
[Verse 1]
Du sagst, es wird schon gut
und meinst, es wär mir klar
mit diesem Plastik-Lächeln
wie ’n Abschied aus der Bar
„Ist halt jetzt so wie es ist“
deine Lieblings-Phrase
du packst mein Herz in ’nen Karton
und schiebst es unterm Tresen
„Leute ändern sich“ – klar
steht in jedem Billig-Post
du redest wie ’n Glückskeks
doch du frisst an meiner Brust
Du sagst: „Ich muss auch mal an mich denken“
und schaust mir nicht mehr in die Augen
du nennst es Wachstum
ich nenn es sauber abgehauen
[Chorus]
Wie leicht du loslässt
(als wär ich nur Gewicht)
du nennst es „neue Wege“
ich nenn es Gift im Licht
Wie salopp du gehst
als wär das hier nur Pflicht
deine Worte klingen edel
doch sie fressen mein Gesicht
Du verkaufst dein Wegseh’n als Reife
als wär Kälte ein Talent
du sagst: „Ich kann grad nicht mehr geben“
und nimmst, was von mir noch brennt
[Verse 2]
„Ich spür das gerade nicht“
kein Satz, nur ein Skalpell
du schneidest uns in Stücke
und nennst das spirituell
„Ich muss mich selbst priorisieren“
klingt wie aus ’nem Ratgeber
doch ich lieg da auf dem Boden
zwischen deinen leeren Regeln
Du sagst: „Wir bleiben immer cool“
während ich grad innerlich erfrier
du stellst den Stuhl behutsam hin
und ziehst dann einfach mir den Stuhl weg hier
Du redest von „geänderten Bedürfnissen“
als wär ich altes Inventar
ein Kleid, das dir nicht mehr passt
hängt jetzt einsam in dem Schrank
[Chorus]
Wie leicht du loslässt
(als wär ich nur Gewicht)
du nennst es „neue Wege“
ich nenn es Gift im Licht
Wie salopp du gehst
als wär das hier nur Pflicht
deine Worte klingen edel
doch sie fressen mein Gesicht
Du verkaufst dein Wegseh’n als Reife
als wär Kälte ein Talent
du sagst: „Ich kann grad nicht mehr geben“
und nimmst, was von mir noch brennt
[Bridge]
Du redest Menschlichkeit kaputt
mit Phrasen, glatt wie Glas
kein Schrei, kein klares „Es ist aus“
nur ein höfliches Verblass’n
Du sagst: „Wir bleiben uns verbunden“
und löschst die Bilder aus dem Handy
nennt sich Freiheit, nennt sich Selbstschutz
doch die Freiheit liegt hier brennend
[Chorus]
Wie leicht du loslässt
(als wär ich nur Gewicht)
du nennst es „neue Wege“
ich nenn es Gift im Licht
Wie salopp du gehst
als wär das hier nur Pflicht
deine Worte klingen edel
doch sie fressen mein Gesicht
Du verkaufst dein Wegseh’n als Reife
als wär Kälte ein Talent
du sagst: „Ich kann grad nicht mehr geben“
und nimmst, was von mir noch brennt (oh)