
[Verse 1]
Du sagst, du bist krank
doch ich seh nur, du zitterst im Blick
Redest von Stress, von Terminen, von allem
nur nicht von dem echten Konflikt
Jeder Abend dieselbe Geschichte
neuer Grund, doch der Kern bleibt gleich
Du hast Angst vor dem Spiegel im Andern
also bleibst du lieber daheim
Sag, wovor rennst du denn weg?
Vor mir – oder mehr vor dir selbst?
Ich reich dir die Hand, du versteckst deine Hände
tief drin in den Taschen der Welt
Du nennst es Vorsicht, ich nenn es Mauer
Ziegel aus Zweifel, Mörtel aus Schmerz
Du packst sie höher, Stunde für Stunde
und wunderst dich über den leeren Herzplatz
[Chorus]
Ihr lehnt ab, weil ihr Angst habt (Angst)
zieht euch zurück, wenn es ernst knallt
Redet von Gründen, doch alles, was bleibt
ist ein Vorbehalt, der euch klein halt
Vertrauen wächst nur mit Zeit
Tropfen für Tropfen, kein Sprint, eher weit
Doch wenn du immer nur fliehst, wenn’s dich trifft
wird aus jeder Brücke am Ende ein Riss
[Verse 2]
Du sagst, Menschen sind falsch
als wär das ein universelles Gesetz
Als wär jeder, der bleibt, nur auf Durchreise
und jeder, der geht, ein Verräter im Text
Also spielst du auf sicher, sagst Treffen ab
kurz vor knapp mit ’nem müden Ton
„Mir geht’s nicht gut“, „zu viel los grad“
doch die Wahrheit: Du hast Panik vor Nähe im Wohnraum
Ich kenn das Muster, hab’s selbst getragen
jahrelang Hoodie überm Herz
Hab Witze gemacht, wenn es ernst wurde
und Kälte geschauspielert bei Schmerz
Doch irgendwann merkst du, das schützt dich nicht
es friert dich nur langsam ein
Und all diese Ausreden klingen zwar laut
doch innerlich bleibst du allein
[Chorus]
Ihr lehnt ab, weil ihr Angst habt (Angst)
zieht euch zurück, wenn es ernst knallt
Redet von Gründen, doch alles, was bleibt
ist ein Vorbehalt, der euch klein halt
Vertrauen wächst nur mit Zeit
Tropfen für Tropfen, kein Sprint, eher weit
Doch wenn du immer nur fliehst, wenn’s dich trifft
wird aus jeder Brücke am Ende ein Riss
[Bridge]
Vielleicht musst du kein „Ja“ sofort schreien
vielleicht reicht ein „Ich versuch’s mal“ leise
Ein Schritt vor die Tür, ein Blick, der bleibt
ein kleines „Ich hab halt meine Reise“ (yeah)
Ich warte nicht ewig, doch ich geh nicht gleich
wenn du das erste Mal zögernd bist
Vertrauen schreibt langsam, in krummer Schrift
doch jede Zeile sagt: „Du bist hier richtig“
[Chorus]
Ihr lehnt ab, weil ihr Angst habt (Angst)
zieht euch zurück, wenn es ernst knallt
Redet von Gründen, doch alles, was bleibt
ist ein Vorbehalt, der euch klein halt
Vertrauen wächst nur mit Zeit
Tropfen für Tropfen, kein Sprint, eher weit
Doch wenn du immer nur fliehst, wenn’s dich trifft
wird aus jeder Brücke am Ende ein Riss