aktuellen Management-Fachbuch „Magic Teams“: Sicheren Rahmen für zielgerichtete Projektteams gestalten. Sichern Sie sich eins der ersten Exemplare. Jetzt bestellen. Sonderaktion für Blogleser: Die ersten fünf E-Mails bekommen ein Buchexemplar im Wert von 18,18 € geschenkt: mail@patrick-koglin.com | Einfach melden.

Schreibe einen Kommentar