Die einfachste Organisationsmethode der Welt

Organisations-Tool für zwischendurch: Mir hat jemand vor ein paar Jahre in einem Manager-Seminar die simpelste und einfachste Organisationsmethode der Welt gezeigt.

Du musst dir dazu vorstellen das ich aus der IT komme. Wir arbeiteten dort mit allen möglichen Ticketverwaltungssysteme wie Atlassian Jira, Atlassian Trello, haptischen Kanban-Boards, E-Mailverteilern, Scrum-Boards und Co. Abgefahrenes Zeug.

Aber all das hat bei mir irgendwann nicht mehr funktioniert. Warum? Die Aufgaben gehen einfach in der Masse unter. An manchen Tagen erhielt ich mehr als 50 E-Mails. In meinem Postfach liegen oft mehrere hundert ungelesene E-Mails die ich runterpriorisieren muss. Oft muss ich auf Zuarbeit und Rückantwort warten. Puh!

Gleichzeitig motiviert es nicht, wenn du 800 Aufgaben vor dir hast und erstmal minutenlange Filter bewegen musst, Kommentare lesen und sortieren musst. Nein. Die wirksamste Methode ist viel einfacher.

Ich bin gespannt, was du dazu sagst.

Todo-Listen

Ganz simpel, smart und einfach: Schreibe alle Aufgaben, die anstehen auf einen Zettel. Die arbeitst du sequentiell ab, danach streichst du sie durch. That´s it.

  1. Todo: Kunden zurückrufen
  2. Todo: Kapitel 3 aus Codename Glückskind ins Lektorat geben
  3. Todo: Blogartikel über REDESIGN schreiben

Die Aufgaben arbeitest du nacheinander ab. Ganz sachlich neutral und straight. Was am Ende des Tages übrig bleibst, lässt du stehen oder überträgst es auf einen neuen Zettel. Damit organisierst du ALLES.

Selbst wenn das mal zeitweise 2, 3 oder mehr Zettel werden. Damit du organisiert du deinen Tag, deine Woche und deinen Monat. Ich hatte hier schon 4 Zettel nebeneinander liegen. Gerade dann ist es wichtig den roten Faden im Auge zu behalten.

Aus den Augen aus dem Sinn

Der Hauptvorteil: Was erstmal aus dem Kopf ist, ist aus dem Sinn und du kannst dich auf Ergebnisse und Voranschreiten eines Punktes konzentrieren. Der vielbesagte FOKUS entsteht.

Wenn du noch keine Todo-Liste hast, dann beginne früh morgens als allererstes dir diese Liste zu erstellen. Schreib alles auf was erledigt werden muss.

Pro-Tipp #1: Schneide und formuliere die Aufgaben in einer Größenordnung in der sie bestmöglichst in 15 Minuten erledigt werden können. Auf jeden Fall sollte die Länge der Aufgaben unter 2 Stunden liegen. Und noch etwas:

Die Aufgaben müssen selbstbestimmt erledigt werden können. Frei von Abhängigkeiten. Nur dann ergibt dieses System einen logischen Sinn und funktioniert. Zum Beispiel nicht formulieren das Herr Meier den Angebotstext erstellt, sondern das der Angebotstext von dir empfangen wird.

Pro-Tipp #2: Platziere den oder die Zettel sichtbar auf deinem Schreibtisch. Wenn du genauso ein kreativer Chaot bist wie, dann solltest du besonders darauf achten den Zettel morgens als erstes sehen zu können. Es ist das erste was du siehst wenn du dich an den Schreibtisch setzt 🙂

Es sollte jeden Morgen deine erste Tat sein auf diesen Zettel zu schauen: Was steht dort drauf? Was muss als nächstes erledigt werden? Was darf noch aufgeschrieben werden? Welche Termine stehen heute an?

Das kann ein wichtiger Teil deiner neuen Routine sein.

It works, wenn du damit arbeitest

Es funktioniert, wenn du damit arbeitest. Jeder durchgestrichene ‚Todo‘ verschafft ein Erfolgserlebnis. Du siehst den Fortschritt, kannst dich besser fokussieren und lässt dich somit weniger ablenken.

Bei mir funktioniert es, also gehe ich davon aus, das es auch bei dir funktionieren wird – wenn du dich darauf einlässt und es einfach mal ausprobierst.

Pro Tipp #3 Eat the frog in the morning

Hier der dritte und letzte Tipp: Alle Aufgaben arbeitest du nacheinander ab und du isst den Frosch zum Frühstück.

Was bedeutet „Eat the frog in the morning“?

Morgens beginnst du mit der unangenehmsten, schlimmsten oder schwierigsten Aufgabe. Warum? Damit diese als erledigt ist. Danach arbeitest du alles andere ab.

Das unangenehmste ist dann aus deinem Kopf und du hast eine bessere Energie für den Tag. Außerdem bist du schon einmal maximal motiviert. Denn das schlimmste liegt hinter dir.

Das funktioniert auch hervorragend für die Hausarbeit. Denke auch dabei an den Impuls aus „Mach dein Bett!

Was am Ende des Tages übrig bleibt, wird auf einen neuen Zettel für den nächsten Tag übertragen.

Viel Erfolg beim Anwenden.

Schreib mir gerne auf Social Media wie dir der Tipp gefallen hat und deine Organisation verbessert hat!

Dazu passend: 5 Power Booster für mehr Motivation.

Was Unternehmer über schnelles Wachstum wissen sollten

KPIs, Gewinne und Umsätze: Wenn Unternehmen zwischen 50 und 300 Mitarbeitern sich schnell entwickeln und wachsen, dann haben die führenden Unternehmer meistens nur eins im Sinn: die Gewinn- und Umsatzzahlen.

Sie vergessen häufig die zentralen Säulen eines nachhaltigen Unternehmensaufbaus. Es sind nicht die Zahlen und Gewinne die das Unternehmen langfristig erfolgreich am Laufen halten.

Erfahren Sie mehr dazu in diesem kurzen Artikel.

Was berechtigt mich diesen Artikel zu schreiben?

Einige Unternehmer vertreten leider die Ansicht das man nur von den Menschen lernen kann, die schon dort sind wo sie hinwollen. Leider ist diese Aussage ein Irrtum. Sie beruht auf einem Denkfehler. Wenn das richtig wäre, müssten alle Unternehmen die von McKinsey, Ernst Young, Kearney und Co. beraten wurden die reinsten Ideenschmieden sein in denen die Menschen freudestrahlend einen Erfolg nach dem anderen feiern. Aber ist das so?

Unternehmer müssen folgendes wissen:

Richtig ist: Man sollte von den Menschen lernen die Wissen und Kompetenzen haben bestimme Probleme zu lösen. Menschen die Herausforderungen annehmen und lösen können. Die die Ursachen für Probleme ausmachen und beseitigen können. Die dafür einstehen. Experten die Lösungen, Formate, Strukturen oder funktionierende lebbare Prozesse kennen. Denker für gute Ideen. Menschen die über strategische Exzellenz, Weitsicht und Empathie verfügen. Die Changeprozesse auch dann durchziehen, wenn nicht jeder einzelne das Gesamtbild kennt oder versteht. Voranschreitende Leader die den Status Quo hinterfragen, neu denken und bestimmte Dinge selbst bei Gegenwind zum Wohle aller durchziehen.

Die richtigen Kompetenzen am richtigen Ort

Um es mit einem anderen Beispiel zu sagen: Nur weil jemand gut Fußball spielen kann, heißt das noch lange nicht, das er eine Weltmeister-Mannschaft aufstellen und strategisch zum Erfolg führen kann. Selbst Fußball-Nationaltrainer wird man nicht, wenn man gut Fußballspielen kann.

Auch wenn ich immer noch nicht weiß wie gut Yogi Löw wirklich auf dem Fußballplatz spielt, glaube ich das er mehr ein strategischer Denker als ein guter Fußballspieler ist. Jemand der menschliche Potentiale sehen kann, ein Team formieren und gut analysieren kann.

Im Umkehrschluss gedacht: Nicht weil jemand etwas gut kann, ist er auch geeignet dazu es wiederholbar anzuleiten oder anderen beizubringen. Ein guter Maurer ist noch lange kein guter Ausbilder. Wer große Ziele verfolgt sollte das beachten. Dort muss jedes Puzzleteil in das große Ganze passen.

Ich habe mich seit 2010 mit agiler Führung beschäftigt und schließlich 2015 einen massiven Changeprozess zur agilen Organisation entwickelt und umgesetzt. Ein Unternehmen mit 150 Mitarbeitern und 6.000 Kunden dort hin geführt. Danach hab ich eine Community mit mehr als 200 Menschen aufgebaut die sich mit dem Thema näher befasst hat. Dort habe ich das Wissen in die Breite getragen. Inzwischen habe ich mit mehr als 300 Menschen gearbeitet. Das ist meine Expertise. Einen Teil der Puzzleteile habe ich in meinem Buch „Magic Teams“ skizziert.

Der Erfolg kommt aber nicht vom Lesen, sondern vom Umsetzen in der jeweiligen Organisation und diese Arbeit ist nach wie vor hoch-individuell. Es gibt kein Schema-F das überall und für jeden funktioniert.

Typische Unternehmen beginnen irgendwann ihre Mitarbeiter durch KPIs, Prozessbeschreibungen, Formulare, extrinsische Ziele und detailliertes Management zu steuern. Das verhindert oftmals nicht nur persönliches und unternehmerisches Wachstum, sondern bremst auch die Innovationskraft sowie die Ausrichtung nach dem wahren Unternehmenszweck: dem Kunden.

Was jeder Unternehmer über schnelles Wachstum wissen sollte

1. Der Tag hat nur 24h – Zeit ist begrenzt

Das mag trivial klingen, aber ja, sehr vielen Unternehmern scheint diese Tatsache nicht bewusst. Ihr Zeitmanagement fliegt ihnen regelmäßig um die Ohren: Sie verpassen Termine oder können sie nicht wahrnehmen. Regelmäßig verpassen sie das Abendessen mit der Frau, kommen zu spät, haben zu wenig Zeit für sich oder vergessen die eigenen Kinder. Sie bewegen sich in ihrem eigenen Hamsterrad.

Der Fokus liegt oftmals vollständig auf dem eigenen Business und wenn der Tag 48 Stunden hätte, dann würden sie 48 Stunden arbeiten. Warum? Oftmals können sie nicht von ihrer Leidenschaft loslassen und haben viel zu viele parallele Projekte: Da ist das Aktiendepot, die Immobilien, das eigene Unternehmen, Kundentermine, Bühnenpräsenz, Mitarbeiterführung, Verkauf, neue Projekte, Gespräche mit Kooperationspartnern…

Sie sind vielleicht süchtig nach Arbeit und der Anerkennung im außen. Auch wenn es die persönliche Leidenschaft sein mag und großen Mehrwert liefert, dann vergessen sie sich doch manchmal selbst. Andere wichtige Säulen des Lebens gehen unter:

  • Gesundheit, resourcenorientiertes Denken und innere Balance
  • Partnerschaft, Familie, Freunde und soziales Umfeld
  • Hobbies, Freizeit und persönliche Ziele
  • Visionsarbeit und strategische Ausrichtung
  • Trends, Innovation und eigene Weiterentwicklung

2. Der Unternehmer wird zum Flaschenhals wenn er nicht clever delegiert

Wenn nur einer im Unternehmen verkaufen oder entscheiden kann, dann hängt alles von dieser Person ab. Aber schnell wachsende Unternehmen müssen clevere Entscheidungsstrukturen aufbauen, sonst skaliert es nicht. Mitarbeiter müssen entscheiden lernen und können. Dazu braucht es Klarheit und dazugehörige Entscheidungsstrukturen. Was darf ein Mitarbeiter selbst entscheiden und was nicht? Welche Aspekte müssen im Team entschieden werden? Wo entscheiden Führungskräfte? Was entscheidet der Unternehmer selbst?

3. Menschen unterschätzen neue Projekte

In der Startup-Kultur sind neue Projekte und Produkte oftmals kein Problem, aber im Laufe der Zeit wird es wichtiger das Business auszubauen. Dann sind da nicht nur laufende Prozesse, bestehende Produkte und Kunden, sondern eben auch neue und alles was neu ist erfordert erhöhte Energie und Aufmerksamkeit. Sehr schnell kann man sich hier verschätzen und verkalkulieren. Selbst wenn große Gewinne winken, dann werden neue Projekte meist unterschätzt. Die Qualität leidet. Interessierte Kunden springen ab und verlieren das Vertrauen.

Die operative Arbeit kollidiert mit der innovativen Arbeit. Projektarbeit trifft laufende Arbeit.

Das sagt der CHAOS-Report: Mehr als 50 % von Projekten verzögern sich in der Auslieferung, treffen nicht die erwartete Qualität oder schaffen nicht die Ergebnisse die der Kunde sich wünscht:

Punkt 4, 5,6 und 7 werde ich nur kurz skizzieren:

4. Wissen und Kompetenzen bestehender Mitarbeiter können nicht schnell genug auf neue Mitarbeiter übertragen werden, weil sie zu stark im Kerngeschäft eingebunden sind.

5. Konflikte können nicht ausreichend schnell und gut gelöst werden.

6. Die Kundenzufriedenheit wird aus den Augen verloren, die Produktqualität sinkt und damit die Weiteremfehlungsrate. Der Verkauf benötigt plötzlich viel höhere Anstreungen. Die Zahlen brechen ein.

7. Bestehende Mitarbeiter mögen das Kerngeschäft und die operative Arbeit im Griff haben, sind aber in der Regel keine guten Führungspersönlichkeiten die die Meta-Ebene einnehmen können. Damit werden neue Mitarbeiter nicht ausreichend angeleitet. Es entsteht viel Verschwendung.

Welche Lösungsoptionen gibt es?

Man braucht in solchen raschen Wachstumsphasen genau solche Menschen die nicht unbedingt gefallen wollen und müssen: Beobachter und Analysten die sehr schnell Engpässe und verborgene Konflikte erkennen können. Menschen mit systemischem Blick und Verständnis.

Menschen die Ideen liefern können wie das Unternehmen besser ausgerichtet werden kann und es – komme was wolle – in die Umsetzung bringen um große Ziele zu erreichen.

Agile Transformation im Mittelstand – und das Remote?

Teams, Produkt-Teams und Entwicklungsteams an ein Ziel zu führen ist herausfordernd genug. Dies noch auf Entfernung zu tun wird zur Königsdisziplin werden. Wenn Unternehmen bereits daran scheitern Projekte mit Menschen in einem Raum nicht zu bewältigen – wie soll oder kann es dann remote gelingen. Viele Unternehmer und Führungskräfte wird das zu ganz neuen Problemstellungen führen. Hier hilft auch kein simples Online-Seminar oder Einzelcoaching – das benötigt Begleitung vor Ort. Warum? Das erläutert dieser Artikel.

Schauen wir genauer hin: Mehr als 50 % von Digitalisierungsprojekten scheitern schon heute, liefern nicht die gewünschten Ergebnisse oder sind verspätet. Mitarbeiter sind unzufrieden, verausgaben sich, brennen aus oder schaffen es nicht die erforderlichen Kompetenzen auf zu bauen. Kunden sind unzufrieden.

Beides resultiert nicht nur in negativen Bewertungen und Kommentaren im Internet, sondern eben auch genau da wo es besonders weh tut: Die Bestands- oder Neukunden kaufen nicht mehr, wichtige Mitarbeiter springen ab, die Einarbeitung und das Recruting neuer Mitarbeiter verzögert massiv die Projekte.

Noch schlimmer ist das vorhandene Kunden den Wert der Produkte nicht oder nicht mehr sehen sehen, schätzen und nicht weiterempfehlen. Wenn hier nicht schnell genug gegengesteuert wird, kann es weiter bergab gehen.

Dann versucht man es mit enger Führung, Tools, Beratungsfirmen oder Prozessen. Die Arbeit für die Arbeit steigt. Die Begeisterung sinkt. Die Ergebnisleistung fällt weiter. Konflikte und Emotionen kochen hoch. Warum?

Das ist doch klar: Mehr vom selben führt nur zu mehr vom selben. Was ein Unternehmen in einer solchen Lage jedoch benötigt ist so etwas wie ein Jogi-Löw. Jemand der sich die Sache annimmt, beobachtet, einen Plan entwickelt, die Umsetzung vorbereitet und während des Spiels ganz gelassen die richtigen Entscheidungen trifft.

Genau so etwas brauchen moderne Unternehmen. Ein Joachim-Löw. Nennen Sie es Teamarchitekt, Business-Trainer oder Agile Coach. Ganz egal. Aber wenn es darum geht schnelle und gute Lösungen für Unternehmenserfolg und interne Prozesse zu finden, insbesondere auf Entfernung, dann braucht es Experten die damit Erfahrung haben.

Den meisten digitalen Unternehmen fehlt es an: emotionaler Intelligenz

Ich arbeite seit 10… 15 Jahren in diesem Feld, bin ausgebildeter Coach, Business-Trainer und Experte für agile Transformation im Mittelstand. Sprechen Sie mich an.

Was passiert, wenn ein Startup oder ein Unternehmensbereich zu schnell wächst?

Wenn ein Unternehmen in kürzester Zeit von 0 auf 100 oder mehr Mitarbeiter nach oben schießt, sich die Umsatz- oder Kundenzahlen drastisch verdoppeln oder vervielfachen dann dauert es meist nicht lange bis das Unternehmen relativ schnell stagniert oder sich negative Folgen für das Unternehmen entwickeln. Dabei müssen diese Folgen nicht unbedingt in Zahlen messbar sein. Oftmals sind sie es aber.

Selbst wenn kurzfristig die Gewinne steigen, bedeutet das längst kein nachhaltig gutes Unternehmensergebnis

Menschen die mit einem solchen Unternehmen in Kontakt stehen, sagen Dinge wie: „Wenn du dort arbeitest, ist es wie in einem Haifischbecken.“ oder „Von außen gut, von innen schlecht“, „Ich wurde vollkommen ausgelotet. Mir wurde irgendwann nicht mehr weitergeholfen.“, „Keine Ahnung was die dort fabrizieren, aber momentan scheint etwas ziemlich aus den Fugen zu laufen.“, „Schlechte Erfahrung, nicht zu empfehlen“ oder „Es gibt ein Führungs- oder Managementproblem.“

Den wenigsten ist dabei bewusst, das dieses Unternehmen längst einen externen Organisationsberater braucht.

Kickertisch und Champagner als Symptom nachhaltiger Kundenprobleme

Wächst ein Unternehmen zu schnell, dann wird nach und nach offensichtlicher, das es einzelne Menschen in dem Gesamtsystem gibt die möglicherweise sehr gut durchstarten und fast schon übervorteilt werden aber viele andere bleiben im Durchschnitt hängen oder scheiden aus. Es gibt kein ausbalanciertes Wachstum. Menschen bleiben enttäuscht zurück und Wachstum stagniert oder es sind massive Aufwände erforderlich um dem entgegen zu wirken.

Fluktuation steht meist für „kurzfristiges Denken“

Fluktuation und Wechsel gehören sicherlich zum normalen Lebenszyklus eines Unternehmens dazu, wenn aber in kurzer Zeit entweder zu viele Menschen ab- oder aufspringen, dann verliert das Unternehmen nicht nur seine Identität und seine Werte, sondern dann steht auch das Unternehmensgebäude schnell auf wackligen Füßen. Das spüren letztlich dann auch die Kunden: Im innen, so wie auch im außen. Es gibt viele Diskussionen, Konflikte und Reibungspunkte.

Selbst wenn Mitarbeiter mit Limosinen und Champagner feiern können oder das Leben an Tischkickern, Playstations und Grillfeiern genießen, werden sich Kunden im Laufe der Zeit mehr und mehr fragen wo die gebliebenen Versprechen bleiben, die sie gekauft haben. Unmut entsteht. Die Reputation des Unternehmens oder des Eigentümers leidet. Meistens völlig berechtigt und seien wir mal ehrlich: auch gute Kunden, Mitarbeiter und Neukunden sind irgendwoe begrenzt.

Woran erkennt man, das ein Unternehmen zu schnell oder negativ wächst?

  • Negatives Kundenfeedback, Reklamationen
  • Kunden wollen nicht mehr bezahlen
  • Kunden kaufen nicht weiter
  • Kunden empfehlen das Produkt oder die Dienstleistungen nicht mehr eigenständig weiter
  • Selbst massives Marketing, kostenlose Produkte und Incentives helfen nicht den Verkauf anzukurbeln
  • Mitarbeiter springen ab, leisten „Dienst nach Vorschrift“ oder brennen aus
  • Lieferanten begrenzen ihre Zuarbeit auf das Wesentliche
  • Innovationen und herausragende Leistungen können nicht mehr erreicht werden, ganz im Gegenteil, die Konkurrenz hebt sich ab, Kunden wechseln
  • Die Wettbewerbsfähigkeit sinkt: andere werden schneller oder besser
  • Authentizität und die Kernwerte des Unternehmens oder des Unternehmers gehen verloren

Die Gefahr der hohen Fluktuation

Verliert ein Unternehmen zu viele Menschen, egal ob Mitarbeiter oder Kunden, dann gehen die tragenden Systemsäulen verloren. Sie müssen sich das vorstellen als geht mit jedem Menschen ein wichtiger Wissens-, Kompetenz- und Energieträger verloren.

Jemand der praktisch die Strukturen, Menschen und Prozesse kennt. Das ist ein Mensch in den bereits schon massiv investiert wurde, jemand der selbst bereits massiv bezahlt hat. Der Verlust einer solchen Person ist dabei meist mit Geld kaum zu bemessen. Es ist wie wenn ein Familienmitglied geht. Allerdings auf eine andere Form, denn geht ein Mitarbeiter oder ein Kunde, dann wird er seinen neuen Weg kommunizieren und alles was er sagt – verbal oder non-verbal spricht schließlich gegen Ihr Unternehmen.

Durch einen verlorenen Kunden oder Mitarbeiter, gehen mindestens 7 weitere verloren.

Das Unternehmen muss plötzlich viel mehr Anstrengungen unternehmen um diese Situation durch Wachstum aufzufangen. Das Marketing und der Vertrieb brechen womöglich ein. Warum? Weil die primäre Verkaufssäule plötzlich nicht mehr wirkt: die eigenständigen Weiterempfehlungen, die sich vorher fast wie automatisch verbreitet haben.

Also sinkt die interne Qualität, dann sinken auch die Weiterempfehlungen. Oder wie Deming sagen würde:

Unternehmen müssen nicht wegen schlechter Arbeitsqualität, sondern allein wegen schlechter Führung schliessen.

Typische Startups und Unternehmensbereiche kommen irgendwann an einen Punkt, an dem Führung entscheidend für den Erfolg wird.

Wenn ein Startup aus den Kinderschuhen wächst, dann ist das häufig daran zu erkennen, das die meisten Mitarbeiter tierischen Spaß haben und feiern. Doch das ist die Vorderbühne. Wenn das passiert, dann weiß ich als Organisationsentwickler das auf der Hinterbühne gerade alles einbricht: Kunden springen ab, schlechte Rückmeldungen gehen ein, Verkaufszahlen gehen runter, Herausforderungen können nicht mehr bewältigt werden, Einwände einzelner Mitarbeiter können nicht mehr integriert werden. Alles läuft eigentlich auf Hochtouren um den Status Quo aufrecht zu erhalten. Doch ich weiß auch: Mehr vom selben, führt nur zu mehr selben Ergebnissen. Häufig kann die notwendige Änderung von innen heraus NICHT erfolgen.

Plötzlich fehlt es an allem: Lösungen, Zeit, Strukturen, Kompetenzen und vor allem Marktgeschwindigkeit. Die Unternehmen mit samt allen Mitarbeitern sind meistens massiv überfordert ohne es zu wissen. Es ist nur erkenn- und spürbar das irgendetwas falsch läuft. Aber nur die wenigsten nehmen diese Tatsache bewusst war.

Kritische Mitarbeiter werden plötzlich ausgelotet

Das spannende aber ist, das diese Menschen oftmals genau dafür gehasst werden. Sie verderben natürlich allen anderen den Spaß und den neuen Lifestyle. Dabei haben die Skeptiker genau an diesem Punkt oftmals Recht. Denn sie ahnen voraus, das die Qualität sinkt und das dies im Unternehmen zu unlösbaren Problemen führen wird, wenn nicht adäquat darauf reagiert wird.

Einwände müssen integriert werden. Das sagt uns jeder Organisationsexperte. Widerstand ist nicht nervig, sondern das lehrreichste was passieren kann. Es wird dann gefährlich wenn alle im Unternehmen einer Meinung sind und die „Gegner“ nicht mehr da sind und ihr Potential woanders einbringen wo sie mehr Wertschätzung oder Lohn erfahren.

Alle anderen im Unternehmen mögen diese Menschen natürlich nicht, denn solange sie dem Chef oder dem Eigentümer GEFALLEN und seinen Wertschätzungen unterliegen, fühlen sie sich sicher. Doch kein Unternehmen ist sicher, wenn es nur dem Eigentümer oder dem Inhaber gefällt. Das Unternehmen und dessen Ergebnisse müssen dem Kunden gefallen. Das zu erkennen erfordert allerdings massive Weitsicht und wird oftmals vom Einheitsbrei und hartem Konkurrenzkampf im Unternehmen geschluckt.

Oder… wieder… wie Deming sagen würde:

Du arbeitest nicht für den Chef, sondern für den Kunden.
Wer vorankommen will, muss zuerst die Eltern, dann die Lehrer und schliesslich die Vorgesetzten zufriedenstellen.

In einer auf Qualität statt Quantität ausgerichteten Tätigkeit hat diese Überzeugung keinen Platz mehr. Die Zufriedenheit des Kunden ist Verpflichtung für Mitarbeiter und Vorgesetzte gleichermassen.

Schade das Deming inzwischen verstorben ist. Er könnte sicherlich vielen Unternehmen und Startups an diesem Punkt helfen. Dennoch sind seine Lehren geblieben, wofür wir dankbar sein können.

Glücklicherweise gibt es kompetente Unternehmens-Coaches die in seinem Wissen schulen.

Kontaktieren Sie mich gerne, wenn Sie ein solches Unternehmen kennen das gute und schnelle Hilfe braucht. Ich bin mir sicher das ich an diesem Punkt weiterhelfen kann.

P.S. Die meisten Unternehmen folgen an diesem Punkt der typischen „Teile und Herrsche“-Logik aus dem alten Industriezeitalter. Aber auch das ist oftmals nicht die wirkliche Lösung:

Wenn wir ausgehend (…) Mitarbeiter und Gruppen (…) in Ringe einschliessen und dadurch voneinander trennen und konkurrenzierende Bestandteile schaffen, dann geht das System verloren.

Es zerstört sich selbst. Genau das wird sich einstellen, ja, genau das! Wenn Sie ein System in konkurrenzierende und damit riva lisierende Elemente auflösen, verlängern Sie zudem die Zeit von der Idee eines Produktes bis zur ersten Auslieferung an den Kunden. Sie behindern die Abläufe durch unnötige interne Auseinandersetzungen und verursachen damit Verluste. Die Grösse solcher Verluste ist nicht messbar.

Wiliam Edwards Deming, Pionier des Qualitätsmanagement, Physiker und Statistiker des letzten Jahrhunderts

Kontaktieren Sie mich.

„Wir werden durch die grössten Anstrengungen ruiniert!“

Wiliam Edwards Deming, Statistiker, Physiker und Pionier des Qualitätsmanagements muss bereits im letzten Jahrhundert geahnt haben, das die alten Industrie- und Wirtschafts-Gesetze von Henry Ford und Frederick Winslow Taylor nicht bis in die weite Zukunft tragen.

Deming formulierte viele Theoreme, eines war:

Demings erstes Theorem: „Niemand glaubt so richtig an Gewinn!“

und das zweite:

Demings zweites Theorem: „Wir werden durch die grössten Anstrengungen ruiniert!“

Was hat er damit sagen wollen?

Zum einen, das in den meisten Unternehmen oftmals ein zentrales Problem vorliegt: Kaum einer beschäftigt sich mit Gewinn. Die Unternehmenszahlen, die Differenz zwischen Aufwand und Nutzen interessiert oftmals kaum einen. Es existiert zudem kaum ein Verständnis für das Unternehmenssystem:

„Kaum einer interessiert sich für Gewinn“

Nicht nur das die internen Aufwände und Prozesskosten kaum transparent sind, nein, es wird überhaupt nicht darüber nachgedacht. Statt das wir uns damit beschäftigen Aufgaben, Projekte und Vorhaben zu schätzen – das wir Kosten und Nutzen stetig in Relation setzen, beschäftigen wir uns damit die Arbeit messbar und auswertbar zu machen.

Was folgt dann? KPIs, Centerrechnungen und Excel-Templates. Noch mehr Aufwand! Noch mehr Bürokratie und noch höhere Kosten für weniger Nutzen. Ein sogenannter „Wrong turn“, der weiter in die Sackgasse führt.

Nein. Deming hat gemeint das es wichtig ist den Gewinn eines Unternehmens in den Vordergrund zu setzen und ein Unternehmen nicht durch „größte Anstrenungen“, viel Einsatz, Engagement und Leistung zu ruinieren, sondern smart und clever vorzugehen.

Was das im Detail für jedes Unternehmen bedeutet, ist sicherlich hoch-individuell, aber die meisten Konzerne und Startups begehen heute leider alle sehr ähnliche Fehler. Ein spannendes Gebiet.

Auszug aus meinem Buch „Magic Teams

Wenn Sie den Eindruck haben, das es in Ihrem Unternehmen entsprechenden Nachholbedarf gibt, dann schreiben Sie mich gerne an. Ich unterstütze schnell wachsende Startups, Teams und Unternehmensbereiche bei hoher Komplexität und schaffe intelligente Strukturen die den Menschen zum Kundenvorteil in den Mittelpunkt stellen: Kontakt.

Weitere Theoreme von Deming:

  • Wer zur Entwicklung seiner Firma einen Beitrag leisten kann, wird darauf stolz sein.
  • Innovation kann nur durch Menschen entstehen, denen die Arbeit Freude macht.
  • Die Menschen haben ein Anrecht auf Freu de an der Arbeit.
  • Die Arbeitswelt erhält Qualität, wenn die Menschen stolz auf ihre Leistungen sein
  • können. Alles, was der Einzelne wünscht ist, mit Stolz tätig sein zu dürfen.
  • Warum wird den Leuten kein Stolz bei der Arbeit zugestanden?
  • Monetäre Belohnung bewirkt weniger als innerer Antrieb.