Die Kunst der kleinen Schritte

Fang mit kleinen Schritten an: Baby-Steps. Baby-Schritte? Ja, dann kommst Du (wieder) vorwärts. So einfach? Ja. Praktisch wie beim Laufen lernen. Warum? Naja, kleine umsetzbare Schritte und Handlungen sind besser als gar keine Handlungen.

Das ist im Grunde die Kunst wenn gar nichts mehr geht. Stell Dir die Frage: Was kann der kleinste Schritt sein um jetzt in die Handlung zu gelangen? Aufräumen? Müll rausbringen? Dann fang damit an.

Dann reflektierst Du wieder: Was jetzt? Wie geht es jetzt weiter?

Das mag für Außenstehende möglicherweise lächerlich wirken, ist aber für jemand mit Depressionen der Weg zurück ins Leben: Training. Schritt-für-Schritt wieder in die Umsetzung und Handlung. Das gibt nicht nur kleine Erfolgserlebnisse und Glücksmomente, sondern dadurch passieren oft neue Dinge. Es ergeben sich Impulse von außen, Ideen und Erfahrungen. Das Leben führt Dich.

Lass die Ursache los. Vergiss die Frage „Warum ist das so?“

Die Ursache dafür, dass (manchmal) gar nichts mehr geht, ist meist nicht erklärbar, aber die Frage ist auch ab einem gewissen Punkt nicht mehr relevant und wichtig. Die Ursache dafür ist uninteressant und die Suche mühselig. Was zählt ist viel mehr wie die Lösung lautet.

Nochmal zur Wiederholung, weil es so wichtig ist: Nicht die Ursache ist relevant, sondern die Schritte zur Lösung.

Warum ist das so wichtig? Jemand der depressiv ist, fragt sich im Grunde ohnehin viel zu oft warum die Situation so ist wie sie ist. Damit lebt er aber in der Vergangenheit. Die Frage ist also nicht wo die Ursache liegt, sondern wie man da rauskommt.

Was muss ich tun, denken, fühlen oder glauben um die Situation zu verändern?

Helfen können auch große Fragen: Was muss ich jetzt tun, denken oder glauben um Millionär zu werden? Wie kann ich diese Ursache heute setzen?

Das mag im ersten Moment Größenwahnsinnig klingen, ist aber für jemanden mit Depressionen äußerst hilfreich. Warum? Wenn das Ziel groß ist und gedacht werden kann, dann ist es nicht nur möglich, sondern entfaltet auch eine größere Energie. Gedanken sind nicht nur wirkende Kräfte, sondern das setzt auch ein viel größeres Potential nach außen frei. Warum? Depressionen sind oft nach innen gerichtet. Ein Aspekt von Druck. Entweder durch eigene Gedanken, Gefühle oder Dinge im außen.

Größere Ziele zu setzen entfaltet mehr Kraft als jetzt zu überlegen ob man sich jetzt eine Pizza in den Ofen schiebt oder ein Brot schmiert. Es geht darum die Gedanken so zu lenken, dass der Körper zu Kräften kommt.

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