{"id":20346,"date":"2026-09-19T07:23:39","date_gmt":"2026-09-19T05:23:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.patrick-koglin.com\/?p=20346"},"modified":"2026-09-19T07:23:45","modified_gmt":"2026-09-19T05:23:45","slug":"das-schwarze-peter-syndrom-wenn-systeme-sich-einen-schuldigen-suchen-scapegoating","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.patrick-koglin.com\/en\/2026\/09\/das-schwarze-peter-syndrom-wenn-systeme-sich-einen-schuldigen-suchen-scapegoating\/","title":{"rendered":"Das Schwarze-Peter-Syndrom: Wenn Systeme sich einen Schuldigen suchen (Scapegoating)"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Warum Organisationen, Familien, Gesellschaften und soziale Systeme manchmal einen Menschen zum Problem machen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was passiert eigentlich, wenn in einem System etwas nicht funktioniert? Die naheliegende Antwort lautet h\u00e4ufig: Man sucht nach der Ursache. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die weniger angenehme Wahrheit ist jedoch, dass Menschen und Organisationen nicht immer nach der Ursache suchen, sondern h\u00e4ufig zun\u00e4chst nach einem Verantwortlichen. Das Mindset: Irgendjemand muss schuld sein. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Toxisches Mindset<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Irgendjemand hat nicht geliefert, irgendjemand hat nicht funktioniert, irgendjemand hat nicht genug getan, nicht mitgezogen oder sich angeblich nicht ausreichend angestrengt. Und wenn sich eine solche Zuschreibung einmal etabliert hat, kann aus einem Menschen sehr schnell \u201edas Problem\u201c werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich bezeichne dieses Muster als <strong>Schwarze-Peter-Syndrom<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Begriff ist keine etablierte psychologische Diagnose, sondern eine anschauliche Beschreibung eines seit Langem untersuchten sozialen und organisationspsychologischen Ph\u00e4nomens: des <strong>Scapegoating<\/strong>, also der S\u00fcndenbockbildung. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein System konzentriert komplexe, diffuse oder schwer l\u00f6sbare Probleme auf eine Person. Diese Person wird zum Tr\u00e4ger dessen, was im System selbst nicht verarbeitet werden kann. Sie wird als schwierig, unzuverl\u00e4ssig, faul, inkompetent, illoyal oder \u201eanders\u201c markiert. Anschlie\u00dfend erscheint ihre Ausgrenzung pl\u00f6tzlich als L\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Entscheidende daran ist: Der S\u00fcndenbock muss nicht vollst\u00e4ndig unschuldig sein. Genau darin liegt eine der subtilsten Eigenschaften dieses Mechanismus. Ein Mensch kann tats\u00e4chlich Fehler gemacht haben und trotzdem zum S\u00fcndenbock werden. Scapegoating bedeutet nicht zwingend, dass s\u00e4mtliche Vorw\u00fcrfe erfunden sind. Es bedeutet vielmehr, dass reale oder vermeintliche Fehler einer Person eine Bedeutung bekommen, die weit \u00fcber ihren tats\u00e4chlichen Anteil hinausgeht. Aus einem Fehler wird ein Charaktermerkmal. Aus einem Konflikt wird ein Pers\u00f6nlichkeitsproblem. Aus einer schwierigen Phase wird \u201eFaulheit\u201c. Aus einer abweichenden Meinung wird \u201emangelnde Teamf\u00e4higkeit\u201c. Und aus einem individuellen Verhalten wird pl\u00f6tzlich die Erkl\u00e4rung f\u00fcr ein ganzes Systemversagen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum ist es f\u00fcr ein System so attraktiv, einen Schuldigen zu haben?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Komplexit\u00e4t ist psychologisch anstrengend. Wenn ein Unternehmen schlechte Ergebnisse erzielt, kann das an Strategie, F\u00fchrung, Prozessen, Ressourcen, Kommunikation, Marktbedingungen, Zielkonflikten, Anreizsystemen, Qualifikation, Priorisierung und zahlreichen weiteren Faktoren liegen. Wenn dagegen eine einzelne Person als Ursache identifiziert wird, wird die Welt einfacher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs liegt an ihm.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Satz besitzt eine enorme psychologische Entlastungsfunktion.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn wenn das Problem in einer Person liegt, muss sich das System selbst nicht ver\u00e4ndern. Die F\u00fchrung muss ihre Entscheidungen nicht hinterfragen. Kollegen m\u00fcssen ihre eigene Beteiligung nicht betrachten. Prozesse m\u00fcssen nicht analysiert werden. Kommunikationsmuster bleiben unangetastet. Strukturen m\u00fcssen nicht ver\u00e4ndert werden. Man kann die Person korrigieren, abmahnen, versetzen, ausschlie\u00dfen oder ersetzen \u2013 und anschlie\u00dfend das Gef\u00fchl entwickeln, man habe das Problem gel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau hier wird Scapegoating organisationspsychologisch interessant. Giuseppe Bonazzi unterschied bereits in seiner Untersuchung komplexer Organisationen zwischen einem eher <strong>expressiven<\/strong> und einem <strong>instrumentellen S\u00fcndenbockmechanismus<\/strong>. Der instrumentelle S\u00fcndenbock kann dabei sogar strategisch eingesetzt werden: Verantwortung wird nach unten oder zur Seite verschoben, damit sie h\u00f6here Hierarchieebenen nicht erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist ein wichtiger Unterschied. Nicht jede S\u00fcndenbockbildung entsteht bewusst und nicht jeder S\u00fcndenbockmechanismus ist eine kalkulierte Intrige. Manche entstehen aus Angst, \u00dcberforderung und Gruppendynamik. Andere k\u00f6nnen durchaus machtpolitische Funktionen erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum wird ausgerechnet einer bestimmten Person der Schwarze Peter zugeschoben?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Systeme verteilen Rollen nicht immer danach, wer objektiv den gr\u00f6\u00dften Anteil an einem Problem tr\u00e4gt. H\u00e4ufig wird die Person besonders angreifbar, die bereits au\u00dferhalb der dominanten Norm steht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer anders denkt, anders kommuniziert, weniger konform ist, sich nicht problemlos in bestehende Hierarchien einf\u00fcgt oder bereits als \u201eschwierig\u201c markiert wurde, kann besonders leicht zum Projektionsobjekt werden. Sobald sich eine entsprechende Erz\u00e4hlung etabliert hat, werden neue Beobachtungen bevorzugt so interpretiert, dass sie das bestehende Bild best\u00e4tigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist psychologisch bedeutsam. Menschen nehmen Informationen nicht vollkommen neutral wahr. Eine einmal etablierte Erwartung ver\u00e4ndert die Interpretation sp\u00e4terer Ereignisse. Wer als \u201efaul\u201c etikettiert wurde, dessen Ruhe wird anders interpretiert als die Ruhe eines anerkannten Leistungstr\u00e4gers. Der eine \u201earbeitet konzentriert\u201c, der andere \u201emacht nichts\u201c. Der eine setzt Grenzen, der andere \u201eist schwierig\u201c. Der eine hinterfragt Prozesse, der andere \u201eblockiert\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit ver\u00e4ndert sich nicht unbedingt das Verhalten des Betroffenen. Es ver\u00e4ndert sich zun\u00e4chst die <strong>Bedeutung<\/strong>, die andere diesem Verhalten geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist einer der Gr\u00fcnde, warum S\u00fcndenbockprozesse so stabil werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wann wird aus einem Menschen ein Spiegel f\u00fcr die Probleme des Systems?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die systempsychodynamische Forschung beschreibt Organisationen nicht ausschlie\u00dflich als rationale Strukturen aus Aufgaben, Prozessen und Rollen. Organisationen sind zugleich soziale und emotionale Systeme. Menschen bringen \u00c4ngste, Erwartungen, Unsicherheiten, Machtbed\u00fcrfnisse und Abwehrmechanismen in diese Systeme ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wilfred Bion beschrieb mit seinen Arbeiten zur Gruppendynamik, wie Gruppen unter hoher emotionaler Belastung in Denk- und Handlungsmuster geraten k\u00f6nnen, die weniger der rationalen Bearbeitung einer Aufgabe als der Regulation von Angst dienen. Isabel Menzies Lyth entwickelte diese Perspektive weiter und zeigte am Beispiel von Organisationen, wie soziale Strukturen selbst als Abwehrmechanismen gegen Angst funktionieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><em>&#8230;um ihre eigenen Themen und \u00c4ngste nicht anschauen zu m\u00fcssen<\/em><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der S\u00fcndenbock ist in diesem Zusammenhang besonders interessant: Er macht diffuse Angst konkret.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Statt \u201eWir wissen nicht, warum dieses System nicht funktioniert\u201c lautet die Geschichte pl\u00f6tzlich: \u201eEr funktioniert nicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Statt \u201eUnsere F\u00fchrung hat widerspr\u00fcchliche Erwartungen erzeugt\u201c hei\u00dft es: \u201eSie ist nicht belastbar.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Statt \u201eWir haben einen strukturellen Ressourcenmangel\u201c hei\u00dft es: \u201eEr arbeitet zu langsam.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Statt \u201eUnsere Prozesse erzeugen st\u00e4ndig unn\u00f6tige Reibung\u201c hei\u00dft es: \u201eSie ist unorganisiert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Psychologisch ist das ausgesprochen attraktiv. Ein diffuses Problem bekommt ein Gesicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was hat Carl Gustav Jung damit zu tun?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Carl Gustav Jung liefert hierf\u00fcr einen interessanten Bezugsrahmen: den <strong>Schatten<\/strong> und das Konzept der Projektion.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jungs Schatten bezeichnet vereinfacht jene Pers\u00f6nlichkeitsanteile, die dem bewussten Selbstbild widersprechen oder von diesem abgespalten werden. Werden solche Inhalte nicht integriert, k\u00f6nnen sie auf andere Menschen projiziert werden. Der andere wird dann zum Tr\u00e4ger dessen, was man an sich selbst oder am eigenen System nicht wahrnehmen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Gruppen l\u00e4sst sich diese Idee metaphorisch und organisationspsychologisch \u00fcbertragen. Die International Association for Analytical Psychology beschreibt ausdr\u00fccklich auch die M\u00f6glichkeit, dass eine Person oder Gruppe zum \u201egroup shadow\u201c, also zum Tr\u00e4ger eines Gruppenschattens, werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der interessante Punkt lautet deshalb nicht: \u201eDer S\u00fcndenbock ist eigentlich genau wie die anderen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das w\u00e4re wiederum eine unzul\u00e4ssige Vereinfachung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die interessantere Frage lautet: <strong>Welche Eigenschaften, \u00c4ngste oder Widerspr\u00fcche des Systems werden besonders stark an dieser Person wahrgenommen, w\u00e4hrend \u00e4hnliche Ph\u00e4nomene bei anderen ignoriert werden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein System, das selbst mit mangelnder Verbindlichkeit k\u00e4mpft, kann besonders empfindlich auf einen Menschen reagieren, der als unzuverl\u00e4ssig wahrgenommen wird. Ein System, das selbst Konflikte vermeidet, kann einen offenen Kritiker als \u201eaggressiv\u201c erleben. Eine Organisation, die selbst keine klare Strategie besitzt, kann einen Mitarbeiter mit abweichenden Vorstellungen als \u201eunkonstruktiv\u201c markieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Projektion bedeutet dabei nicht, dass die beobachtete Eigenschaft \u00fcberhaupt nicht vorhanden ist. Sie bedeutet, dass ihre psychologische Bedeutung durch das System verzerrt oder \u00fcberh\u00f6ht werden kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum lautet der Vorwurf so h\u00e4ufig \u201efaul\u201c, &#8222;m\u00fchelos&#8220; und unengagiert?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eFaul\u201c ist eine besonders praktische Zuschreibung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie verwandelt ein komplexes Leistungsproblem in eine moralische Eigenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn jemand wenig sichtbare Aktivit\u00e4t zeigt, kann es daf\u00fcr zahlreiche Gr\u00fcnde geben: fehlende Ressourcen, ineffiziente Prozesse, falsche Priorit\u00e4ten, Krankheit, \u00dcberforderung, schlechte F\u00fchrung, unklare Aufgaben, fehlende Kompetenz, Konflikte, private Belastungen oder schlicht eine andere Arbeitsweise.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eFaul\u201c beendet diese Analyse.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was einfach aussieht, kann nicht schwer sein<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn wenn jemand faul ist, braucht man die Rahmenbedingungen nicht mehr zu untersuchen und F\u00e4higkeiten oder Einsatz nicht sch\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau hier trifft sich die S\u00fcndenbocklogik mit W. Edwards Demings Systemdenken. Deming unterschied zwischen <strong>Common Causes<\/strong> and <strong>Special Causes<\/strong> von Variation. Common-Cause-Variation entsteht aus dem System selbst und seinen Rahmenbedingungen. Special Causes sind besondere, au\u00dfergew\u00f6hnliche Einfl\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Problem entsteht, wenn ein System systematische Probleme als individuelles Versagen interpretiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deming kritisierte genau diese Denkweise. Wenn Ergebnisse \u00fcberwiegend durch das System erzeugt werden, ist es wenig sinnvoll, einzelne Menschen f\u00fcr systemtypische Schwankungen verantwortlich zu machen. Die entscheidende Frage lautet dann nicht: \u201eWer hat versagt?\u201c, sondern: <strong>\u201eWelches System erzeugt dieses Ergebnis immer wieder?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist ein fundamentaler Perspektivwechsel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was passiert, wenn ein System einen Menschen einmal zum Problem erkl\u00e4rt hat?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann beginnt h\u00e4ufig ein selbstverst\u00e4rkender Kreislauf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zun\u00e4chst entsteht eine Zuschreibung. Danach wird selektiv nach Belegen gesucht. Neutrales Verhalten wird negativ interpretiert. Andere Menschen \u00fcbernehmen die Erz\u00e4hlung. Der Betroffene bemerkt die zunehmende Ablehnung und reagiert m\u00f6glicherweise defensiver, zur\u00fcckgezogener oder gereizter. Diese Reaktion wird wiederum als Beleg f\u00fcr die urspr\u00fcngliche Zuschreibung interpretiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So entsteht eine sich selbst best\u00e4tigende Dynamik.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSiehst du, genau so ist er.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der entscheidende Fehler liegt darin, dass das System die Reaktion auf seine eigene Behandlung als Beweis f\u00fcr die urspr\u00fcngliche Diagnose interpretiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer permanent unter Misstrauen steht, verh\u00e4lt sich irgendwann m\u00f6glicherweise misstrauischer. Wer st\u00e4ndig kontrolliert wird, verliert Eigeninitiative. Wer wiederholt ausgeschlossen wird, zieht sich zur\u00fcck. Wer permanent erkl\u00e4ren muss, warum er etwas anders macht, wird irgendwann defensiv.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das System produziert damit teilweise selbst genau das Verhalten, das es anschlie\u00dfend dem Betroffenen vorwirft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was sagt die systemische Perspektive dazu?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Systemisches Denken verschiebt die Aufmerksamkeit vom isolierten Individuum auf die <strong>Beziehungen zwischen Elementen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zentrale Frage lautet dann nicht mehr nur:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eWas stimmt mit dieser Person nicht?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">But rather:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eWelche Wechselwirkung zwischen Person, Rolle, Umfeld, F\u00fchrung, Regeln, Erwartungen und Kommunikation erzeugt das beobachtete Muster?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bedeutet ausdr\u00fccklich nicht, individuelle Verantwortung abzuschaffen. Systemisches Denken ist kein Freifahrtschein nach dem Motto \u201eNiemand ist schuld\u201c. Menschen k\u00f6nnen Entscheidungen treffen und Verantwortung tragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es bedeutet vielmehr, zwischen <strong>Verantwortung<\/strong> and <strong>monokausaler Schuldzuweisung<\/strong> zu unterscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Person kann f\u00fcr einen Fehler verantwortlich sein, w\u00e4hrend gleichzeitig das System Bedingungen geschaffen hat, unter denen dieser Fehler wahrscheinlicher wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau diese Unterscheidung ist auch f\u00fcr moderne Organisationsentwicklung entscheidend.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was kann das NLP dazu beitragen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch das NLP-Modell der logischen Ebenen nach Robert Dilts kann hier als Reflexionsmodell interessant sein \u2013 allerdings sollte man es nicht mit einem empirisch bewiesenen neuropsychologischen Modell verwechseln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Modell unterscheidet unter anderem zwischen <strong>Umwelt, Verhalten, F\u00e4higkeiten, \u00dcberzeugungen und Werten sowie Identit\u00e4t<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbertragen auf einen S\u00fcndenbockprozess zeigt sich eine typische Verschiebung: Aus einer Aussage \u00fcber Verhalten wird eine Aussage \u00fcber Identit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u201eEr hat diese Aufgabe nicht erledigt\u201c beschreibt Verhalten.<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eEr kann diese Aufgabe nicht erledigen\u201c beschreibt eine angenommene F\u00e4higkeit.<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eEr will diese Aufgaben nicht erledigen\u201c beschreibt eine angenommene Motivation oder \u00dcberzeugung.<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eEr ist einfach faul\u201c beschreibt schlie\u00dflich eine Identit\u00e4tszuschreibung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit wird aus einer beobachtbaren Handlung eine vermeintliche Wesenseigenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau an dieser Stelle lohnt sich professionelle Prozessarbeit: Was wurde tats\u00e4chlich beobachtet? Was wurde interpretiert? Welche Annahmen wurden hinzugef\u00fcgt? Welche Alternativerkl\u00e4rungen existieren? Welche Ebene wird gerade miteinander verwechselt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Differenzierung kann helfen, eine festgefahrene Erz\u00e4hlung wieder zu \u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie erkennt man, dass ein System einen S\u00fcndenbock produziert?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Warnsignal ist, wenn ein Problem immer wieder auf dieselbe Person reduziert wird, obwohl \u00e4hnliche Schwierigkeiten auch an anderen Stellen auftreten. Ein weiteres Warnsignal ist eine auff\u00e4llige Diskrepanz zwischen der Komplexit\u00e4t des Problems und der Einfachheit der Erkl\u00e4rung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Sprache kann Hinweise liefern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn pl\u00f6tzlich h\u00e4ufig Begriffe wie \u201eimmer\u201c, \u201enie\u201c, \u201etypisch f\u00fcr ihn\u201c, \u201eschon wieder\u201c, \u201eder ist einfach so\u201c oder \u201emit dem kann man nicht\u201c verwendet werden, wird aus einer konkreten Beobachtung m\u00f6glicherweise eine globale Identit\u00e4tszuschreibung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders kritisch wird es, wenn Gegenbelege nicht mehr zugelassen werden. Dann wird die Person nicht mehr anhand ihres tats\u00e4chlichen Verhaltens beurteilt. Vielmehr wird ihr Verhalten anhand des bereits etablierten Bildes interpretiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das System hat dann keine Person mehr vor sich, sondern eine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und Rollen k\u00f6nnen erstaunlich hartn\u00e4ckig sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie kann ein System diesen Mechanismus durchbrechen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste Schritt besteht darin, die Person und das Problem wieder voneinander zu trennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Statt \u201eWarum ist dieser Mitarbeiter so schwierig?\u201c sollte gefragt werden: <strong>\u201eWelches konkrete Verhalten beobachten wir?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danach folgt die zweite Frage: <strong>\u201eUnter welchen Bedingungen tritt dieses Verhalten auf?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann: <strong>\u201eTritt das Problem auch bei anderen Personen auf?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und schlie\u00dflich: <strong>\u201eWelche Eigenschaften unseres Systems k\u00f6nnten dieses Verhalten beg\u00fcnstigen?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Fragen sind wesentlich produktiver als die Suche nach einem Schuldigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Demings Perspektive w\u00fcrde zus\u00e4tzlich verlangen, Daten und Prozessverl\u00e4ufe zu betrachten. Nicht eine einzelne Beobachtung sollte zur Charakterdiagnose werden. Man muss untersuchen, ob tats\u00e4chlich ein individuelles Muster vorliegt oder ob die beobachtete Abweichung innerhalb der normalen Variation des Systems liegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Frage nach den Anreizstrukturen ist wichtig. Welche Verhaltensweisen belohnt das System? Welche bestraft es? Welche Informationen erreichen die F\u00fchrung? Welche werden zur\u00fcckgehalten? Welche Konflikte d\u00fcrfen offen angesprochen werden? Welche werden sanktioniert?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn manchmal ist nicht derjenige das Problem, der auf einen Fehler hinweist. Manchmal ist er derjenige, der den Fehler sichtbar macht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was kann der Einzelne tun, wenn er zum Schwarzen Peter geworden ist?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die schwierigste Aufgabe besteht darin, die fremde Zuschreibung nicht automatisch zur eigenen Identit\u00e4t zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer lange genug h\u00f6rt, er sei faul, schwierig, inkompetent oder problematisch, beginnt irgendwann m\u00f6glicherweise selbst, die eigene Realit\u00e4t durch diese Brille zu betrachten. Das ist psychologisch gef\u00e4hrlich, weil eine Fremdzuschreibung dann zu einem inneren Glaubenssatz werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb ist eine saubere Trennung notwendig:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was ist tats\u00e4chlich passiert? Was wurde beobachtet? Was wurde behauptet? Was kann ich selbst beeinflussen? Was liegt au\u00dferhalb meines Einflussbereichs? Und welche Geschichte erz\u00e4hlt das System \u00fcber mich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Fragen schaffen wieder Differenzierung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenso wichtig ist es, nicht jede Auseinandersetzung gewinnen zu wollen. Ein dysfunktionales System l\u00e4sst sich nicht immer durch bessere Argumente reparieren. Manchmal ist die wichtigste Erkenntnis gerade die, dass man sich in einer Struktur befindet, deren Stabilit\u00e4t davon abh\u00e4ngt, dass bestimmte Dinge nicht ausgesprochen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann kann die sinnvollste Strategie nicht darin bestehen, den eigenen Ruf innerhalb des Systems um jeden Preis wiederherzustellen. Sie kann vielmehr darin bestehen, die eigene Handlungsf\u00e4higkeit au\u00dferhalb der bisherigen Zuschreibung zur\u00fcckzugewinnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was w\u00e4re die reifere Alternative zum Schwarzen-Peter-Prinzip?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein reifes System fragt nicht zuerst: <strong>\u201eWer ist schuld?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es fragt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>\u201eWas ist passiert?\u201c<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>\u201eWelche Faktoren haben dazu beigetragen?\u201c<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>\u201eWas davon liegt im Einfluss einzelner Personen?\u201c<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>\u201eWas davon wird durch unsere Strukturen erzeugt?\u201c<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>\u201eWas k\u00f6nnen wir aus dem Ereignis lernen?\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist der Unterschied zwischen einer <strong>Schuldkultur<\/strong> und einer <strong>Lernkultur<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Schuldkultur braucht T\u00e4ter und Opfer. Die Lernkultur braucht Informationen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Schuldkultur sucht Personen. Die Lernkultur untersucht Prozesse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Schuldkultur sch\u00fctzt Identit\u00e4ten. Die Lernkultur korrigiert Systeme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und genau deshalb ist das Schwarze-Peter-Syndrom letztlich nicht nur ein psychologisches Problem. Es ist ein <strong>Organisations- und F\u00fchrungsproblem<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein System, das regelm\u00e4\u00dfig Menschen braucht, die f\u00fcr seine Widerspr\u00fcche verantwortlich gemacht werden k\u00f6nnen, hat m\u00f6glicherweise weniger ein Personalproblem als ein Reflexionsproblem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die vielleicht wichtigste Frage lautet deshalb nicht:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eWer ist hier der Schwarze Peter?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">But rather:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eWas m\u00fcssten wir \u00fcber unser eigenes System erkennen, wenn wir niemanden mehr zum Schwarzen Peter machen d\u00fcrften?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dort beginnt echte Systementwicklung.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Eagle, J. &amp; Newton, P. M. (1981):<\/strong> <em>Scapegoating in Small Groups: An Organizational Approach.<\/em> Human Relations. <a href=\"https:\/\/journals.sagepub.com\/doi\/10.1177\/001872678103400403?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SAGE \/ Human Relations<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Bonazzi, G. (1983):<\/strong> <em>Scapegoating in Complex Organizations: The Results of a Comparative Study of Symbolic Blame-Giving in Italian and French Public Administration.<\/em> Organization Studies. <a href=\"https:\/\/journals.sagepub.com\/doi\/10.1177\/017084068300400101?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SAGE \/ Organization Studies<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Deming Institute:<\/strong> <em>Knowledge of Variation<\/em> \u2013 Common Cause vs. Special Cause und systemische Verbesserung. <a href=\"https:\/\/deming.org\/knowledge-of-variation\/?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">W. Edwards Deming Institute<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Deming Institute:<\/strong> <em>The Need for Understanding Variation to Manage Effectively<\/em> \u2013 System of Profound Knowledge. <a href=\"https:\/\/deming.org\/the-need-for-understanding-variation-to-manage-effectively\/?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">W. Edwards Deming Institute<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>International Association for Analytical Psychology:<\/strong> <em>The Shadow<\/em> \u2013 Jung, Projektion und Gruppenschatten. <a href=\"https:\/\/iaap.org\/jung-analytical-psychology\/short-articles-on-analytical-psychology\/the-shadow\/?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IAAP \u2013 The Shadow<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Petriglieri, G., Petriglieri, J. &amp; Ely, R. (2017):<\/strong> <em>The Return of the Repressed: System Psychodynamic Approaches to Organization Studies.<\/em> Academy of Management. <a href=\"https:\/\/journals.aom.org\/doi\/10.5465\/AMBPP.2017.11009symposium?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Academy of Management<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Bachmann, T. &amp; Willermann, L. (2024):<\/strong> <em>Zur Wirksamkeit von systemischem Coaching im Arbeits- und Organisationskontext \u2013 Eine Metaanalyse.<\/em> Springer. <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s11613-024-00910-1?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Springer Nature<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Pfeifer, C. (2022):<\/strong> <em>Logische Ebenen nach R. Dilts und die Systemmatrix.<\/em> Psychotherapie im Dialog \/ Thieme. <a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.com\/products\/ejournals\/html\/10.1055\/a-1711-8275?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Thieme Connect<\/a><\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum Organisationen, Familien, Gesellschaften und soziale Systeme manchmal einen Menschen zum Problem machen Was passiert eigentlich, wenn in einem System etwas nicht funktioniert? Die naheliegende Antwort lautet h\u00e4ufig: Man sucht nach der Ursache. 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