Was hilft bei Depressionen?

Zunächst einmal ist zu sagen, dass Depressionen zu den psychotischen Krankheiten gehören. Es ist also kein Gebiet in dem du dich lange ausprobieren oder mit der Annahme eines Hilfsangebotes zögern solltest. Eine Depression ist eine tödliche Krankheit und daran erkrankt zu sein ist nichts wofür man sich schämen muss. Selbst berühmte Persönlichkeiten sind schon an Depressionen erkrankt.

Allerdings ist es wichtig sich helfen zu lassen, denn das Risiko der Selbstgefährdung ist relativ hoch.

In Deutschland versterben jährlich ca. 9.200 Menschen durch Suizid. Das sind mehr Menschen, als im Verkehr (ca. 3.370), durch Drogen (ca. 1.400) und durch AIDS (ca. 280) zu Tode kommen (Statistisches Bundesamt 2019). Die Zahl der Suizidversuche ist schätzungsweise 15– bis 20–mal so hoch.

https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/depression-in-verschiedenen-facetten/suizidalitaet#H%C3%A4ufigkeit

Die erste Anlaufstelle ist typischerweise der Hausarzt, Psychiater, Psychologe oder Psychotherapeut. In dringenden Fällen hilft die Telefonseelsorge.


Was hilft bei Depressionen?

Darüber hinaus sind die folgenden Lösungsansätze empfehlenswert:

  1. Konventionelle Gesprächs- und Psychotherapie
  2. Pragmatische Tipps: Verbesserung der Ernährung, Tageslicht, frische Luft, Sport, ausreichend Schlaf
  3. Medikamentöse Behandlung, Ansprechpartner ist immer der Arzt/Psychiater
  4. Therapie in einer örtlichen Tagesklinik
  5. Coaching im Bereich Selbstwert, Selbstbewusstsein und Blockadenlösung

In therapeutischen Einrichtungen geht man üblicherweise davon aus das ab mittleren bzw. mittelschweren Depressionen nur noch die Kombination aus medikamentöser Behandlung und Gesprächstherapie hilft. Außerdem benötigt die Heilung entsprechend Zeit.

Man geht aus statistischer Sicht davon aus, das eines von beiden hilft: Medikamente oder Therapie. Nur weiß man häufig nicht was genau davon bei Patienten anschlägt. Daher ist es ratsam im Rahmen eines stationären oder teilstationären Aufenhalts auf beide Möglichkeiten zurückzugreifen. Natürlich immer im Rahmen der ärztlichen Begutachtung und Empfehlung.

Neben diesen konventionellen Ansätzen kann Coaching nachgelagert oder begleitend genutzt werden. Mit Hilfe von Coaching gelangt man relativ schnell an unterbewusste Blockaden und unbewusste Auslöser.

Therapie setzt oftmals in der Biografie und den gegenwärtigen Einflüssen an. Coaching und Hypnoseverfahren können den Prozess unterstützen. Fast jede Stadt verfügt über Kliniken, Reha-Angebote, Therapeuten und Angebote von Tageskliniken. Dort geht man morgens hin, beginnt die Therapie und kann nachmittags wieder nach Hause.


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