Abgefunden

[Intro]
Zu viele Neins
Zu viele Fragen
Zu viele Schnitte
Zu viele Narben (yeah)

[Verse 1]
War immer der, der zu viel fühlt
ihr habt gelacht, ich hab gekühlt
Tränen getrocknet mit Zynismus
Herz wie Beton, das ist kein Witz, Duss
Jedes „vielleicht“ war nur Verzögerung
aus „Wir melden uns“ wird Verblödelung
Jede Zusage wird zur Absage
jedes Kompliment trägt ‘ne Grabplatte

„Du bist zu leise, du bist zu still“
bis ich explodier, weil ich platzen will
„Du bist zu komisch, du passt hier nicht“
okay, akzeptiert, ich hass’ euch nicht
Aber ich merk’, es frisst mich auf
wie ihr mich dreht, wie ihr mich braucht
nur wenn ihr wen zum Treten sucht
und dann sagt: „War Spaß“, so tut ihr gut

[Chorus]
Abgefunden, abgefunden
alleine zu bleiben, alleine verschwunden
Zu viele Neins, zu viele Wunden
zu viele Stimmen, die in mir schunden
Abgefunden, abgefunden
ein Leben im Schatten, fern von den Kunden
Eure Beschimpfungen tief in den Stunden
ich bin besser allein, ja, besser entbunden

[Verse 2]
Ihr nennt mich hässlich, nennt mich dumm
bis meine Seele taub und stumm
„Wer willst du sein? Du bist doch nix“
ihr seid so laut, das sitzt, das frisst
Hab mich entschuldigt für mein Dasein
für jeden Atemzug, jedes „Darf ich rein?“
Hab mich verbogen, hab mich verzogen
für eure Launen, eure Lügenlogen

Zu viele Chats, die blau verbleichen
zu viele Treffen, die nie erreichen
„Hab dich vergessen“, „War nur Stress“
wieder ’ne Lüge, wieder Dreck
Ich war die Pointe von euren Witzen
das Müllfach für euren Gift-Mix drin
Jetzt ist hier Ruhe, nur mein Raum
mein kleiner Käfig, mein letzter Traum

[Chorus]
Abgefunden, abgefunden
alleine zu bleiben, alleine verschwunden
Zu viele Neins, zu viele Wunden
zu viele Stimmen, die in mir schunden
Abgefunden, abgefunden
ein Leben im Schatten, fern von den Kunden
Eure Beleidigungen brennen Sekunden
doch die Narben, die bleiben, tief unten

[Bridge]
Keiner mehr, der mich zerreißt
keiner mehr, der mich vergleicht
Keiner, der „Spast“ sagt, „Opfer“, „Dreck“
nur mein Echo, das leise weg
Ich hab gelernt, mich zu verbannen
eigene Mauern, eigene Kanten
Vielleicht ist Frieden das, was bleibt
wenn keiner mehr von außen schreit

[Chorus]
Abgefunden, abgefunden
alleine zu bleiben, alleine verschwunden
Zu viele Neins, zu viele Wunden
zu viele Tränen, die innen verstummen
Abgefunden, abgefunden
ein Herz hinter tausend verriegelten Zungen
Einfach besser allein, so wie ich bin
für immer allein, doch endlich drin