
[Intro]
(Hey)
Sie stellen Kids nach vorn
und sagen, das ist Zukunft
doch irgendwo im Off
zieht einer still die Fäden
[Verse 1]
Er steht auf der Bühne, redet von 6K
Kinder im Chor, sie schreien: „Bleib weg!“
Sie halten Pappschilder, Text war nicht ihrer
ein Erwachsener schreibt, macht sie zu Spiegeln seiner
Er sagt: „Ich kämpf für euch, ich verlass euch nie“
doch was er wirklich jagt, ist die eigene Idee
er klebt sein Gesicht in die Köpfe der Kleinen
damit alle später sagen: „Schau, die Kinder weinen“
Er zeigt auf den Mann, der für Träume geht
„Der ist gefährlich, er zerstört, was euch fehlt“
Er stellt ihn als Feind hin, als dunklen Riesen
damit Kinder ihn hassen, bevor sie ihn kennen, sie verlieren
[Chorus]
Kinder sind kein Werkzeug
keine Wand für eure Wut
lasst sie rennen, lasst sie suchen
lasst sie Fehlern, lasst sie Mut
Ihr klaut ihnen die Träume
für ein fremdes Argument
und dann fragt ihr in den Scherben
warum hier keiner mehr brennt
[Verse 2]
Er flüstert den Kids: „Geld macht dich kalt“
„Wer nach oben will, vergisst uns alle bald“
Er macht aus Erfolg ein Gespenst im Schrank
damit keiner sich traut, aus dem Dorf, aus dem Rand
Er zeigt ihnen Bilder von Glanz und Fall
aber schneidet die Wege dahin einfach raus
„Siehst du den Mann da? Der denkt nur an sich“
doch eigentlich kämpft der nur endlich für sich
So wird aus Fortschritt ein Schimpfwort im Klassenzimmer
„He, träum nicht so groß“ – und das Gift sickert immer
in Hefte, in Herzen, in Pausengespräche
bis kein Kind mehr fragt: „Wie hoch geht die Strecke?“
[Chorus]
Kinder sind kein Werkzeug
keine Wand für eure Wut
lasst sie rennen, lasst sie suchen
lasst sie Fehlern, lasst sie Mut
Ihr klaut ihnen die Träume
für ein fremdes Argument
und dann fragt ihr in den Scherben
warum hier keiner mehr brennt
[Bridge]
[Beat fällt kurz zurück, Stimme trocken, fast gesprochen]
Er benutzt eure Stimmen, doch bestimmt, was ihr singt
er malt euch die Welt, doch er färbt sie nach ihm
er nimmt euch den Mann, der euch zeigt, was so geht
und sagt: „Bleib auf dem Boden, bevor du verstehst“
So stirbt eine Firma, bevor sie beginnt
so bricht ein Gedanke im Kopf eines Kinds
so rostet ein Land, das sich selber verklagt
weil es jedem, der aufsteht, ein Kind vor ihn stellt und sagt:
[Chorus]
Kinder sind kein Werkzeug
keine Wand für eure Wut
lasst sie rennen, lasst sie suchen
lasst sie Fehlern, lasst sie Mut
Ihr klaut ihnen die Träume
für ein fremdes Argument
und dann fragt ihr in den Scherben
warum hier keiner mehr brennt
[Outro]
Lasst den Mann für Träume gehen
lasst die Kinder selber sehen
ohne Skript in kleiner Hand
erst dann wächst aus ihnen Land