Hamsterrad 2.0 | Marketing das dein Leben kostet und was stattdessen

Kommunikation, Diskurs und interaktive Fragen sind es oft die dazu führen auf neue Erkenntnisse und Einsichten zu gelangen. So wurde ich kürzlich gefragt welche Expertise mich im Bereich Business-Aufbau, Marketing und Online-Marketing auszeichnen würde – also habe ich mich für diese gute Frage bedankt und überlegt…

….Zugegebenermaßen fällt die Antwort etwas länger aus. Aber wenn du dich ernsthaft mit dem spannenden Thema des Unternehmensaufbaus, Marketing, Verkauf und Vertrieb beschäftigen willst und auch schon viel Zeit sowie Geld in unnütze Maßnahmen verplempert hast, dann wird sich dieser Artikel für dich lohnen.

Schnell und hektisch reich: „Wollen wir mal telefonieren?“

Viele Marketingexperten oder diejenigen die sich als solches bezeichnen geben ja gerne schnelle Empfehlungen ab wenn es darum geht ein Unternehmen oder ein Produkt heutzutage zu vermarkten oder aufzustellen. Da sind beispielsweise folgende Punkte:

  • Formuliere deine Zielgruppe
  • Gründe eine Facebook-Gruppe um deine Zielgruppe besser zu verstehen
  • Schalte Facebook Werbung um mehr Menschen von deiner Zielgruppe zu finden
  • Baue ein Produkt auf ihre Bedürfnisse und verkaufe es

Das ist grundsätzlich ein sehr kluger Ansatz. Nur was, wenn wir unsere Kunden, Interessenten und sogar unsere Freunde damit vergraulen? Wenn unsere Reputation damit bis in den Keller sinkt? Wenn wir 9 von 10 Leuten damit auf den Keks gehen? Wenn Beiträge nicht gelesen werden oder keine Interaktion stattfindet? Wenn wir den Mehrwert nicht über Facebook transportieren können und alle die Zeit die wir mühselig in etwas investieren wenig Umsatz bringt? Ist das schließlich eine wohlwollende nützliche Strategie?

Im NLP suchen wir nach zielorientierten Strategien die attraktiv, positiv, ökonomisch, ökologisch und zum Nutzen aller sind – denn alles andere rächt sich früher oder später.

Was, wenn du deinem Kunden vielleicht gar keine Expertise oder Produktangebote nachweisen kannst? Wenn eine Methode nicht nur seine, sondern auch deine wertvolle Lebenszeit frisst? Wenn du noch gar keine Idee hast was du machen solltest?

Ist das dann wirklich der Zeitpunkt mit irgendetwas herauszugehen? Denn auch Kunden wissen oftmals nicht genau was sie wollen (Steve Jobs).

Eine Methode alleine, bedeutet noch lange nicht das sie in jedem Business gut funktioniert

Außerdem funktionieren viele Ansätze einfach grundsätzlich nicht oder nicht immer gut. Denn was, wenn die Zielgruppe gar nicht auf Facebook unterwegs ist? Oder was, wenn du gar nicht weißt was du anbieten sollst? Wenn du kein Produkt und keine Produktentwicklungs-Expertise hast? Oder wenn du kein Kapital für Marketing hast? Was, wenn dein Produkt nicht halten kann was es verspricht?

Was wäre vielleicht, wenn du sogar deinen Job dafür gekündigt hättest nur um einige Zeit später zu bemerken das du nicht deinem Traum, sondern deinem persönlichen Alptraum näher gekommen bist? Wenn du statt einem wertvollen passionierten Business dein eigenes Hamsterrad 2.0 gebaut hättest?

…oder viel schlimmer:

Was, wenn deine ausgedachte Lösung gar nicht die tatsächliche Lösung für den Kunden darstellt? Das wird deine Kunden ziemlich verärgern. Es wird sie vielleicht auch in einige private oder sogar existentielle Probleme treiben, vor allem wenn sie viel Zeit, Geld, Energie und Vertrauen in dich bzw. deine Produkte investiert haben.

(…) im Mittel wird ein sehr negatives Erlebnis an 8,25 Personen weitergetragen, ein sehr positives an 7,44 Personen.

https://www.connectedmarketing.de/cm/2010/09/studie-negative-mundpropaganda-nicht-st%C3%A4rker-als-positive.html

Ergo: Schlechte Ergebnisse sorgen für miese Reputation und negative Kundenrückmeldungen. Kunden springen ab, entfernen ihre positiven Bewertungen, empfehlen das Unternehmen nicht mehr weiter, folgen dir nicht mehr, kaufen keine weiteren Produkte, glauben dir nicht mehr, und und und. Fang das mal wieder ein – auch energetisch.

Doch was hat es damit näher auf sich? Warum ist das eigentlich so das wahrscheinlich jedes Unternehmen oder jeder Unternehmer an diesen Punkt kommt?

Irgendwann gibt es keine „Low hanging fruits“ mehr

Am Anfang eines Unternehmens ist die Kundenakquise leicht – wenn nicht sogar federleicht. Aber irgendwann dann kommt wohl in jedem Unternehmen der Punkt wo die „niedrige hängenden Früchte“ ausgehen. So kann man Kunden visualisieren die man anfangs leicht gewinnen konnte.

Wenn das einkehrt dann wird Akquise in jedem Unternehmen schwer. Dann kommt schließlich der Punkt an dem die Produktqualität zählt… dann zeigt sich ob man an der Basis gute Arbeit gemacht hat.

Wenn man an dieser Wegscheide alles richtig gemacht hat, wächst das Unternehmen von ganz alleine. Der Bestfall: Ein Kunde empfiehlt den nächsten – wenn nicht, dann muss man sich ziemlich strecken um an den nächsten Kunden zu kommen oder überhaupt einen ehemaligen Kunden zurückzugewinnen.

Das ist meist der Moment wo alle Bäume abgegrast sind. Die niedrigen Früchte sind eingesammelt und dann wird es oftmals hektisch. Denn wenn an diesem Punkt des Unternehmens kein qualitatives Fundament aufgebaut wurde, geht es nicht weiter auf das nächste Level – dann ist die Reputation im Eimer: keiner kauft mehr! Mitarbeiter und Befürworter springen ab Kunden-Reklamationen steigen oder beauftragen sogar Anwälte (siehe Artikel: „Das Coaching war schlecht, habe ich einen Schadensersatzanspruch?„).

Sehr schnell werden Reputationszahlungen oder Gerichtsprozesse notwendig. Das kostet nicht nur Umsatz und Energie, es wird auch zur emotionalen Belastungsprobe – für alle im Unternehmen sowie oftmals auch das private Umfeld. Fakt ist, das genau an diesem Punkt das gesamte Unternehmenswachstum stagniert und sich das Organisationssystem als solches häufig schwer aus dem Schlamassel ziehen kann. Das ist ein Punkt an dem professionelle Organisationsentwicklung ins Spiel kommt.

„Ein schlechtes Kundenergebnis kostet dich im Schnitt acht Empfehlungen“

Wenn du nur einen Kunden massiv verärgerst, bedeutet das Ganze in Summe das du damit tatsächlich acht potentielle Kunden verlierst und damit wieder acht weitere. Das sinkt genauso exponentiell wie es wachsen kann.

Diesen Prozess musst du zunächst erst einmal durch eigene Kraft stoppen bzw. durch Reklamationen, Neu- oder Rückgewinnung wieder aufholen und das ist oftmals gar nicht möglich, denn jeder Markt ist irgendwann begrenzt. Gleichzeitig können du und deine Mitarbeiter nur eine gewisse Anzahl an Kundenrückmeldungen managen. Ist die Produktqualität erst einmal schlecht, fängst du das durch Kommunikation und Nachbesserung kaum wieder ein.

Ich habe es in einigen Organisationen miterlebt wie es ist, wenn diese dynamischen und marktdynamischen Kräfte wirken.


Eine Marketingstrategie jagt die nächste

Wieder andere Marketingstrategien zielen darauf ab ein großes Repertoire an Marketingmaßnahmen aufzubauen:

  • Blog
  • Bücher und eBooks
  • Facebook-Fanpage
  • Funnel mit Webinarsystem
  • Flyer
  • Newsletter
  • Direktverkauf am Telefon
  • Landingpage
  • Produkte- und Einstiegsprodukte
  • Visitenkarten
  • Webseite
  • youtube-Kanal

Meine Expertise

Am Anfang habe ich dir gesagt das mir die Frage gestellt wurde, welche Expertise ich besitze. Weißt du was? In den letzten zehn Jahren habe ich fünf Bücher geschrieben, eBooks, Fachbücher, Fachartikel, kostenlose Vorträge gehalten, zwei große Blogs aufgebaut, Visitenkarten erstellt und gedruckt, zwei Shops aufgebaut….unzählige Fanpages, Webseiten und Landingpages aufgebaut. Als Projektmanager kann ich den Aufwand hinter den einzelnen Maßnahmen ganz gut abschätzen. Als Unternehmer zählt für mich immer de „Return on investment“ – das, was durch eine Aktion zurückkommt.

Ich habe Direktakquise gemacht, unzählige Telefongespräche geführt und ein Jahr lang in einer Marketingabteilung eines internationalen Großkonzerns gearbeitet. Ich habe soziale Netzwerke auf xing, linkedin, facebook, twitter und Co. aufgebaut… Sogar Kugelschreiber habe ich! Flyer… In einem Unternehmernetzwerk war ich, und und und….

Während den letzten fünf Jahren habe ich mit diesen Aktivitäten mehr als 50 Workshops gefüllt und mit rund 500 Leuten gearbeitet. In dieser Zeit habe ich nicht mehr als 2.000 € für Werbung ausgegeben. Dafür aber unzählige Stunden in andere Marketingmaßnahmen investiert und insgesamt mehr als 15.000 € und zehn Jahre in Marketingwissen investiert bzw. ausgegeben. Ja, ausgegeben.

…denn soll ich dir ehrlich was sagen? Das meiste Wissen davon hat mir tatsächlich leider GAR NICHTS genutzt.

Oha!

bis auf eine klitzekleine Sache hat nichts aus allem dem wirklich gut oder erfolgreich funktioniert…. bis auf diese eine Sache… zu der verrate ich dir gleich etwas mehr.

Gut. Fairerweise muss man sagen das ein gewisser Teil von den anderen Dingen natürlich auch etwas genutzt haben. Ich habe gelernt was geht und was nicht geht. Ich habe herausgefunden was davon ist wirklich pragmatisch umsetzbar und was nicht? Was kann ich mit meinen Knowhow relativ leicht erreichen und was nicht? Was geht mit welchem Kapital und was nicht? Wo lohnt es sich Aufwand zu betreiben und an welchen Stellen nicht?

Und wenn ich es als Informatiker nicht in kurzer Zeit umsetzen kann, wie muss es dann erst für Nicht-Informatiker sein? Puh.

Die meisten Marketingaktivitäten erzeugen verbrannte Erde

Ich will damit gar nicht sagen das alle diese Marketingstrategien nicht funktionieren: Einige davon tun es gewiss. Aber eben nicht für jeden und sicherlich nicht für jede Zielgruppe! Manche funktionieren nur mit richtig viel Asche in der Tasche, einem großen Marketingteam im Hintergrund oder wirklich guten Auswertungsverfahren.

Einfache Beispiele für Fehlinvestitionen:

  • Du schaltest Facebook-Werbung, deine Zielgruppe ist aber nicht auf Facebook
  • Du schreibst ein Buch, aber deine Zielgruppe liest nicht gerne
  • Du schaltest ein Werbevideo auf youtube, aber deine Zielgruppe nervt es das du sie unterbrichst
  • Du baust instagram-Follower auf, merkst aber das du Follower nicht in Kunden verwandeln kannst
  • Du rufst deine Interessenten an, sie sind aber genervt von deinem Anruf
  • Du willst ein Online-Business aufbauen, merkst aber das es dir gar keinen Spaß macht
  • Du planst mehr Zeit für die Familie, kannst es aber mit den Aktivitäten nicht umsetzen

Da ist es, dein persönliches Hamsterrad 2.0

Plötzlich merkst du vielleicht, das du dir lediglich dein zweites Hamsterrad kreiert und aufgebaut hast und das die meisten der propagierten Marketingmaßnahmen nur wirklich dann funktionieren, wenn du entweder viel Startkapital, 80 Stunden pro Woche arbeitest oder motivierte Leute um dich herum aufgebaut hast.… und das vielleicht alles noch mit negativem Kundenfeedback. Zäh, müde, ausgebrannt stellst du fest, das alle Versprechungen wenig genützt haben.

Wenn das alles also wirklich nicht gut funktioniert, was dann?

Kurz gesagt wäre es so, das für jede Zielgruppe, jedes Produkt und jeden Unternehmer im Kern die passende Kombination gefunden werden muss die funktioniert. Es helfen weder 200 Marketing und Positionierungsfragen, noch das einfache darauf losrennen. Jedes Unternehmen muss vernünftig geplant und kalkuliert wird. Jedes Leben ist individuell und somit ist zugleich jedes Unternehmen individuell.

Aus diesem Grund kann und möchte ich dir heute mit diesem Beitrag nur raten aus diesem Wissen und den geschilderten Erfahrungen zu profitieren. Mach etwas daraus. Das ist sozusagen ein großes Geschenk für dich. Das sind meine ehrlichen und direkten Erfahrungen. Realtalk.

…und wenn dich stattdessen interessiert, wie es mir gelungen ist, auf ehrliche Art und Weise mit 2.000 € Startkapital das 40fache an Umsatz herauszuholen…

….wenn du wissen willst wie du ein Unternehmen aufbaust das wirklichen guten Mehrwert liefert…

….wie du deine Zielgruppe definierst die zu dir passt…

….welche Marketingmaßnahmen du wie nutzen kannst…

…wie du Kunden am besten erreichst….

…wie du ein Business aufbaust das du im Griff hast…

…dann gib mir bitte ein kurzes Zeichen und nutze diesen Button:

21. Oktober | Rahmenbedingungen für weniger Stress, Start für Arbeit 2.0

Wir wissen, das zu viel Stress dazu führt das wir im wahrsten Sinne des Wortes verblöden. Das ist wissenschaftlich belegt. Die Gehirnleistung nimmt ab und bestimmte Bereiche im Gehirn reduzieren sich. Das ist durch MRT-Untersuchungen belgegt. Darüber hinaus ist zu viel Stress einfach auch körperlich ungesund. Er manifestiert sich nicht nur durch Reduktion der Gehirnleistung, sondern auch in körperlichen Symptonen und das es immer mehr Menschen in dieser Form dahinstreckt zeigen uns die Statistiken:

Laut Fehlzeiten-Report 2020 der AOK ist der Anteil der Krankschreibungen zwischen 2008 und 2018 in der deutschen Wirtschaft um 40 Prozent gestiegen.

https://www.linkedin.com/pulse/berufliche-wertsch%C3%A4tzung-und-mentale-gesundheit-gehen-alice-greschkow/?fbclid=IwAR1oOfru5xonxmnp-HfZraule54rXBrEI2U8Uq5BjpJVIjxTTFGB5vnoebE

Wenn wir auch früher durch körperliche Erschöpfung unsere Leistungsgrenzen erkennen konnten, dann verschwimmen diese heute immer mehr – alleine aufgrund der Tatsache das wir primär mit Computer und Telefon arbeiten. Checklisten, gesellschaftliche Anforderungen und persönliche Todos werden einfach immer länger und komplizierter. Der Druck auf einzelne immer größer. Wir kennen uns daneben einfach viel zu wenig aus mit den Aspekten mentaler Erschöpfung – oder ist es leicht mentale Auslastung beiseite zu schieben?

Mitgestaltung, Lernmöglichkeiten und Anerkennung sehen die Forschenden als entscheidende Faktoren für eine gesunde digitale Arbeitswelt, unterstreicht Dr. Martin Kuhlmann, Direktor des SOFI: „Fehlen diese Merkmale, kommt es zu Unzufriedenheit, einem Verlust an Wohlbefinden bis hin zu einer verringerten Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten.“

Quelle: https://www.linkedin.com/pulse/berufliche-wertsch%C3%A4tzung-und-mentale-gesundheit-gehen-alice-greschkow/?fbclid=IwAR1oOfru5xonxmnp-HfZraule54rXBrEI2U8Uq5BjpJVIjxTTFGB5vnoebE

Die gute Nachricht…

Die gute Nachricht ist, das sich unsere Gehirnzellen auch wieder aufbauen können. Das setzt allerdings voraus das sich unser Stress reduziert und vor allem das an den Rahmenbedingungen gearbeitet wird.

Der Kontext ist häufig die tatsächliche Ursache für eine hohe Auslastung. Es geht um die Art und Weise der Zusammenarbeit. Aber auch um die Form wie Konflikte gelöst werden. Hierzu verweise ich gerne noch einmal auf die kleine Artikelserie: „Wie man schwierige Konflikte lösungsorientiert handhaben kann

Nach wie vor kursieren sehr viele Artikel und Fachartikel die sich mit dem Problem beschäftigen und es beschreiben. Sie bieten jedoch keine oder keine ausreichende Lösung. Andere Lösungsansätze arbeiten sehr stark auf der persönliche Ebene: Wir machen Coaching, Resilienztraining, Sport, Yoga und Meditation um zum Ausgleich zu gelangen. Das sind alles sicherlich wertvolle Ansätze, dabei sind wir jedoch sehr weit weg von der tatsächlichen Stress-Ursache. Denn diese liegt häufig auf organisatorischer Ebene und nicht auf persönlicher Ebene.

Das Umfeld mit seinen sozialen, organisatorischen und technologischen Aspekten wirkt viel stärker und umfangreicher auf uns, als unsere eigene Persönlichkeit. Wenn wir also Stress reduzieren wollen, müssen wir viel stärker AM Umfeld und an den Rahmenbedingungen arbeiten – es muss am Unternehmen gearbeitet werden, statt im Unternehmen. Erst wenn der Rahmen passt, dann kann innerhalb dessen auch gesund und wertschöpfend gearbeitet werden.

Viele Aspekte und Lösungsansätze habe ich in meinem Buch „Magic Teams“ zusammengefasst und aufgezählt. Darüber hinaus möchte ich hier einen kleinen Einblick in den nächsten Blogartikel dazu geben.

Wie sieht die Arbeitswelt 2.0 aus?

17. Oktober | Schwierige Konflikte im Business lösen (Teil 2)

In Teil 1 dieser ausführlichen ArtikelserieDruck erzeugt Gegendruck – Wie man schwierige Konflikte mit Leichtigkeit löst“ haben wir beschrieben mit welchen Strategien man an Konflikte in gleichwertigen und gleichberechtigten Beziehungen – also z. B. inpartnerschaftlichen Beziehungen, herangehen kann.

Wir sind eingetaucht in die Grundlagen der bedürfnisorientierten Kommunikation – eine Kommunikationsform mit der starke Persönlichkeiten ihre Wünsche, Ziele, Bedürfnisse und Bedenken ausdrücken können. Zwei Seiten lernen auf diese Art der Kommunikation über ihre eigenen Gefühle, Ansichten und Wahrnehmungen zu sprechen oder die andere Seite anzuhören.

Was etwas jetzt etwas gestückelt, abstrakt oder vielleicht theoretisch oder gar abgehoben klingt, hilft in der Praxis ungemein um lösungsorientierte Gespräche und Verhandlungen zu führen.

In diesem Artikel soll es nun darum gehen, wie man im Business-Kontext mit Konflikten umgehen kann.

Hierarchie verändert oftmals das Grundsetup von Kommunikation…

…dabei ist gar nicht immer klar in wie fern und genau das der Fall ist. Macht mein Chef jetzt eine Ansage? Oder schlägt er etwas vor das diskutiert werden soll? Will er selbst prüfen und beobachten ob sein Konzept logisch und sinnvoll ist? Will er es weiterentwickeln oder einfach nur durchsetzen?

Vielleicht wissen wir manchmal einfach nicht was genau von uns erwartet wird oder was auch nicht. Schneller als wir schauen können befinden wir uns möglicherweise in einer Diskussion die gar nicht als solche gedacht war. Ein Konflikt ist präsent. Da heißt es erhöhte Aufmerksamkeit.

In Hierarchien, also Chef-Mitarbeiterbeziehungen oder aber auch in Auftraggeber-Auftragnehmer-Beziehungen gelten sicherlich noch einmal andere Regeln und Grundsätze als in privaten oder kollegialen Beziehungen auf Augenhöhe.

Klare Regeln oder Prinzipien für Konflikte erleichtern die Zusammenarbeit

Wenn es keine Regeln für Konfliktlösung gibt, ist die Frage was überhaupt mit einem Konflikt passiert? Wird er ignoriert oder ausgefechtet bis eine Lösung da ist? Hat der Chef grundsätzlich recht oder herrschen basisdemokratische Prinzipien wie Konsens- oder Konsentdemokratie. Das darf geklärt sein. Ohne diese Rahmenbedingungen tappen die Mitarbeiter unsicher im Dunkeln.

Eine solche Unklarheit erzeugt erhöhte Unsicherheit: Konflikte werden möglicherweise nicht sichtbar, Bedürfnisse oder gute Ideen kommen nicht zum Tragen und die Mitarbeiter schalten auf „Dienst nach Vorschrift“. Das ist oftmals nicht im Sinne des Unternehmens.

Im schlimmsten Fall werden Mitarbeiter krank, wie es in dem Buch „Burnout kommt nicht nur von Stress“ beschrieben ist. Dort hält die Autorin fest, das oftmals ungelöste Konflikte die Ursache für Erschöpfung und Burnout sein können.

Das war es für heute!

Im nächsten Teil wird es um genaue Lösungsstrategien für da Business gehen.

Coaching gefällig? Wenn auch du Konflikte in deinem Umfeld hast, wie wäre es dann mit einem konfliktlösenden Coaching? Egal ob Business- oder Privat-Coaching. Wir finden eine Lösung. Einfache Kontakt aufnehmen.

16. Oktober | Druck erzeugt Gegendruck – Wie man schwierige Konflikte mit Leichtigkeit löst (Teil 1)

Wenn wir Kommunikation dazu nutzen den anderen unter Druck zu setzen, dann wird uns gleiches widerfahren. Druck erzeugt meistens Gegendruck.

Die reinste und respektvollste Kommunikationsform basiert hingegen auf Bedürfnisäußerung und Bedürfniserfüllung um nicht zu sagen auf achtsamer Kommunikation.

Im Fokus stehen dabei die eigenen Emotionen, Bedürfnisse und Interessen die mit Ich-formulierte-Botschaften zum Ausdruck gebracht werden können, wie z. B. „Ich wünsche mir…“, „Ich brauche…“, „Ich glaube…“, „Damit ich gut mit dir arbeiten/leben kann, benötige ich…“.

Das klingt möglicherweise im ersten Moment sehr eigenartig, funktioniert aber, weil damit unbewussten Urteilen und Angriffen praktisch der Wind aus den Segeln genommen wird.

Richtig angewandt wird damit ein Wunsch entweder erfüll- oder diskutierbar.

Wenn man das in der beruflichen oder partnerschaftlichen Praxis anwendet wird damit schon vieles leichter. Vor allem dann, wenn der andere das Bedürfnis mit Leichtigkeit erfüllen kann.

In den meisten Fällen ist das möglich. Die wenigsten Menschen sprechen von unerreichbarem Zielen. In den meisten Fällen aber scheitert es an der Grundlage dieser Art von Kommunikation.

Aber auch bei der klarsten und besten Kommunikation kann es natürlich nach wie vor zu Konflikten kommen. Nämlich dann, wenn sich zwei geäußerte Bedürfnisse gegenüberstehen.

Wie kann man solche Konflikte lösen?

Man muss hier sicherlich zwischen partnerschaftlichen oder kollegialen Beziehungen auf Augenhöhe und hierarchischen Strukturen wie z. B. zwischen eine Führungskraft und einem Mitarbeiter oder zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer unterscheiden.

Betrachten wir zunächst den Kontext von Partnerschaften: Wie können solche Konflikte in Partnerschaften gelöst werden?

In gleichberechtigten und gleichwertigen Beziehungen, stehen in solchen Fällen manchmal zwei Bedürfnisse auf Augenhöhe gegenüber und es ist keine Lösung in Sicht. Dann gibt es einen offenen oder verdeckten Konflikt.

Das passiert natürlich umso öfters umso gesünder die Beziehung aufgebaut ist. Denn eine gesunde Beziehung basiert auf der Form der Gleichwertigkeit, dem gleichen Recht auf Bedürfnisäußerung und -erfüllung.

Welche Möglichkeiten gibt es in einem solchen Fall? Wichtig ist zunächst einmal zu erkennen und sich bewusst zu machen, dass sich tatsächlich zwei Bedürfnisse unauflösbar gegenüberstehen. Beide Seiten sollten diese Erkenntnis haben. Das hat zudem den Vorteil, dass man einen verborgenen Konflikt schon einmal zu einem offenen und sichtbaren Konflikt macht. Erst dann wird ein verborgener Konflikt überhaupt lösbar.

Das geht natürlich nur oder besser, wenn beide Parteien sich wirklich auch gleichwertig und gleichberechtigt fühlen, sowie dann von sich, ihren Gefühlen und Zielen sprechen.

Das zu formulieren ist Schritt 1 und die Grundvoraussetzung zur Lösung. Diesen Gegensatz zu erkennen ist schließlich Schritt 2 und das ganze aufzulösen dann die Königsdisziplin.

Wenn man will, kann man Schritt 2 durch Aufschreiben visualisieren: „Ah, das ist also unser Konflikt. Interessant! Hier steht Bedürfnis A also gegen Bedürfnis B.“ Wenn man sich diesem Aspekt bewusst wird, ist bereits viel getan. Das nimmt viel Reibungskraft.

Wie lässt sich ein solcher Konflikt schließlich auflösen? In gleichberechtigten Beziehungen findet sich bei gegensätzlichen Bedürfnissen entweder ein Kompromiss bei dem einer nachgeben muss oder es findet sich eine andere Lösung. Der einfachste Fall ist natürlich nach wie vor das einfach jemand das Bedürfnis erfüllen kann. Dazu muss es nachvollziehbar formuliert sein. Ein negativer Satz ohne tatsächliche Handlungsanweisung hilft da relativ wenig.

Ein Beispielsatz „Ich fühle mich nicht respektiert.“ Kann nicht vom Gegenüber erfüllt werden. Der Satz muss positiv und als Wunsch formuliert sein, z. B.: „Ich fühle mich von dir respektiert, wenn du mir einmal pro Monat Blumen mitbringst.“ Dieser Satz ist erfüllbar – auch wenn er vielleicht für den ein oder anderen nicht viel Sinn ergibt. Das ist ja das konträre in Beziehungen: Zwei Ansichten und Weltbilder stehen sich gegenüber. Es bedarf an Empathie und Verständnis dem Wunsch des anderen nachzugehen.

Wenn das nicht möglich ist, kann man natürlich auch zum Entschluss kommen, dass man sich nicht einig wird. Dann ist es im ersten Moment möglicherweise sinnvoll eine Pause einzuberufen bevor man alle Energie auf den Konflikt richtet und nicht weiterkommt.

Man kann jedoch auch den Satz verhandeln: „Wie genau meinst du das, was haben die Blumen mit dem Respekt zu tun?“. Auf diese Art und Weise erfährt man etwas mehr über die Tiefenstruktur des anderen und sein wahres Grundbedürfnis.

Das ist aber schon fast die Meisterschaft, wenn es einem auf diese Art und Weise gelingt eine Lösung herbeizuführen.

Nehmen wir mal an auch das gelingt nicht, dann hilft die besagte Pause.

Alternative: Zeitlicher Abstand

Mit hoher Wahrscheinlichkeit findet sich mit etwas Abstand eine andere Lösung. Manchmal fällt einem selbst eine Idee ein oder man stößt vielleicht in einem Buch oder ein Gespräch darauf. Es kann ein Werbeclip sein, ein Radiosprecher oder selbst ein Film der einem weiterhelfen kann. Alles ist mit etwas Geduld und Gelassenheit möchte.

Falls das über längeren Zeitraum nicht der Fall ist und die Fronten derart verhärtet sind das sich wirklich kein Entgegenkommen oder Wachstum zeigt, muss man sicherlich nach anderen Alternativen schauen. Das kann eine Moderation durch einen Dritten, ein Einzelcoaching oder natürlich im Ernstfall auch schließlich, je nach Art des Konflikts, leider tatsächlich die Trennung sein.

In den meisten Fällen jedoch lassen sich Konflikte sicherlich ohne Trennung lösen. Ich würde sogar behaupten das in 98 % der Fälle gelingt.

In den einfachsten Fällen wie gesagt natürlich indem geäußerte Bedürfnisse einfach erfüllt werden – vorausgesetzt man geht keinen faulen oder bequemen Kompromiss ein, sondern prüft wirklich ob man dem anderen das Verständnis zu 100% geben und nachgeben kann.

Was aber, wenn keine Zeit zum Warten ist und keine Lösung in Sicht ist?

In den meisten Fällen hilft sicher Ablenkung und Abstand um zu einer Lösung zu kommen oder sie zu entwickeln. Wenn aber sofort eine Entscheidung gefällt werden muss, weil andernfalls große Verluste oder Gefährdungen drohen, was dann?

Wenn tatsächlich dieser selten Fall auftritt das eine Entscheidung unmittelbar getroffen werden muss, dann muss sie schließlich von einer Partei übernommen werden.

Es gibt solche Situationen tatsächlich im Leben, Momente in denen es wirklich nicht anders geht. Allerdings ist das sehr selten, mir persönlich ist das in 10 Jahren ein oder zweimal so gegangen. Dann muss man eine Entscheidung treffen, einen Weg einschlagen und rückblickend darüber sprechen.

Zusammengefasst haben wir damit folgende Lösungsstrategien für Konflikte in gleichberechtigten und gleichwertigen Partnerschaften:

  1. Bedürfnis artikulieren / erfüllen
  2. Nachgeben
  3. Kompromiss finden
  4. Alternative Lösung finden
  5. Abstand gewinnen und Pause machen
  6. Beziehung im seltenen, nicht auflösbaren Fall trennen
  7. Im dringenden Ernstfall einfach eine Entscheidung treffen

In geschäftlichen Beziehungen sind die Lösungsstrategien meist etwas anders.

Darüber schreibe ich in einem der nächsten Beiträge. Sei gespannt!

Falls du ein Coaching nutzen willst um das Ganze zu reflektieren oder einen Konflikt, egal ob beruflich oder privat gewinnbringend lösen willst, dann nehme gerne Kontakt für ein kostenpflichtiges Coaching auf.

Jetzt erstmal vielen vielen Dank fürs Lesen! Ich hoffe das ich dir etwas weiterhelfen oder Klarheit bringen konnte! Dahinter steckt sicherlich ein sehr komplexes Thema das mit etwas Arbeit gelöst werden kann.



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15. Oktober | Was kann ich gegen Angst vor Großgruppen machen?

Angst vor Menschenmassen und Großgruppen kann Panikattacken auslösen. Das Herz rast, Schweißausbrüche, Regungslosigkeit bis hin zu Vermeidungstaktiken sind möglich: Ergo wo man eigentlich hinmöchte, geht man nicht hin oder man verhält sich eigentlich so, wie man sich nicht verhalten möchte. Man wird manipulier- und steuerbar. Die Angst lähmt.

Für alle die sich diesem Thema endlich stellen wollen, die Kraft und Mut suchen sowie an persönlicher Freiheit gewinnen wollen, ist dieser Artikel gewidmet. Ich plaudere etwas aus dem Nähkästchen.

Trainer trotz früherer Angst – wie geht denn das?

Mein Name ist Patrick Koglin. Inzwischen bin ich ausgebildeter Live-Trainer und habe mehr als 50 Seminare organisiert und durchgeführt. In den letzten zehn Jahren habe ich damit in Summe vor mehr als 2.000 Menschen referiert. Die größte Menschenmasse lag dabei zwischen 300 und 400 Personen.

Das ich mich diesen Herausforderungen gestellt habe, war noch nicht immer so…

Auch ich habe bis vor einigen Jahren große Veranstaltungen mit mehr als 200 Personen weitgehend gemieden. Eigene Tranings mit bis zu 20 Personen waren für mich gut überschau- und handhabbar, bei 50 wurde ich nervöser und ab 100 war es durchaus für mich eine große Herausforderung. Großgruppen mit mehr als 500 Personen waren undenkbar für mich – bis ich mich schließlich beim Level up von Damian Richter in Braunschweig wiederfand. Mehr als 1.000 Teilnehmer. Wow. Dann hatte ich Blut geleckt.

„Welche Entscheidung musst du heute treffen?“

Ich kann mich noch gut an den magischen Moment erinnern, als mich Damian Richter plötzlich zwischen hunderten von Menschen ansprach und mir die Frage stellte welche Entscheidung ich jetzt treffen müsste. Irgendwas schwingte schon minutenlang in mir. Ein Gedanke aufzustehen. Ich stand auf. Er fragte was ich zu sagen hätte und dann stand ich dort. Vor 3-400 Menschen mit zittrigen Knien. Das erste Mal vor einer solchen Menschenmenge mit Mikrofon.

Das spannende war, das ich zunächst gar nichts zu sagen hatte. *facepalm*…wie das schließlich ausging ist dann eine andere Geschichte für sich.

Dazwischen auf diesem Weg bis dorthin lag viel innere Arbeit, Coaching und Training. Ein großer Baustein war dazu sicher die NLP-Ausbildung im NLP-Coachinginstitut Kassel.

Heute liebe ich diese Aufregung die in diesen Momenten entsteht. Natürlich ist sue selbst nach hunderten solcher Sitationen noch nicht weg, aber kontrollierbar. Ich kann mich selbst vor vielen Menschen voll und ganz auf das Thema fokussieren – wenn ich entsprechend vorbereitet bin. Wie das geht habe ich im Rahmen einer Train-the-Trainer-Ausbildung gelernt und sehr viel Erfahrung sammeln können. Eins habe ich nach hunderten solcher Momente gelernt: ein mulmiges Gefühl bleibt.

Große Trainer berichten das diese Aufregung niemals ganz verfliegt. Ein stückweit ist das also normal. Was wir aber wohl lernen können ist uns dieser Thema zu stellen um diese Angst zu überwinden. Nicht immer geht das aus eigener Kraft. Auch ich habe dazu einges an Übung und Training gebraucht.

„Geh dahin wo deine größte Angst liegt!“

Das was ich beschrieben habe, war eben nicht immer so. Ganz im Gegenteil: Vorträge in der Schule und im Studium habe ich gehasst. Nicht vermieden, aber ich mochte es nicht. Selbst mit Powerpoint und Leitfaden war es nicht mein Ding! Aber irgendwann kam dieser Satz in mein Leben: „Geh dahin wo deine größte Angst liegt!“

Und genau das will ich dir heute mit diesem Beitrag mitgeben:

Geh dahin wo deine größte Angst liegt!“ – folge diesem Ruf und wenn es nicht alleine geht, dann lass dich unterstützen. Auch ich habe mit Hilfe von Coaching und Training an diesem Thema gearbeitet. Heute bin ich Coach und Trainer – wie viele andere Menschen denen es ähnlich ging.

Dort wo die größte Angst liegt, haben wir das meiste Potential.

Auf der Suche nach einer Lösung habe ich das REDESIGN © – Coaching kennengelernt.

REDESIGN © – Coaching für die Veränderung von Ängsten und Panikattacken

Heute möchte ich von dem was ich erfahren habe etwas zurückgeben: Ich unterstütze Menschen in Coachings damit ihre Ängst vor Menschenmassen zu überwinden und sich von Panikattacken zu befreien. Damit sie schließlich mit neuem Lebensgefühl ebenso das tun können, was sie lieben. Jede Woche biete ich dazu einen Zeitslot von 2 Stunden für ein kostenloses Coaching an. Schreibe mich dazu gerne an.

15. Oktober | Dein Auto und dein Mindset

„Wenn dein Auto teurer war als dein Mindset hast du falsch investiert.“

Patrick Koglin

Deutschland war ein Autoland. Wir investieren monatlich mehrere hunderte Euro oder einmalig mehrere 5stellige Beträge in ein Auto was uns wenige Minuten oder Stunden von A nach B bringt. Unser Körper aber, unser Mindset, unsere Gesundheit die tragen wir 24h mit uns herum.

Ein Auto erzeugt Kosten. Ausgaben in Bildung, Coaching und Training jedoch sind Investitionen, weil du aus dem Wissen und den entwickelten Kompetenzen wieder neues kreieren kannst womit du Einnahmen steigerst und wahrscheinlich (irgendwann) einen großen Mehrwert weitergibst.

Also: Ist dein Auto teurer als dein Mindset, hast du verkehrt investiert.

Gefällt dir das nicht? Folge mir auf Social Media für tägliche Gedankenanstöße.

14. Oktober | über den Sinn des Lebens und Excel-Tabellen

„Der Sinn deines Lebens – die Erfüllung deiner Arbeit – die kannst du jederzeit und überall finden oder definieren.“

Patrick Koglin

Wie oft im Leben glauben wir das wir irgendetwas bestimmtes tun müssen um glücklich, erfüllt oder zufrieden sein. Das wir vielleicht irgendwo an einem anderen Ort sein müssen. Das wir mit anderen Menschen sein müssen, in einem anderen Unternehmen, einer anderen Rolle oder einem anderen Team. Wir glauben möglicherweise die falsche Person am falschen Ort zur falschen Zeit mit der falschen Tätigkeit zu sein.

Dabei ist vieles davon sehr häufig total egal: Auch die Tätigkeit ist oftmals, unter bestimmten Voraussetzungen unrelevant.

Den Sinn des Lebens können wir selbst beim Erstellen einer Excel-Tabelle finden. Die Voraussetzung dafür ist das wir den Mittel zum Zweck sehen können. Das wir vielleicht die Wahl hatten das Werkzeug auszuwählen oder sehen können wofür und wozu wir diese Tabelle nutzen. Es geht um das übergreifende Ziel. Wenn die Excel-Tabelle dazu dient das übergreifende Ziel zu erreichen ergibt das einen Sinn für.

Als Angestellter monatliches Geld zu verdienen hingegen ergibt keinen oder wenig Sinn. Das ist ein kleines „Warum?“. Das motiviert viele Menschen nicht mehr ausreichend.

Wenn wir uns das näher anschauen, wird auch klar warum das so ist. Wenn wir ohnehin und selbstverständlich Geld bekommen – egal was wir tun oder ob die Excel-Tabelle niemand nutzt – wird die Tätigkeit unrelevant. Bei diesem Gedanken geben wir innerlich auf. Das ist fatal und tückisch.

Steht unsere Arbeit jedoch im Kontext eines größeren Ziels, dann dient sie dem Zweck das Ziel zu erreichen. Ziel im Unternehmen muss es also sein, das Werkzeuge und Aufgaben diesem Zweck dienen. Wenn das nicht der Fall ist und wir keinen Sinn darin finden können, dann sollten wir hinterfragen und reflektieren ob diese Aufgabe aufzugeben ist.

Buchempfehlung: Wenn du an diesen Themen weiter arbeiten möchtest, den Sinn und dein „Warum?“ im Leben noch näher spezifizieren willst, dann schau dir dieses Selbstcoaching-Buch an.

12. Oktober | Wir ruinieren uns durch größte Anstrengungen

Natürlich sind wir bestrebt immer unser Bestes zu geben. Die meisten von uns geben sogar alles. Das ist das Problem: Wir arbeiten uns auf, wollen immer mehr, verrennen uns darin und irren schließlich dem eigenen Leitgedanken hinterher der Beste oder die Beste zu sein. Jeder von uns möchte gut dastehen, vor allem vor sich selbst.

Genau das ist der Kern des Wandels: Nicht ich bin es, der im Rampenlicht erscheinen muss, sondern es ist das WIR. Wenn ich das Ganze sehe und optimiere stehe ich am Rand des Raums und schaue was im inneren geschieht.

Damit verlagert sich der Fokus von den eigenen Interessen auf die gemeinsamen Interessen. Dann bekommen Arbeit, Qualität und Effizienz eine völlig neue Bedeutung. Es geht schließlich nicht mehr darum meinen eigenen Wert zu steigern oder mir persönlich die Arbeit zu erleichtern, sondern darum Prozesse und Arbeitsumgebungen zu schaffen in denen sich das Gesamtresultat verbessert. In diesem Schritt geht es um den Verbesserungen und Erleichterungen bei denen alle profitieren – nicht nur ich.

Es geht dann nicht mehr um meine persönliche Exzellenz, sondern um die Perfektion des Zusammenspiels. Plötzlich optimieren wir nicht nur die Arbeit auf unserem Schreibtisch, sondern den Arbeitsprozess und die Zusammenarbeit in Gänze.

Wenn dieser Zustand einkehrt, dann geht es nicht mehr darum die Arbeit von A nach B zu schieben, sondern im Kundeninteresse abzuschließen. Das ist eine ganz andere Betrachtung. Wir optimieren schließlich nicht mehr uns, sondern das Zusammenspiel in Anbetracht auf die Kundenwünsche und gesellschaftliche Aspekte. Das ist ein ganz anderes Spiel. Zum Wohle und zum Nutzen aller.

Ethisch verkaufen, das kleine 1×1

„Bewirb dich JETZT gleich zum Strategiegespräch bei uns. Dein Traumleben ruft. Du kannst ganz schnell 5-stellig im Monat verdienen. 5-stellig fängt bei 10.000 € an und hört bei 100.000 € auf. Drücke jetzt auf diesen Button und folge der Anmeldung. Es gibt nur wenige Plätze.“

Wie viele Menschen kennen inzwischen diese Worte? Wir schauen uns ein spannendes Video auf youtube an, wollen uns gerade im Internet über etwas informieren, relaxen, den Arbeitstag hinter uns lassen, Abwechslung finden, Informationen suchen, uns mit anderen austauschen oder einfach nur Musik hören und ZACK: Da schwappt einer dieser aufdringlichen Werbeclips in unser Büro hinein.

Penetrant: Wir hören Dinge die wir gar nicht hören wollen, sehen Dinge die wir nicht sehen wollen, Zahlen die wir gar nicht sehen wollen, Geschichten die wir gar nicht hören wollten und werden einfach nur genervt. Nutzlose, langatmige und zähe Werbung ohne jeglichen Mehrwert, ohne Information, ohne positive Bilder und ohne jegliche interessante Emotion.

Ganz im Gegenteil: Sie hacken auf uns herum, wollen uns einreden wie schlecht unser Leben doch sei, wie mies das Hamsterrad wäre und zeigen uns große Bilder ihrer Erfolge. Zahlen, Daten, Fakten. Hölle, Hölle, Hölle. Himmel. Himmel. Himmel.

Dabei zeigen die meisten von ihnen uns lediglich wie sie es geschafft haben das zweite Hamsterrad zu bauen. Sie tun offenbar nicht was sie lieben mit den Menschen die sie lieben – sonst würden sie anders reden, argumentieren und herüberkommen. Mein dringlicher Apppell: Hört endlich damit auf, investiert in besseres Marketing oder lasst es ganz und gar bleiben. Es ist eine Schande für die Coaching- und Trainer-Branche. Fangt kleiner und mit etwas anderem an und überlasst die Videoarbeit den Profis oder holt euch früheres Kundenfeedback ein. Gerne berate ich hierzu zu entsprechenden Ansätzen. Entweder per Direktkontakt oder im Rahmen meiner Usergroup.

Negative Werbung erzeugt negative Emotionen, erzeugt negatives Kaufverhalten, erzeugt negative Resultate.

Ich frage mich dabei oft, was man von und über Menschen denken und glauben muss, wenn man ihnen erklären muss was ein 5-stelliger Euro-Betrag ist. Welche Zielgruppe soll das ansprechen und kann diese Zielgruppe wirklich in kurzer Zeit hochwertige erfolgreiche Produkte in einer Qualität von mehr als 10.000 € verkaufen? Mit positiver Kundenzufriedenheit und gutem Ergebnis?

Also kann jemand in 3 oder 6 Monaten lernen wie er ein Produkt entwickelt und sich mit gutem Ergebnis selbständig macht? Das bedeutet dass die Erfolge wirklich wiederholbar bei anderen erzielt werden? Ich glaube nein und das ist auch das, was die meisten seriösen Mentoren, Coaches, erfahrenen Unternehmer und Trainer vertreten. Es mag Einzelfälle und Wunder geben, aber der durchschnittliche Mensch schafft das nun mal nicht.

Jeder Mensch benötigt die erforderliche Basis, die fängt bei der Auseinandersetzung mit sich selbst und der eigenen Lebensgeschichte an und hört bei der Umsetzung des Business-Plans auf.

Was steckt in diesem Blogartikel?

Wie du fair verkaufen und dich von unseriösen Angeboten abgrenzen kannst.

  • In diesem Artikel schreibe ich ausfühlich über die Grundlagen des ethischen Verkaufs und schildere völlig hemmungslos eigene Erfahrungen und Beobachtungen im Coachingmarkt. Mein Ziel ist es nicht andere in den Dreck zu ziehen, sondern das die Werbung und das Image der vielen guten Coaches da draußen besser wird. Das die wertvolle Arbeit deren Menschen die das wirklich mit Liebe, Pasison und Profession tun gesehen und geschätzt. Das der wahre Mehrwert von gutem Coaching anerkannt wird. Wenn wir uns die Zahlen und Gesellschaft ansehen, wird deutlich das diese Arbeit gebraucht wird. In jedem Bereich gibt es gute und schlechte Leute.
  • Und ich zeige das weder NLP, noch irgendwelche Manipulationstechniken dafür verantwortlich sind, das manche Menschen einfach schlechte Arbeit abliefern oder wieder andere sich absolut verschulden. NLP ist wie viele andere Themengebiete ein sehr dienliches Werkzeug – wenn es, wie jedes andere Tool auch, korrekt angewandt wird.
  • Ich beschreibe im Ansatz, warum der Verkauf für Coachingprodukte ein anderer sein muss, wie für übliche Standardprodukte.
  • Ich zeige dir welche negativen Erfahrungen ich selbst gemacht habe und was du daraus lernen kannst
  • Hinter diesen Zeilen verbirgen sich die Informationen wie du gut verkaufen kannst und wie du dich gleichzeitig als Kunde vor ominösen Abzockerangeboten schützen kannst. Wie man sie erkennen kann, usw.

Da das in Summe ein sehr umfangreiches Thema ist, ist dieser Blogartikel auch so ausführlich geschrieben und dennoch völlig kostenlos. Mein Geld und entsprechende Wertschätzung verdiene ich entweder durch Bücher, Coachings sowie die positiven Kundenrückmeldungen. Das ist das, was mich antreibt: Menschen zu helfen und die strahlenden Gesichter zu sehen. Die tollen Rückmeldungen zu bekommen. Die neugierigen Fragen zu beantworten und auf der Bühne zu stehen und weiteren Wert zu geben. Wenn dich das Thema näher interessiert oder du jemanden suchst der darüber vor anderen Menschen spricht, dann sprich mich gerne an.

Ich gehe bei diesem Artikel davon aus, das er von den richtigen Menschen gelesen, verstanden und genutzt wird. Das sie sich die Zeit nehmen und vielleicht finden wir Teile daraus an anderer Stelle – mit Quellenverweis und Namensnennung wieder. Fair, ehrlich und transparent sollte Zusammenarbeit sein.

Doch jetzt: tauchen wir tiefer ein

Werbung die nervt, bringt keinen positiven Beitrag!

Wir schauen ein Video, surfen bei Facebook. Neugierig interessiert. Wir wollen lernen, austauschen, und netzwerken. Plötzlich schnallt da jemand rein und wir bekommen wie aus dem Nichts irgendwelche Empfehlungen die war gar nicht empfohlen haben wollten. Coaches preisen im schlechten Ton ihre Produkte an, ominöse holländische Firmen bieten Zahnkorrekturschienen und Ohrreinigungs-Werkzeuge. Mit simuliertem Ohrenschmalz! Jemand cremt sich seine Oberarme ein und wir dürfen zugucken. Irgendwie dilletantisch. Fast schon ekelhaft und amateurhaft. Würdest du hier jemals zuschlagen und kaufen?

Dabei wird oftmals völlig übergriffig das freundliche „Du“ dazu genutzt um uns von etwas überzeugen, nach dem wir gar nicht gefragt haben. Spätestens dann ist klar das dieser Mensch im Video offenbar kein wirklicher Coach ist. Das er sich offenbar nie im Leben mit Kommunikation, NLP oder menschlichem Vertrauensaufbau beschäftigt hat. Das er sich auch kaum für seine Kunden interessiert, sonst würde er nicht seine dicke Uhr einblenden, sondern Bilder von glücklichen Kunden, Mitarbeitern und Familien zeigen. Es sind die Resultate die zählen, nicht der Weg dorthin.

Und wenn er gut ausgebildet wäre, dann wüsste er etwas über Pacing, Rapport und die Grundregeln das Coachings: Kein Coaching ohne Auftrag und erst Vertrauensaufbau, dann die inhaltliche Arbeit.

…man sollte von guten Vorbildern lernen, oder?

Wo können wir lernen? Welche Werbung begeistert uns? Welche ziehen uns in ihren Bann? Was überzeugt uns? Wo kaufen wir gut und gerne? Wer macht die beste Werbung schon jahrelang? Von denen können wir lernen.

Schaut sich denn keiner von denen wirklich an wie die besten der besten Werbung machen? Wie die besten Werbeclips aus dem Fernsehen aufgebaut sind? Welche Bilder dort gezeigt werden? Welche Worte? Welche Emotionen geweckt werden? Welche Werbung gut funktioniert?

Ein guter Coach kennt zudem die Grundlagen der gewaltfreien Kommunikation. Das „Du“ ist vielleicht aus Marketingaspekten gerne gesehen, aber ohne Vertrauensaufbau einfach nur platt und lieblos.

„Drück jetzt auf den Button“

Wir kennen diesen Satz aus den beliebigen Werbesendungen auf QVC. Schon dort hat ihn kaum einer gemocht.

Was hinter dem Button folgt ist ein Online-Formular, ein Kalender mit Terminauswahl und der Möglichkeit zu einem kostenlosen Coachinggespräch zum Kennenlernen. Gemischte Gefühle. Sollte man skeptisch sein? Ja.

Ein Verkaufsgespräch voller Einwandbehandlung

Es ist bereits mehr als zwei Jahre her als ich an einem solchen Gespräch teilgenommen habe. Dieser Blogartikel fasst zum einen meine Erfahrungen daraus zusammen, andererseits bietet es für alle Coaches, Trainer, Berater und Menschen die etwas verkaufen wollen oder müssen, eine wunderbare Gelegenheit etwas zu lernen. Mein Interesse daran? Produktqualität verbessern. Image verbessern und den Fokus auf den Mehrwert lenken den Coaching und Beratung bietet.

Denn eins ist klar, hinter den meisten Produkten, Prozessen und Dienstleistungen stecken Menschen die aus Leidenschaft und Passion anderen helfen wollen. Aus dem NLP kennen wir den Leitgedanken das hinter jedem Verhalten eine positive Absicht steckt. Die gilt es – selbst bei Hochpreisprodukten – zu identifizieren.

Wenn dich die Fortführung diese Beitrags interessiert, dann schreib mir entweder ein Kommentar auf Facebook oder instagram. Gehe dazu einfach auf einen der letzten Beiträge und schreib mir deine Fragen darunter.

Agiles Projektmanagement: eine Geschichte voller Mißverständnisse

„Agile“, „Agiler“, „More Agile“, „Agilest“ / „Most agilest“ – das englische Wort das kaum einer im deutschsprachigen Raum richtig aussprechen kann steht im deutschen Sprachgebrauch für…

Achtung!

*Trommelwirbel*… für… ja, wer hätte es gedacht, es steht für „Agilität“.

Agile steht für agil, wendig, lebhaft, gelenkig und beweglich. (Link zu dict.cc)

Soweit so einfach. Was in der Theorie so bescheiden und unscheinbar daher kommt, wird in der Praxis häufig mißverstanden. Unter uns: Manchmal wird es sogar sehr weit ausgenutzt. Denn Agilität steht nicht für Chaos, schnelle Änderung oder gar „Wir machen hier jeden Tag was wir wollen.“, ganz im Gegenteil. Agilität steht für schrittweise Anpassung und feste Strukturen. Wir sprechen von einem 40 Jahre alten Management-Framework das in über mehr als 300 Seiten aus Prinzipien, Leitlinien und Theorien fest verankert ist.

Wahrscheinlich haben die Übersetzer beim Thema „Agiles Projektmanagement“ einen kleinen Fehler gemacht. Was sie eigentlich gemeint haben müssen ist „Strukturiertes adaptives Projektmanagement„, denn der ganze Ansatz beruht auf „Inspect & Adapt„-Zyklen. Es geht um das Beobachten und Anpassen. Dahinter steckt der „Build, Measure and Learn“-Ansatz: Bauen, Messen und Lernen. Ein Sammelsurium an cleveren Werkzeugen, Tools und Produktionsansätzen.

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