Bewertungsegalität – kurz vor Erleuchtung

Erst gestern wurde mir in dem Artikel über „Good vibes“ und schlechte Gefühle noch einmal so richtig deutlich was es offenbar für einen gewaltigen Unterschied machen muss wenn man Bewertungen über gut und böse, richtig oder falsch, leicht oder schwer, positiv und negativ vollständig ablegen kann. Was es tatsächlich heißt jegliche Erwartungen oder Bedingungen über Leichtigkeit oder Schwere aus dem Kopf zu bekommen und abzulegen.

Der Verstand würde Ruhe finden. Alle Oberflächlichkeit verschwinden. Jegliche Urteile über sich oder andere würden sich auflösen. Es geht nur noch darum „was ist und verbindet“ und vielleicht in zweiter Linie darum „wie du es haben willst“ – ohne mit deinem EGO darauf zu bestehen oder sich in Verstrickungen zu verfangen.

„Was wäre wenn grundsätzlich alles richtig ist?“

Mich erinnert das an eine Art von Güte die ich bereits in einigen wenigen Seminaren beobachten konnte. Das „Enlightenment“ von „Experience of life“ ist ein solches. Es entsteht dabei ein vollkommen wertfreier Raum mit tiefer Verbundheit, (Selbst-)Annahme und (Selbst-)Akzeptanz. Auch in der Biografiearbeit und in meinen Timeline-Prozessen findet sich das wieder. Dort geht es nur um das reine SEIN und Wertschätzung von dem was ist.

Alles Geschehene und Wahrgenommene darf sein, ausgesprochen und gezeigt werden. Frei von allen Masken, Schutzwächtern, Urteilen und Geschichten. Genau dann kann Heilung stattfinden und eine innerer Ruhe entstehen. Das ist der Antrieb sich hemmungslos und schonungslos zu zeigen: „ICH SEIN“. So ist es kein Zufall das der Untertitel meines Podcasts wie folgt lautet:

„Erinnere dich an dein wahres Selbst.“

Untertitel des Podcast „Re-mind“,

Vielleicht nimmt jeder diesen Umstand etwas anders wahr, aber ich würde sagen in diesem „State“ der Bewertungsegalität erfährt jeder einen respektvollen „Raum“ von Achtung und Freiheit in der er sich zeigen und in Stille wahrnehmen darf. In dem er sich mit allem was ist verbunden fühlt.

Es geht um das reine Fühlen, Beobachten und wahrnehmen ohne Urteile, Bewertungen oder negative Glaubenssätze.


Ist es das, was wir unter „Erleuchtung“ beschreiben würden?

Ein effektives Yogi-Leben fühlt sich an wie ein ständiges Schwimmen gegen den Strom der eigenen neurotischen Impulse. Es ist wie ein Leben in einem Dampfkochtopf. Erst ist die Ruhe unerträglich langweilig und dann fängt die Energie plötzlich intensiv an in einem zu arbeiten. Wenn wir den Ruhedruck beständig bewahren, entsteht inneres Glück. Wir verwirklichen unser wahres Selbst, unseren tieferen Lebenssinn. Wir gelangen in ein dauerhaftes Leben im Licht.

https://wiki.yoga-vidya.de/Erleuchtung

Im Grunde beseitigt diese Art von Haltung (Bewertungsfreiheit) praktisch alle Bedingungen an sich, andere und das Leben. Ich fasse dies gerne unter dem bekannten BuchtitelDu bist ok. Ich bin ok.“ zusammen. Mir genügt das als Mantra für Geduld und Stille.

Ist das nicht vielleicht ein großer Schritt zu einer größeren inneren Freiheit?

Bewertungsegalität – ein Leben frei von persönlichen Bewertungen

Was damit nicht gemeint ist, das wir Bewertungen und Wertungen vollständig aus unserem Leben streichen. Ich glaube das ist im Hinblick auf Wachstum und Vorankommen nicht sehr dienlich.

Was wir sicherlich tun dürfen ist unseren Fortschritt an uns selbst zu messen (statt an anderen): Wer warst du gestern, wer möchtest du heute sein und was willst du verbessern? Hierzu benötigen wir sicherlich Bewertungen – aber als Referenz nehmen wir uns selbst, nicht andere.

Ebenso benötigen wir Bewertungen sicherlich bei Entscheidungen oder Risikoabwägungen.

Aber brauchen wir sie in den Emotionen oder im Bezug auf die Handlungen anderer? Ich glaube hier tun wir uns und anderen einen großen Gefallen, wenn wir eine gewisse „Bewertungsegalität“ entwickeln. Dort entsteht persönliches Wachstum und eine höhere Lebensqualität.

Was so viel heißt: Im Grunde ist es mir egal was du über mich denkst, aussagst, von mir hälst oder wie du mit mir umgehst. Der wichtigsten Person der ich gerecht werden muss, bin ich selbst.

Im Zweifel werde ich ggf. meine Einwände dagegen kommunizieren, grundlegende Bedürfnisse kommunizieren und im Ernstfall meine Schlüsse oder Konsequenzen daraus ziehen. Vollkommen Bewertungsfrei.


Ein Leben frei von Lob und Tadel

Wenn wir Gefühle als reine Körperwahrnehmungen interpretieren und als solche wahrnehmen, dann spielt dessen Bewertung im Grunde keine weitere Rolle. Dies lässt sich unter dem Begriff der „Bewertungsegalität“ zusammenfassen.

Interessanterweise gibt es diesen Begriff bisher überhaupt nicht. Zumindest bisher nicht. Auch der Begriff „Bewertungsfreiheit“ existiert bisher nur 75x bei google.

Monika Föhner hat mit mir den Begriff der „Bewertungsegalität“ als Stellvertreterin heute nebenläufig in einem Zoom-Call genannt nachdem wir mit Emotionscodes gearbeitet hatten.

Natürlich gibt es schon etwas länger die Begriffe der „wertfreien Kommunikation“:

Wertfrei zu kommunizieren heißt auch, wertfrei zu denken. Alle Menschen verwenden Bewertungen, jeder mit seinen Beweggründen dazu. Es ist ein Paradigmenwechsel der stattzufinden hat.

https://www.ferdinand-schank.de/wertfreie-kommunikation/

Handlungen, Worte und Körpersprache anderer verlieren dann ein stückweit an Bedeutung. Wir hören auf zu interpretieren und Bedeutung zuzuschreiben. Es wird stiller in unserem „Mind“. Wir nehmen an was ist. Jegliche künstliche Wertschätzung entfällt, weil wir pure Neutralität sind und aussenden. Es gibt in diesem Zustand oder in dieser Haltung nichts auszugleichen, weil wir vom Herzen aus lieben und Verbundenheit spüren.

Herzlichen Dank an dieser Stelle noch einmal, liebe Monika (instagram, youtube, facebook).

In den letzten Tagen erhielt ich durch sie die einmalige Möglichkeit die Arbeit mit Emotionscodes kennenzulernen und zu erfahren. Im Anschluss daran kamen wir auf den Begriff der „Bewertungsegalität“.

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Weiterführende Informationen:

Literaturempfehlungen:

Kontakt: Monika Föhner (instagram, youtube, facebook)