16. Oktober | Druck erzeugt Gegendruck – Wie man schwierige Konflikte mit Leichtigkeit löst (Teil 1)

Wenn wir Kommunikation dazu nutzen den anderen unter Druck zu setzen, dann wird uns gleiches widerfahren. Druck erzeugt meistens Gegendruck.

Die reinste und respektvollste Kommunikationsform basiert hingegen auf Bedürfnisäußerung und Bedürfniserfüllung um nicht zu sagen auf achtsamer Kommunikation.

Im Fokus stehen dabei die eigenen Emotionen, Bedürfnisse und Interessen die mit Ich-formulierte-Botschaften zum Ausdruck gebracht werden können, wie z. B. „Ich wünsche mir…“, „Ich brauche…“, „Ich glaube…“, „Damit ich gut mit dir arbeiten/leben kann, benötige ich…“.

Das klingt möglicherweise im ersten Moment sehr eigenartig, funktioniert aber, weil damit unbewussten Urteilen und Angriffen praktisch der Wind aus den Segeln genommen wird.

Richtig angewandt wird damit ein Wunsch entweder erfüll- oder diskutierbar.

Wenn man das in der beruflichen oder partnerschaftlichen Praxis anwendet wird damit schon vieles leichter. Vor allem dann, wenn der andere das Bedürfnis mit Leichtigkeit erfüllen kann.

In den meisten Fällen ist das möglich. Die wenigsten Menschen sprechen von unerreichbarem Zielen. In den meisten Fällen aber scheitert es an der Grundlage dieser Art von Kommunikation.

Aber auch bei der klarsten und besten Kommunikation kann es natürlich nach wie vor zu Konflikten kommen. Nämlich dann, wenn sich zwei geäußerte Bedürfnisse gegenüberstehen.

Wie kann man solche Konflikte lösen?

Man muss hier sicherlich zwischen partnerschaftlichen oder kollegialen Beziehungen auf Augenhöhe und hierarchischen Strukturen wie z. B. zwischen eine Führungskraft und einem Mitarbeiter oder zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer unterscheiden.

Betrachten wir zunächst den Kontext von Partnerschaften: Wie können solche Konflikte in Partnerschaften gelöst werden?

In gleichberechtigten und gleichwertigen Beziehungen, stehen in solchen Fällen manchmal zwei Bedürfnisse auf Augenhöhe gegenüber und es ist keine Lösung in Sicht. Dann gibt es einen offenen oder verdeckten Konflikt.

Das passiert natürlich umso öfters umso gesünder die Beziehung aufgebaut ist. Denn eine gesunde Beziehung basiert auf der Form der Gleichwertigkeit, dem gleichen Recht auf Bedürfnisäußerung und -erfüllung.

Welche Möglichkeiten gibt es in einem solchen Fall? Wichtig ist zunächst einmal zu erkennen und sich bewusst zu machen, dass sich tatsächlich zwei Bedürfnisse unauflösbar gegenüberstehen. Beide Seiten sollten diese Erkenntnis haben. Das hat zudem den Vorteil, dass man einen verborgenen Konflikt schon einmal zu einem offenen und sichtbaren Konflikt macht. Erst dann wird ein verborgener Konflikt überhaupt lösbar.

Das geht natürlich nur oder besser, wenn beide Parteien sich wirklich auch gleichwertig und gleichberechtigt fühlen, sowie dann von sich, ihren Gefühlen und Zielen sprechen.

Das zu formulieren ist Schritt 1 und die Grundvoraussetzung zur Lösung. Diesen Gegensatz zu erkennen ist schließlich Schritt 2 und das ganze aufzulösen dann die Königsdisziplin.

Wenn man will, kann man Schritt 2 durch Aufschreiben visualisieren: „Ah, das ist also unser Konflikt. Interessant! Hier steht Bedürfnis A also gegen Bedürfnis B.“ Wenn man sich diesem Aspekt bewusst wird, ist bereits viel getan. Das nimmt viel Reibungskraft.

Wie lässt sich ein solcher Konflikt schließlich auflösen? In gleichberechtigten Beziehungen findet sich bei gegensätzlichen Bedürfnissen entweder ein Kompromiss bei dem einer nachgeben muss oder es findet sich eine andere Lösung. Der einfachste Fall ist natürlich nach wie vor das einfach jemand das Bedürfnis erfüllen kann. Dazu muss es nachvollziehbar formuliert sein. Ein negativer Satz ohne tatsächliche Handlungsanweisung hilft da relativ wenig.

Ein Beispielsatz „Ich fühle mich nicht respektiert.“ Kann nicht vom Gegenüber erfüllt werden. Der Satz muss positiv und als Wunsch formuliert sein, z. B.: „Ich fühle mich von dir respektiert, wenn du mir einmal pro Monat Blumen mitbringst.“ Dieser Satz ist erfüllbar – auch wenn er vielleicht für den ein oder anderen nicht viel Sinn ergibt. Das ist ja das konträre in Beziehungen: Zwei Ansichten und Weltbilder stehen sich gegenüber. Es bedarf an Empathie und Verständnis dem Wunsch des anderen nachzugehen.

Wenn das nicht möglich ist, kann man natürlich auch zum Entschluss kommen, dass man sich nicht einig wird. Dann ist es im ersten Moment möglicherweise sinnvoll eine Pause einzuberufen bevor man alle Energie auf den Konflikt richtet und nicht weiterkommt.

Man kann jedoch auch den Satz verhandeln: „Wie genau meinst du das, was haben die Blumen mit dem Respekt zu tun?“. Auf diese Art und Weise erfährt man etwas mehr über die Tiefenstruktur des anderen und sein wahres Grundbedürfnis.

Das ist aber schon fast die Meisterschaft, wenn es einem auf diese Art und Weise gelingt eine Lösung herbeizuführen.

Nehmen wir mal an auch das gelingt nicht, dann hilft die besagte Pause.

Alternative: Zeitlicher Abstand

Mit hoher Wahrscheinlichkeit findet sich mit etwas Abstand eine andere Lösung. Manchmal fällt einem selbst eine Idee ein oder man stößt vielleicht in einem Buch oder ein Gespräch darauf. Es kann ein Werbeclip sein, ein Radiosprecher oder selbst ein Film der einem weiterhelfen kann. Alles ist mit etwas Geduld und Gelassenheit möchte.

Falls das über längeren Zeitraum nicht der Fall ist und die Fronten derart verhärtet sind das sich wirklich kein Entgegenkommen oder Wachstum zeigt, muss man sicherlich nach anderen Alternativen schauen. Das kann eine Moderation durch einen Dritten, ein Einzelcoaching oder natürlich im Ernstfall auch schließlich, je nach Art des Konflikts, leider tatsächlich die Trennung sein.

In den meisten Fällen jedoch lassen sich Konflikte sicherlich ohne Trennung lösen. Ich würde sogar behaupten das in 98 % der Fälle gelingt.

In den einfachsten Fällen wie gesagt natürlich indem geäußerte Bedürfnisse einfach erfüllt werden – vorausgesetzt man geht keinen faulen oder bequemen Kompromiss ein, sondern prüft wirklich ob man dem anderen das Verständnis zu 100% geben und nachgeben kann.

Was aber, wenn keine Zeit zum Warten ist und keine Lösung in Sicht ist?

In den meisten Fällen hilft sicher Ablenkung und Abstand um zu einer Lösung zu kommen oder sie zu entwickeln. Wenn aber sofort eine Entscheidung gefällt werden muss, weil andernfalls große Verluste oder Gefährdungen drohen, was dann?

Wenn tatsächlich dieser selten Fall auftritt das eine Entscheidung unmittelbar getroffen werden muss, dann muss sie schließlich von einer Partei übernommen werden.

Es gibt solche Situationen tatsächlich im Leben, Momente in denen es wirklich nicht anders geht. Allerdings ist das sehr selten, mir persönlich ist das in 10 Jahren ein oder zweimal so gegangen. Dann muss man eine Entscheidung treffen, einen Weg einschlagen und rückblickend darüber sprechen.

Zusammengefasst haben wir damit folgende Lösungsstrategien für Konflikte in gleichberechtigten und gleichwertigen Partnerschaften:

  1. Bedürfnis artikulieren / erfüllen
  2. Nachgeben
  3. Kompromiss finden
  4. Alternative Lösung finden
  5. Abstand gewinnen und Pause machen
  6. Beziehung im seltenen, nicht auflösbaren Fall trennen
  7. Im dringenden Ernstfall einfach eine Entscheidung treffen

In geschäftlichen Beziehungen sind die Lösungsstrategien meist etwas anders.

Darüber schreibe ich in einem der nächsten Beiträge. Sei gespannt!

Falls du ein Coaching nutzen willst um das Ganze zu reflektieren oder einen Konflikt, egal ob beruflich oder privat gewinnbringend lösen willst, dann nehme gerne Kontakt für ein kostenpflichtiges Coaching auf.

Jetzt erstmal vielen vielen Dank fürs Lesen! Ich hoffe das ich dir etwas weiterhelfen oder Klarheit bringen konnte! Dahinter steckt sicherlich ein sehr komplexes Thema das mit etwas Arbeit gelöst werden kann.



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Coachingformen, Mentoring und Therapie – ein Einstieg und Überblick

Oft fragen sich Menschen worin eigentlich der Unterschied zwischen Coaching, Mentoring und Therapie besteht und in welchen Aspekten die genauen Vor- und Nachteile liegen. Dieser Artikel gibt Aufschluss darüber.

Die nachfolgende Beschreibung basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen nach 15 Jahren Persönlichkeitsentwicklung, mehrjährigen Ausbildungen zum NLP-Coach und der Zusammenarbeit mit mehr als 250 Menschen.

Was ist Coaching?

Coaching ist in meiner Wahrnehmung die lösungsorientierte Begleitung von Menschen mit Hilfe von effizienten Prozessformaten, Fragetechniken oder anderen Coaching-Interventionen.

Oftmals wird mit Hilfe von sehr guten und wirksamen Mental-Werkzeugen am Mindset, der inneren Kommunikation, dem Selbstwert, Glaubenssätzen, Hypnose oder dem Unterbewusstsein gearbeitet. Oft auch in Kombination.

Bekannte Prozesse oder Verfahren:

Die bedeutende Rolle des Coaches: Nicht immer benötigt es einen Begleiter für Coaching. Es gibt auch gute Selbstcoaching-Werkzeuge und Anleitungen zur Selbstoptimierung. Allerdings ist dessen Wirkweise begrenzt und bei falscher Anwendung ein stückweit auch riskant.

Wenn man auf einen Coach zurückgreift und in diesem Bereich für sich, seine Gesundheit und das berufliche Vorankommen investiert, dann sollte man darauf achten einen zertifizierten oder erfahrenen Coach hinzuzunehmen der zu den eigenen Herausforderungen passt.

Die Person sollte in den Interventionen sicher und souverän sein, bereits gute Erfolge nachweisen können und schon selbst einige Veränderungs-, Coaching- oder Transformationsprozesse durchlaufen haben. Ein guter Coach hat sich oft selbst erfolgreich coachen lassen und einer Vielzahl an eigenen Themen gestellt.

Die Effizienz von Coaching: Effektive Coachinginterventionen können manchmal nur wenige Minuten dauern oder zwischen 90 und 240 Minuten benötigen. Coaching hat oftmals das Ziel mit eher wenigen, dafür aber sehr effektiven Interventionen eine bestimmte Veränderung zu erreichen oder Symptome aufzulösen.

Dazu bedient man sich im Coaching gut erprobten Verfahren und Vorgehensweisen wie zum Beispiel den Six-Step oder den Reimprint. Das sind komplexe Interventionen die sehr viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung benötigen. Dafür können sie sehr wirksam und heilsam sein.

Der Wert von Coaching: Gute Interventionen können die eigene und persönliche Wahrnehmung enorm verbessern, Traumata auflösen, das Leben erleichtern, Verhandlungsfähigkeiten verbessern und eine positive Auswirkung auf die Bereiche von Beruf, Beziehung und Gesundheit haben.


Was ist Therapie?

Therapie ist im Gegensatz zu Coaching oftmals die zeitlich längere Begleitung von Menschen die nach bestimmten Diagnosekriterien seelisch, psychisch oder körperlich erkrankt sind. Es ist nachgewiesen das seelische Erkrankungen sich auch bei voller organischen Gesundheit auf den Körper auswirken können. Das Gebiet der Psychosomatik beschäftig sich damit.

Typische Therapieformen:

  • Verhaltens- und/oder Gesprächstherapie
  • Schematherapie
  • Psychosomatik und Psychoanalyse

Die Kosten für eine Therapie werden in der Regel bei der Krankenkasse beantragt, geprüft und in der Regel übernommen. Die Überweisung erfolgt über den Hausarzt.

Die Therapieformen sind unterschiedlich, folgen in der Regel aber einem festen Muster von regelmäßigen Gesprächen die in der Regel auf 45 Minuten pro Woche begrenzt sind. Therapie läuft dabei meist über einen längeren Zeitraum von 3 bis 24 Monaten.

Seit geraumer Zeit sind die Wartezeiten für Therapie sehr lang, weshalb immer mehr Menschen auf Coaching ausweichen.


Was ist Mentoring?

Mentoring ist die professionelle menschliche Begleitung über einen kurzen oder mittellangen Zeitraum. Mentorenprogramme sind oftmals mit unternehmerischen Zielen verknüpft und verfolgen die Absicht in bestimmte Geschäftsfelder einzudringen oder Wissen zu vermitteln.

Die Wissensvermittlung erfolgt häufig über 1zu1-Coachings, Online-Videos, Seminare, Webinare und Gruppen-Calls. Meistens aus der Kombination von sehr vielen Bestandteilen um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Gutes Mentoring beinhaltet oftmals auch Bestandteile von Coaching.

Was ist Biografiearbeit?

Biografiearbeit ist die schriftliche Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte. Mit Hilfe eines bestimmten strukturierten Formats und der richtigen Vorbereitung kann dabei die gesamte persönliche Vergangenheit aufgerollt und ausformuliert werden.

Die eigene Lebensgeschichte als Schatz

Wie kann Biografiearbeit durchgeführt werden?

Biografiearbeit sollte mit einem erfahrenen Begleiter und nach einer strukturierten Anleitung durchgeführt werden. Das Buch „Codename Glückskind: Lebensgeschichte schreiben und neue Selbstbewusstsein entwickeln“ bietet dazu einen geeigneten Rahmen.

  • Umfassende Vorbereitung mit Beispielen aus der eigenen Lebensgeschichte
  • Anleitung zur Durchführung der Biografiearbeit
  • Geschlossene Facebook-Gruppe zur Begleitung der Arbeit
  • Videos innerhalb der geschlossenen Facebook-Gruppe

Das Workbook kann auf amazon.de oder im Coaching-Shop für einen Preis von 16,90 € erworben werden. Dieser Preis wurde deshalb so niedrig gewählt, damit es sich jeder leisten kann in seine eigene Lebensgeschichte hinzuschauen.

Was LeserInnen darüber schreiben:

Das ist ein großartiges Buch! Es wird vielen helfen auf Ihrem Weg zur Veränderung! Weil sie unzufrieden und unglücklich sind! Die schlimmste Variante ist Krankheit!

Ich kenne den Autor Patrick Koglin schon eine Weile von Seminaren. Und doch kennt man sich nicht wirklich! Ich bin überrascht von seiner Geschichte!

Sein Buch wird Dich lieber Leser in eine neue Gefühlslage bringen. Beim lesen bin ich schon so mitgegangen und brenne darauf es jetzt einmal umzusetzen um noch besser mit meinen Gefühlen umzugehen!

So viele Hinweise die er mir hier gegeben hat. Ich selbst bin ja auch auf dem Weg, mich selbst zu erkennen!

Zwei Ausbildungen haben wir zusammen absolviert und doch überrascht er mich immer wieder und lernen immer wieder etwas neues voneinander!

Ich bin Dankbar und voller Wertschätzung sein Buch durcharbeiten zu dürfen! Neue Erkenntnisse zu erlangen um noch Freier in meinem Leben zu werden! Einen neuen Meilenstein zu erklimmen! Ein gelungenes Workbook!

Doris Kastens, Coach und Trainerin

Prokrastination & Babysteps

3 effektive Schritte um Blockaden in komplexen Projekten oder unwägbaren Vorhaben im Selbstcoaching aufzulösen

Wenn wir große Projekte, Vorhaben und Unternehmungen vor der Brust haben, dann kann das einen schnell in eine Blockade bringen. Dann kann man schon einmal resignieren oder neudeutsch in die Prokrastination geraten.

Spannend ist: wenn man nach diesem oft verwendeten Begriff recherchiert und schaut was er eigentlich bedeutet findet man überaschenderweise eine Definition die direkt von einer Störung spricht.

Prokrastination, auch „extremes Aufschieben“, ist eine pathologische Störung, die durch ein unnötiges Vertagen des Beginns oder durch Unterbrechen von Aufgaben gekennzeichnet ist, sodass ein Fertigstellen nicht oder nur unter Druck zustande kommt.

Quelle: wikipedia.org, „Prokrastination“, https://de.wikipedia.org/wiki/Prokrastination

In diesem Artikel erfahren Sie mehr darüber was es damit auf sich hat, wieso Aufschieben in komplexen Projekten und neuen oder unbekannten Gebieten ein völlig normales menschliches Verhalten ist und was man tun kann um das Muster zu unterbrechen.


„Wir leben in einer komplexe Welt.“ Diesen Satz höre ich immer wieder in der Praxis. Aber, was bedeutet das eigentlich? Nun, wir stehen fast fortlaufend vor neuen Herausforderungen, Projekten oder Vorhaben. Die Welt entwickelt sich schneller und wir müssen uns fast ständig mit neuen Produkten oder Vorgaben auseinandersetzen. Nicht nur jetzt in diesen Zeiten der Corona-Krise oder wie ich sage einer Zeit in der wir uns auf Gesundheit konzentrieren.

Wechselnde Vorgaben oder Herausforderungen erzeugen Stress

Wir erhalten in unserem Leben ständig neue Vorgaben oder sind auf neue Produkte angewiesen. Entweder weil wir sie brauchen, alte Dinge defekt sind, wir neue einfach haben wollen oder auch gesellschaftliche Gruppendynamik dazu führt das wir mitziehen wollen. Fortlaufend entwickeln sich Produkte entweder weiter oder neue entstehen, Schnittstellen ändern sich, es entstehen neue Bedienkonzept, neue Oberflächen, neue Anwendungen, neue Produkte und neue Standards.

Das bringt manchmal kleine oder große Herausforderungen in unserem Leben und Berufsleben. Nehmen wir das Beispiel „Apple“: Mit einer Smartphone-Reihe hat Apple entschieden den 3,5mm Anschluss für Headsets abzuschaffen und in den neuen „Lightning“-Adapter zu integrieren. Dieser Anschluss fungiert nun als Headset und Ladekabel-Anschluss. Sicherlich eine clevere Entscheidung denn vermutlich entsteht dadurch mehr Platz im inneren.

Für den Anwender bedeutete das er jetzt aber nur noch das Headset ODER das Handy laden kann. Gleichzeitig das er entweder vorhandene Headsets, KFZ-Anschlüsse und Ladekabel austauschen musste oder einen zusätzlichen Adapter anschaffen muss. Diesen muss er immer mit sich tragen, usw. usf. Sie verstehen was ich mit diesem kleinen Beispiel zeigen möchte? Und das haben wir in ganz vielen Bereichen des Lebens und diese technischen Systeme interagieren immer höher und enger miteinander. Das heißt nicht nur die Produkte ändern sich, auch die Verbindungsbrücken wie sie kommunizieren.

Das Smartphone-Beispiel ist im Grunde eine Kleinigkeit, aber eine Vielzahl an Kleinigkeiten kann sich eben auch summieren. Auf der anderen Seite stehen wir dann den großen Projekten gegenüber: die Entwicklung eines neuen Produktinformationssystems, einer neuen Steuersoftware, die neue Webinar-Software oder ein neues Recruitingwerkzeug – was auch immer das bei Ihn sein kann: Manchmal, da fühlen wir uns doch alle, als stehen wir vor einem riesengroßen Elefanten? Wahr oder wahr?

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Der große Elefant von dem die meisten Menschen immer nur ein kleines Stückchen erkennen können.
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Was entsteht dadurch für ein Effekt?

Viele Menschen stehen vor riesigen Herausforderungen. Sie sehen nur noch einen riesigen großen Elefanten und manche beginnen dann zu resignieren. Die menschlichen Phänomene sind unterschiedlich und lassen sich meistens auf die drei Basistypen zurückführen:

  • Angriff
  • Flucht
  • Verteidigung

Können Sie verstehen das wir hier also von einem völlig normalen Verhalten sprechen? Wenn wir flüchten? Im NLP sprechen wir immer von Verhalten. Es gibt dort keine Störungsdiagnostik. Die Begründer des NLP hatten keinen psychologischen Hintergrund und ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich bin ausgebildeter Coach. Daher schaue ich mir in Coachung und Beratung jedes Problem, jede Herausforderung von einem lösungsorientierten Blickwinkel an.

In jeder Situation nutzen wir Strategien und nach diesen verhalten wir uns. Ein eigenes Thema für sich. Also wie können wir konstruktiv mit großen Herausforderungen umgehen? Schauen wir uns in einer kleinen Blog-Reihe drei Möglichkeiten an:


3 effektive und proaktive Wege zum Umgang mit Blockaden

  1. Abstand
  2. Gelassenheit
  3. Babysteps

Da dieser Artikel schon relativ lang ist, werden es zwei oder mindestens drei Artikel. Wenn Sie mir auf Social Media folgen, werden Sie über Neuerungen informiert.


Heute betrachten wir den ersten proaktiven Weg um mit Blockaden umzugehen:

1. „Halten Sie Abstand“

Kommen wir zum ersten Schritt im Umgang mit großen Projekte und neuen Vorhaben. Wir müssen der verständnishalber auch mal erwähnen das wir im Grunde einfach nur vom Lernen sprechen. Zu lernen wie mit einer neuen Situation umzugehen ist.

Nehmen wir hierzu ergänzend die fünf Phasen für Veränderung:

  1. Bewusstsein
  2. Verständnis
  3. Dissoziieren
  4. Neuausrichtung und
  5. Tun.

Wir befinden uns jetzt gerade an Phase 3. In der Einleitung habe ich mit Ihnen gemeinsam Bewusstsein für das Problem geschaffen. Ich habe Ihnen mitgeteilt warum wir uns so verhalten, damit sie es besser verstehen können.

Der erste Weg um jetzt eine Blockade aufzulösen ist: Abstand, Dissoziieren.

Sie sehen das sich die erste Handlungsoption mit der dritten Phase der Veränderung überdeckt. Richtig? Das ist kein Zufall. Nur was bedeutet das jetzt in der Praxis? Dissoziieren und Abstand?

Ganz einfach gesagt: Treten Sie fünfzehn Meter zurück vom Elefanten.

Warum und Wofür? Na, wenn Sie davor stehen können Sie das große Ganze nicht sehen! Das ist wie in der Corona-Krise: der Unternehmer sieht im ersten Moment vielleicht nur seine Verluste. Wer mental einen Schritt zurücktritt der sieht plötzlich das große Ganze. Zum Beispiel das der Staat engagiert einspringt, das es Ersatzleistungen gibt, das viele Mitmenschen mit Herz und Verstand unterstützen, das er gar nicht der einzige ist den das nun betrifft und mit etwas weiterem Abstand vielleicht sogar das sich gleichermaßen auch neue Möglichkeiten auftun.

Ich bin mir sicher das genau deshalb auf vielen Schildern geschrieben steht das wir Abstand halten sollen. (lach).

Scherz beiseite. Treten Sie einfach etwas zurück. Bleiben Sie aufmerksam und gelassen. Nehmen Sie die Vogelperspektive ein und betrachten Sie das große Ganze. Gehen Sie auf Flughöhe.

Gelassenheit… und das war das Stichwort für den zweiten Schritt. Bleiben Sie dran. Den schauen wir uns im nächsten Artikel an. Dieser kommt voraussichtlich morgen und wird hier verlinkt. Folgen Sie mir auf instagram oder facebook für Updates.

Danke das Sie diesen Artikel bis zum Schluss gelesen haben.
Viel Spaß und weiterhin viel Erfolg.

P.S. Übrigens mehr solcher Denkmodelle finden Sie auch in meinem aktuellen Management-Fachbuch „Magic Teams“: Sicheren Rahmen für zielgerichtete Projektteams gestalten. Sichern Sie sich eins der ersten Exemplare. Jetzt bestellen. Sonderaktion für Blogleser: Die ersten fünf E-Mails bekommen ein Buchexemplar im Wert von 18,18 € geschenkt: mail@patrick-koglin.com | Einfach melden.

Wie kann ich eine Krise souverän meistern?

In Zeiten von Covid-19 macht es sicherlich einen Unterschied von welcher Art von Krise wir sprechen. Sprechen wir also über gesundheitliche, gesellschaftliche, unternehmerische oder eine persönliche Lebenskrise?

Ich glaube wenn man das höchste aller Krisen gemeistert hat, dann kann man auch „einfachere“ Krisen meistern. Das bedeutet wenn ich schwere existentiell-bedrohliche persönliche Krisen bewältigen kann, dann kann ich in der Regel auch verschmerzen zwölf Wochen im Home-Office zu verbringen und mit ständig neuen Einschränkungen oder Änderungen im täglichen Leben umgehen.

Das ist jetzt vereinfacht und etwas provokant daher gesagt. Auch ich weiß dass es ganz sicher für viele Menschen mehr bedeutet und es auch für viele Unternehmen wirtschaftliche Einbußen bedeutet. Bis hin zur existentiellen Bedrohung. Auf der anderen Seite frage ich wie ein Unternehmen in den letzten Jahren gewirtschaftet haben muss, wenn es in der ersten Woche nach der häuslichen Quarantäne schon von existentieller Not spricht. Wo sind die ganzen Gewinne hingeflossen? Wie war das Unternehmen wirtschaftlich aufgestellt? Wo sind die Reserven für 3 Monate? Ich glaube oft ist es weniger dramatisch wie es reflektiert wird. Aber das ist ein anderes Thema.

Phasen einer typischen Krise

Meine These lautet wenn ich mit persönlichen Krisen gut klar komme, dann auch mit unternehmerischen. Also wenn man die Kompetenz(en) dazu aufgebaut hat, diese innere Kraft, dieses „einfach weitermachen“ und nicht bloß das Wissen besitzt. Wenn man es immer wieder schafft neu aufzustehen.

An dieser Stelle kann man zugleich zur persönlichen Bestärkung ganz klar sagen dass uns das Leben immer genau die Herausforderungen schickt, die wir auch schaffen können. Selbst wenn es noch so hoffnungslos aussieht: Mach einfach weiter.

Wieso gibt einen so großen Unterschied zwischen Wissen und Kompetenz?

Dazu möchte ich ein Beispiel geben das mich sehr berührt hat. Vor kurzem hörte ich einen Podcast eines renommierten Trainers. Einem Menschen mit sehr viel Lebenserfahrung und jemand der in meiner Wahrnehmung sehr viel erreicht hat – unternehmerisch und menschlich. Jemand mit Vorbildfunktion, also von dem ich sehr viel gehalten habe. Doch eines war mir immer mehr aufgestoßen, sogenannte Blueprints und Schablonen die hin und wieder mit eingeflossen sind: so auch ein 5-Schritteplan für Krisen. Nachdem ich mehrfach reingehört hatte war ich ziemlich enttäuscht. Doch dazu im Laufe des Artikels mehr.

Natürlich sind Krisen und Schicksale immer relativ. Das bedeutet dass sie jeder einzelne anders wahrnimmt. Für den einen ist es ein schlimmer Unfall in der Kindheit, der Verlust einer nahestehenden Person, gesundheitliche schwierige Herausforderungen wie zum Beispiel Krebs, Burnout oder Depressionen. Aber auch persönliche Beziehungskrisen können das sein.

Manchmal auch viele dieser Aspekte zusammen. Sie haben gemeinsam das sie in gewisser Form hohes persönliches Leiden, sehr starke Emotionen und Hoffnungslosigkeit aufweisen. Selbst wenn man noch einen klaren Gedanken fassen kann, dann streikt womöglich irgendwann der Körper und klagt über Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Erschöpfung. Man weiß nicht weiter, bis hin zu möglicherweise suizidalen Gedanken. Fakt ist: Man kommt da meist alleine nicht raus.

Wie du in Krisen eigene Lösungen finden kannst

Da jeder Mensch der weiß wie man persönliche Krisen möglichst souverän meistern kann auch gesellschaftliche oder unternehmerische Krisen bewältigen kann, konzentriere ich mich mit diesem Artikel auf solche große Lebenskrisen und Situationen.

Dabei kann dieser Blogartikel sicherlich nur ein Startschuss sein und keine persönliche Begleitung ersetzen. Denn eines haben sämtliche Krisen oft gemeinsam: sie verlaufen nicht über Stunden oder Tage, sondern meistens eher über Wochen oder Monate. Sie zehren an unseren Nerven und an unseren Kräften. Sie bringen Emotionen und Zustände nach oben in denen wir uns meist selbst nicht mehr wieder erkennen. Momente in denen wir nicht weiterwissen. Situationen die zum Schreien sind. Phasen in denen wir Rat, Hilfe, Orientierung oder mindestens eine Idee von außen suchen.

Das ist auch der Grund weshalb mir der besagte Podcast sauer aufgestoßen ist. Es gibt keine funktionierende Schablone zum Meistern von Krisen. Es kann sie nicht geben. Jede Krise ist individuell, komplex und persönlich. Sie erfordert die Lösung von Problemen die kaum mehr aus eigener Kraft und Ressourcen gelöst werden können. Das ist vergleichbar mit einem Beinbruch. Auch hier können wir uns aus eigenständiger Kraft nicht mehr helfen und sind auf Unterstützung von außen angewiesen. Oft brauchen wir daher in diesen Fällen einen Menschen der uns unterstützt.

Es mag Phasen und zeitliche Meilensteine in einer Krise geben, aber nun mal kein „Erfolgsrezept“ das man einfach wie eine Todo-Liste abarbeitet, weil in diesen besagten Situationen oftmals die notwendige Distanz, Kraft, Hoffnung oder Unterstützung fehlt.

Meine Kritik zu diesem Podcast wurde letztlich gelöscht und ich schließlich blockiert. Was aus meiner Wahrnehmung nicht nur Kundenunfreundlich ist und wenig menschliches Verständnis zeigt. Es ist auch schade. Aber genau daher leite ich diesen Artikel einfach anders ein. Krisen sind –immer- individuell. Sie erfordern daher grundsätzlich auch individuelle Lösungen.

Falls du also schon viel Zeit in Podcasts, Artikel, Bücher, Seminare oder auch andere Coaches investiert hast, möchte ich dich einfach ermutigen weiterzumachen und genauer hinzuschauen. Es ist gefährlich nach Ratschlägen zu fragen und noch gefährlicher sie zu geben. Du musst nach komplexen und dennoch smarten Lösungen schauen.

Eine davon ist mir begegnet und die möchte ich hier weitergeben Es ist eine Empfehlung von Steffi Christian (Life- und VAK-Coach). Eine Methode die sie kürzlich in ihrer Community beschrieben hat.

In meiner Wahrnehmung beantwortet ihr Ansatz krisen-wirksam und -komplex. Er hilft die Selbstkräfte in einem selbst zu aktivieren, Distanz zu gewinnen, den Fokus nach vorne zu richten und genau das kann in einer Krise helfen um innere Widerstände aufzulösen:

„Laufe in der Zeitlinie nach vorne und schaue dort auf die heutige Situation zurück. Was sagt dein angekommenes ICH zu deinem damaligen ICH? Welchen Rat gibst du dir selbst? Wie hast du damals den inneren Kampf beendet? Denn du bist viel größer als du denkst.“

Das kannst du einfach mal ausprobieren. Auch über mehrere Tage hinweg. Es hilft sich das ganze aufzumalen oder aufzuschreiben.

Wenn du willst, teile deine Erfahrungen gerne mit! Schreibe mir auf Facebook oder instagram. Suche dir einfach einen der letzten Beiträge aus und kommentiere dort. Auch deine Fragen kannst du dort platzieren.

Darüber hinaus findest du hier im Blog in den nächsten Tagen einen weiteren Beitrag mit 7 effektiven „Gamechanger“-Impulsen für Krisen. Gamechanger sind Interventionen für Veränderung. (Update: Hier ist der Artikel „7 Gamechanger um eine Krise zu meistern“)

Manchmal wirken sie ganz unscheinbar und simpel. Aber oft ist es genau das, was es in Krisen braucht. Kleine effektive Werkzeuge.

Wenn du am Ball bleiben willst, dann folge mir auf Facebook | Instagram oder komm gerne in den kostenlosen Online-Circle auf Facebook. Folge einfach den Links.

Danke das du dir die Zeit genommen hast, diesen Artikel bis zum Ende zu lesen.