Zitate aus dem Film „Earthlings“

Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer:

Wann immer Hermann Zeuge der Schlachtung von Tieren und Fischen geworden war, hatte er stets den selben Gedanken.

In ihrem Verhalten gegenüber Kreaturen waren alle Menschen Nazis.

Die Selbstgefälligkeit mit der der Mensch mit anderen Spezis nach Belieben umgehen konnte, machte die extremsten Rassentheorien deutlich: Das Prinzip das Macht im Recht ist.

– Isaac Bashevis Singer, aus dem Bestseller-Roman „Feinde, die Geschichte einer Liebe“

In dem Film „Earthlings“ wird weiter erläutert:

Der Vergleich hier zum Holocaust ist sowohl absichtlich als auch klar. Eine Gruppe von Lebewesen erleidet Qualen unter der Hand einer anderen.

Auch wenn einige argumentieren das Leiden von Tieren könne unmöglich mit dem von früheren Juden oder Sklaven verglichen werden, so existiert in der Tat eine Parallele.

Und für die Gefangenen und die Opfer dieses Massenmordes ist ihr Holocaust alles andere als vorbei.

Und weiter mit einem Zitat von Henry Beston:

Wir brauchen ein anderes und waiseres und vielleicht ein mystischeres Konzept von Tieren.

Fern der all umgebenden Natur und lebend mit Hilfe von komplizierten Vorrichtungen überblickt der Mensch in der Zivilisation die Kreaturen durch das Glas seines Wissens und sieht dadurch eine Feder vergrößert und das ganze Bild verzerrt.

Herablassend schauen wir auf ihre Unvollständigkeit. Auf ihr tragisches Los eine Form so weit unter uns angenommen zu haben. Und darin irren wir. Und wir irren gewaltig.

Weil das Tier soll nicht gemessen werden durch den Menschen. In einer Welt älter und Volkommener als unserer bewegen sie sich formvollendet und ganz beschenkt mit erweiterten Sinnen die wir verloren oder nie erlangt haben. Und leben mit Stimmen die wir nie vernehmen werden.

Sie sind nicht Brüder. Sie sind nicht Untertanen. Sie sind andere Nationen. Gefangen mit uns im Netz aus Leben und Zeit. Mitgefangene der Pracht und der Strapazen der Erde.

– Aus dem Buch „Das äußerste Haus“ von Henry Beston

Film „Earthlings“ kostenlos anschauen

Wie viel Wahrheit verträgst du?

Weitere Zitate aus dem Film

Da wir alle die Erde bewohnen, kann man uns alle als Erdlinge ansehen. (…)

Da die Menschen nicht die einzige Spezies auf diesem Planet sind, teilen sie diese Welt mit Millionen anderer Lebewesen. Wir alle entfalten uns hier gemeinsam.

Dennoch ist es der Menschen-Earthling der dazu neigt die Erde zu dominieren und häufig andere Mitbewohner und Lebewesen als bloße Objekte zu behandeln. Das ist mit Speziesmus gemeint.

Analog zu Rassismus und Sexismus bedeutet der Begriff „Speziesmus“ ein Vorurteil oder eine parteiische Haltung zu Gunsten der Interessen der Angehörigen der eigenen Spezies und gegen jene der Angehörigen der anderen Spezies.

Wenn ein Lebewesen leidet, kann es keine moralische Rechtfertigung geben warum sich jemand weigern sollte dieses Leiden zu berücksichtigen.

Gleichgültig welche Art des Wesen es ist: Das Prinzip der Gleichheit erfordert das ein Leid und ein Leid eines anderen Lebewesens gleich zählen.

Rassisten verletzen das Prinzip der Gleichheit indem sie den Interessen von Angehörigen ihrer eigenen Rasse größeres Gewicht beimessen wenn es einen Interessenskonflikt zwischen ihren Angehörigen und den Angehörigen einer anderen Rasse gibt.

Sexisten verletzen das Prinzip der Gleichheit indem sie den Interessen des eigenen Geschlechts Vorrang verleihen.

Und ganz ähnlich erlauben Speziesten das sich die Interessen der Spezis über die größeren Interessen von Angehörigen von anderer Spezies hinwegsetzen.

In jedem Fall ist das Muster identisch.

Auch wenn wir zwischen den Mitgliedern der Menschenfamilie den moralischen Imperativ des Respekts anerkennen: „Jeder Mensch ist eine Person, nicht ein Ding“, tritt moralisch geringschätzigere Behandlung auf, wenn in einem Machtverhältnis die Stärkeren die weniger Starken so behandeln als wären sie bloße Objekte.

Der Vergewaltiger macht das mit dem Vergewaltigungsopfer. Der Kinderschänder mit dem Kind. Der Herr mit dem Sklaven. In allen solchen Fällen beuten Menschen mit Macht solche aus die keine haben.

Trifft das auch darauf zu wie Menschen andere Tiere, andere Earthlings, behandeln?

Zweifellos gibt es Unterschiede. Da Menschen und Tiere nicht in jeder Hinsicht gleich sind.

Aber die Frage nach Gleichheit trägt noch ein anderes Gesicht.

Zugegeben diese Tiere haben nicht all die Wünsche die wir Menschen haben. Zugegeben sie verstehen nicht alles was wir Menschen verstehen. Nichtsdestotrotz haben wir und sie einige gemeinsame Bedürfnisse und verstehen in der Tat einige gemeinsame Dinge.

Der Wunsch nach Nahrung und Wasser, Schutz und Gesellschaft, Bewegungsfreiheit und die Vermeidung von Schmerzen. Diese Bedürfnisse werden von Tieren und Menschen gleichermaßen geteilt.

Und was das Begriffsvermögen anbelangt: Genau wie wir Menschen verstehen viele Tiere die Welt in der sie leben und sich bewegen. Anders könnten sie gar nicht überleben.

So existiert neben den vielen Unterschieden doch Gleichheit.

Wie wir verkörpern diese Tiere das Mysterium und Wunder des Bewussseins.

Wie wir sind sie nicht nur auf der Welt, sondern sind sich ihrer bewusst.

Wie wir sind sie das psychische Zentrum eines ihnen eigenen Lebens.

In diesen fundamentalen Aspekten stehen die Menschen gewissermaßen auf allen Vieren mit Schweinen, Kühen, Hühnern und Truthähnen.

Was diesen Tieren gebührt, wie wir sie moralisch richtig behandeln sollten, das sind Fragen deren Beantwortung damit anfängt das wir unsere psychologische Verwandtschaft mit ihnen erkennen.

So zeigt der folgende Filme auf fünf Arten auf wie es dazu kam das Tiere der Menschheit dienen.

Damit wir nicht vergessen.

– Aus dem Film „Earthlings“

Mehr dazu unter earthlings.de