16. Oktober | Druck erzeugt Gegendruck – Wie man schwierige Konflikte mit Leichtigkeit löst (Teil 1)

Wenn wir Kommunikation dazu nutzen den anderen unter Druck zu setzen, dann wird uns gleiches widerfahren. Druck erzeugt meistens Gegendruck.

Die reinste und respektvollste Kommunikationsform basiert hingegen auf Bedürfnisäußerung und Bedürfniserfüllung um nicht zu sagen auf achtsamer Kommunikation.

Im Fokus stehen dabei die eigenen Emotionen, Bedürfnisse und Interessen die mit Ich-formulierte-Botschaften zum Ausdruck gebracht werden können, wie z. B. „Ich wünsche mir…“, „Ich brauche…“, „Ich glaube…“, „Damit ich gut mit dir arbeiten/leben kann, benötige ich…“.

Das klingt möglicherweise im ersten Moment sehr eigenartig, funktioniert aber, weil damit unbewussten Urteilen und Angriffen praktisch der Wind aus den Segeln genommen wird.

Richtig angewandt wird damit ein Wunsch entweder erfüll- oder diskutierbar.

Wenn man das in der beruflichen oder partnerschaftlichen Praxis anwendet wird damit schon vieles leichter. Vor allem dann, wenn der andere das Bedürfnis mit Leichtigkeit erfüllen kann.

In den meisten Fällen ist das möglich. Die wenigsten Menschen sprechen von unerreichbarem Zielen. In den meisten Fällen aber scheitert es an der Grundlage dieser Art von Kommunikation.

Aber auch bei der klarsten und besten Kommunikation kann es natürlich nach wie vor zu Konflikten kommen. Nämlich dann, wenn sich zwei geäußerte Bedürfnisse gegenüberstehen.

Wie kann man solche Konflikte lösen?

Man muss hier sicherlich zwischen partnerschaftlichen oder kollegialen Beziehungen auf Augenhöhe und hierarchischen Strukturen wie z. B. zwischen eine Führungskraft und einem Mitarbeiter oder zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer unterscheiden.

Betrachten wir zunächst den Kontext von Partnerschaften: Wie können solche Konflikte in Partnerschaften gelöst werden?

In gleichberechtigten und gleichwertigen Beziehungen, stehen in solchen Fällen manchmal zwei Bedürfnisse auf Augenhöhe gegenüber und es ist keine Lösung in Sicht. Dann gibt es einen offenen oder verdeckten Konflikt.

Das passiert natürlich umso öfters umso gesünder die Beziehung aufgebaut ist. Denn eine gesunde Beziehung basiert auf der Form der Gleichwertigkeit, dem gleichen Recht auf Bedürfnisäußerung und -erfüllung.

Welche Möglichkeiten gibt es in einem solchen Fall? Wichtig ist zunächst einmal zu erkennen und sich bewusst zu machen, dass sich tatsächlich zwei Bedürfnisse unauflösbar gegenüberstehen. Beide Seiten sollten diese Erkenntnis haben. Das hat zudem den Vorteil, dass man einen verborgenen Konflikt schon einmal zu einem offenen und sichtbaren Konflikt macht. Erst dann wird ein verborgener Konflikt überhaupt lösbar.

Das geht natürlich nur oder besser, wenn beide Parteien sich wirklich auch gleichwertig und gleichberechtigt fühlen, sowie dann von sich, ihren Gefühlen und Zielen sprechen.

Das zu formulieren ist Schritt 1 und die Grundvoraussetzung zur Lösung. Diesen Gegensatz zu erkennen ist schließlich Schritt 2 und das ganze aufzulösen dann die Königsdisziplin.

Wenn man will, kann man Schritt 2 durch Aufschreiben visualisieren: „Ah, das ist also unser Konflikt. Interessant! Hier steht Bedürfnis A also gegen Bedürfnis B.“ Wenn man sich diesem Aspekt bewusst wird, ist bereits viel getan. Das nimmt viel Reibungskraft.

Wie lässt sich ein solcher Konflikt schließlich auflösen? In gleichberechtigten Beziehungen findet sich bei gegensätzlichen Bedürfnissen entweder ein Kompromiss bei dem einer nachgeben muss oder es findet sich eine andere Lösung. Der einfachste Fall ist natürlich nach wie vor das einfach jemand das Bedürfnis erfüllen kann. Dazu muss es nachvollziehbar formuliert sein. Ein negativer Satz ohne tatsächliche Handlungsanweisung hilft da relativ wenig.

Ein Beispielsatz „Ich fühle mich nicht respektiert.“ Kann nicht vom Gegenüber erfüllt werden. Der Satz muss positiv und als Wunsch formuliert sein, z. B.: „Ich fühle mich von dir respektiert, wenn du mir einmal pro Monat Blumen mitbringst.“ Dieser Satz ist erfüllbar – auch wenn er vielleicht für den ein oder anderen nicht viel Sinn ergibt. Das ist ja das konträre in Beziehungen: Zwei Ansichten und Weltbilder stehen sich gegenüber. Es bedarf an Empathie und Verständnis dem Wunsch des anderen nachzugehen.

Wenn das nicht möglich ist, kann man natürlich auch zum Entschluss kommen, dass man sich nicht einig wird. Dann ist es im ersten Moment möglicherweise sinnvoll eine Pause einzuberufen bevor man alle Energie auf den Konflikt richtet und nicht weiterkommt.

Man kann jedoch auch den Satz verhandeln: „Wie genau meinst du das, was haben die Blumen mit dem Respekt zu tun?“. Auf diese Art und Weise erfährt man etwas mehr über die Tiefenstruktur des anderen und sein wahres Grundbedürfnis.

Das ist aber schon fast die Meisterschaft, wenn es einem auf diese Art und Weise gelingt eine Lösung herbeizuführen.

Nehmen wir mal an auch das gelingt nicht, dann hilft die besagte Pause.

Alternative: Zeitlicher Abstand

Mit hoher Wahrscheinlichkeit findet sich mit etwas Abstand eine andere Lösung. Manchmal fällt einem selbst eine Idee ein oder man stößt vielleicht in einem Buch oder ein Gespräch darauf. Es kann ein Werbeclip sein, ein Radiosprecher oder selbst ein Film der einem weiterhelfen kann. Alles ist mit etwas Geduld und Gelassenheit möchte.

Falls das über längeren Zeitraum nicht der Fall ist und die Fronten derart verhärtet sind das sich wirklich kein Entgegenkommen oder Wachstum zeigt, muss man sicherlich nach anderen Alternativen schauen. Das kann eine Moderation durch einen Dritten, ein Einzelcoaching oder natürlich im Ernstfall auch schließlich, je nach Art des Konflikts, leider tatsächlich die Trennung sein.

In den meisten Fällen jedoch lassen sich Konflikte sicherlich ohne Trennung lösen. Ich würde sogar behaupten das in 98 % der Fälle gelingt.

In den einfachsten Fällen wie gesagt natürlich indem geäußerte Bedürfnisse einfach erfüllt werden – vorausgesetzt man geht keinen faulen oder bequemen Kompromiss ein, sondern prüft wirklich ob man dem anderen das Verständnis zu 100% geben und nachgeben kann.

Was aber, wenn keine Zeit zum Warten ist und keine Lösung in Sicht ist?

In den meisten Fällen hilft sicher Ablenkung und Abstand um zu einer Lösung zu kommen oder sie zu entwickeln. Wenn aber sofort eine Entscheidung gefällt werden muss, weil andernfalls große Verluste oder Gefährdungen drohen, was dann?

Wenn tatsächlich dieser selten Fall auftritt das eine Entscheidung unmittelbar getroffen werden muss, dann muss sie schließlich von einer Partei übernommen werden.

Es gibt solche Situationen tatsächlich im Leben, Momente in denen es wirklich nicht anders geht. Allerdings ist das sehr selten, mir persönlich ist das in 10 Jahren ein oder zweimal so gegangen. Dann muss man eine Entscheidung treffen, einen Weg einschlagen und rückblickend darüber sprechen.

Zusammengefasst haben wir damit folgende Lösungsstrategien für Konflikte in gleichberechtigten und gleichwertigen Partnerschaften:

  1. Bedürfnis artikulieren / erfüllen
  2. Nachgeben
  3. Kompromiss finden
  4. Alternative Lösung finden
  5. Abstand gewinnen und Pause machen
  6. Beziehung im seltenen, nicht auflösbaren Fall trennen
  7. Im dringenden Ernstfall einfach eine Entscheidung treffen

In geschäftlichen Beziehungen sind die Lösungsstrategien meist etwas anders.

Darüber schreibe ich in einem der nächsten Beiträge. Sei gespannt!

Falls du ein Coaching nutzen willst um das Ganze zu reflektieren oder einen Konflikt, egal ob beruflich oder privat gewinnbringend lösen willst, dann nehme gerne Kontakt für ein kostenpflichtiges Coaching auf.

Jetzt erstmal vielen vielen Dank fürs Lesen! Ich hoffe das ich dir etwas weiterhelfen oder Klarheit bringen konnte! Dahinter steckt sicherlich ein sehr komplexes Thema das mit etwas Arbeit gelöst werden kann.



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Schattenarbeit: Was sind deine größten Niederlagen?

Wir wollen Unternehmer, Führungskraft und Frontmann sein weil uns das vielleicht mehr Freiheit bringt oder weil wir unserer eigener Chef sein wollen. Vielleicht haben wir Träume, Ziele und Visionen die wir umsetzen wollen. Wir wollen mehr Verantwortung leben. Wieder andere wollen damit mehr Sinn im eigenen Leben erfahren und geradlinig ihrer eigenen Passion folgen. Sie wollen Mehrwert in das Leben anderer Menschen bringen.

Was aber wenn wir dabei das Fundament für gutes Unternehmertum vergessen oder nicht ausreichend untermauern?

Den eigenen Schatten.

In allen Bereichen wo wir ganz vorne stehen, wo unser Mindset gefragt ist, wo wir uns sichtbar machen – und das sind wir als Unternehmer – da dürfen wir uns zunächst mit unserer eigenen Geschichte auseinander setzen. Aber voll und ganz nicht.

Was diesbezüglich zählt sind nicht nur der Lebenslauf mit seinem Wachstum und seinen Erfolgen, sondern auch die anderen Seiten. Die, die wir uns so ungern anschauen mögen.

Schattenarbeit: Mann steht im Regen. Frag dich: Was sind deine größten Niederlagen?

Blicke in deinen Schatten

Dazu habe ich heute ein sehr geniales Tool für dich:

Es ist deine Niederlagen-Liste. Niederlagen? Ja. Es geht um dein Scheitern.

Notiere dir JETZT deine größten Niederlage. Das musst du gar nicht hier oder irgendwo veröffentlichen. Tu es einfach für dich. Nimm eine Word-Datei oder Zettel mit Stift und notiere dir:

Was waren deine größten Niederlagen?

Schreibe die Punkte auf die du als deine größten Niederlagen sehen würdest und sei gespannt was passiert. Diese Übung kann dein Selbstvertrauen auf eine völlig andere Art und Weise unterstützen und untermauern.

Vielleicht willst du auch teilen was danach bei dir passiert ist! Welches Gefühl hattest du? Welche Erkenntnisse kamen danach? Schreib es gerne hier oder auf Social Media in die Kommentare.

Schreib mal in die Kommentare!

Das Problem oder viel mehr die Herausforderung mit deinem Schatten ist, das dort kaum einer freiwillig hinschauen will. Was aber passiert dann? Wir werden blockiert! Unser Unterbewusstsein hindert uns am Erreichen unserer Ziele. Das dürfen wir lösen. Dazu ist diese kleine Aufgabe sehr dienlich.

Wenn du mehr tun willst, wenn du die Schatten deiner Vergangenheit im Unterbewusstsein lösen willst, dann empfehle ich dir ein REDESIGN-Coaching.

NLP Practioner: Was dich erwartet und du daraus mitnehmen kannst, ein Erfahrungsbericht

Ergänzend zur Podcast-Folge 45 die jetzt auch auf youtube erschienen ist, hier noch die Liste die ich dort erwähnt habe. Bei der Liste geht es um typische Inhalte die in einem NLP Practioner vermittelt werden:

  • Was ist NLP?
  • Zielearbeit
  • Strategien
  • Pacing und Leading
  • Wahrnehmungskanäle VAKOG
  • Grundlagen für den Reimprint

Es gibt unterschiedliche Ausbildungskonzepte. Mehr dazu direkt im Podcast.

Verweis zum NLP Ausbildungsinstitut in Kassel

Interview von Damian Richter mit Jürgen Höller

Wege von ganz unten nach oben

Alternativ und unterwegs als Podcast hören: Höre Dir die neue Durchstarter-Interview Folge von Damian Richter an

Coachingformen, Mentoring und Therapie – ein Einstieg und Überblick

Oft fragen sich Menschen worin eigentlich der Unterschied zwischen Coaching, Mentoring und Therapie besteht und in welchen Aspekten die genauen Vor- und Nachteile liegen. Dieser Artikel gibt Aufschluss darüber.

Die nachfolgende Beschreibung basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen nach 15 Jahren Persönlichkeitsentwicklung, mehrjährigen Ausbildungen zum NLP-Coach und der Zusammenarbeit mit mehr als 250 Menschen.

Was ist Coaching?

Coaching ist in meiner Wahrnehmung die lösungsorientierte Begleitung von Menschen mit Hilfe von effizienten Prozessformaten, Fragetechniken oder anderen Coaching-Interventionen.

Oftmals wird mit Hilfe von sehr guten und wirksamen Mental-Werkzeugen am Mindset, der inneren Kommunikation, dem Selbstwert, Glaubenssätzen, Hypnose oder dem Unterbewusstsein gearbeitet. Oft auch in Kombination.

Bekannte Prozesse oder Verfahren:

Die bedeutende Rolle des Coaches: Nicht immer benötigt es einen Begleiter für Coaching. Es gibt auch gute Selbstcoaching-Werkzeuge und Anleitungen zur Selbstoptimierung. Allerdings ist dessen Wirkweise begrenzt und bei falscher Anwendung ein stückweit auch riskant.

Wenn man auf einen Coach zurückgreift und in diesem Bereich für sich, seine Gesundheit und das berufliche Vorankommen investiert, dann sollte man darauf achten einen zertifizierten oder erfahrenen Coach hinzuzunehmen der zu den eigenen Herausforderungen passt.

Die Person sollte in den Interventionen sicher und souverän sein, bereits gute Erfolge nachweisen können und schon selbst einige Veränderungs-, Coaching- oder Transformationsprozesse durchlaufen haben. Ein guter Coach hat sich oft selbst erfolgreich coachen lassen und einer Vielzahl an eigenen Themen gestellt.

Die Effizienz von Coaching: Effektive Coachinginterventionen können manchmal nur wenige Minuten dauern oder zwischen 90 und 240 Minuten benötigen. Coaching hat oftmals das Ziel mit eher wenigen, dafür aber sehr effektiven Interventionen eine bestimmte Veränderung zu erreichen oder Symptome aufzulösen.

Dazu bedient man sich im Coaching gut erprobten Verfahren und Vorgehensweisen wie zum Beispiel den Six-Step oder den Reimprint. Das sind komplexe Interventionen die sehr viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung benötigen. Dafür können sie sehr wirksam und heilsam sein.

Der Wert von Coaching: Gute Interventionen können die eigene und persönliche Wahrnehmung enorm verbessern, Traumata auflösen, das Leben erleichtern, Verhandlungsfähigkeiten verbessern und eine positive Auswirkung auf die Bereiche von Beruf, Beziehung und Gesundheit haben.


Was ist Therapie?

Therapie ist im Gegensatz zu Coaching oftmals die zeitlich längere Begleitung von Menschen die nach bestimmten Diagnosekriterien seelisch, psychisch oder körperlich erkrankt sind. Es ist nachgewiesen das seelische Erkrankungen sich auch bei voller organischen Gesundheit auf den Körper auswirken können. Das Gebiet der Psychosomatik beschäftig sich damit.

Typische Therapieformen:

  • Verhaltens- und/oder Gesprächstherapie
  • Schematherapie
  • Psychosomatik und Psychoanalyse

Die Kosten für eine Therapie werden in der Regel bei der Krankenkasse beantragt, geprüft und in der Regel übernommen. Die Überweisung erfolgt über den Hausarzt.

Die Therapieformen sind unterschiedlich, folgen in der Regel aber einem festen Muster von regelmäßigen Gesprächen die in der Regel auf 45 Minuten pro Woche begrenzt sind. Therapie läuft dabei meist über einen längeren Zeitraum von 3 bis 24 Monaten.

Seit geraumer Zeit sind die Wartezeiten für Therapie sehr lang, weshalb immer mehr Menschen auf Coaching ausweichen.


Was ist Mentoring?

Mentoring ist die professionelle menschliche Begleitung über einen kurzen oder mittellangen Zeitraum. Mentorenprogramme sind oftmals mit unternehmerischen Zielen verknüpft und verfolgen die Absicht in bestimmte Geschäftsfelder einzudringen oder Wissen zu vermitteln.

Die Wissensvermittlung erfolgt häufig über 1zu1-Coachings, Online-Videos, Seminare, Webinare und Gruppen-Calls. Meistens aus der Kombination von sehr vielen Bestandteilen um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Gutes Mentoring beinhaltet oftmals auch Bestandteile von Coaching.

Was wir in 1′ von Porsche lernen können

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=FbZzz0mmL9s

Was ist damit gemeint?

Porsche ist nicht einfach ein Unternehmen das Luxus-Sportwagen baut die irgendwelche Proleten am Sonntag-Morgen laut aufheulen lassen um die Nachbarn zu verärgern. Nein. Das ist eine andere Liga. Das ist eher die Klasse des aufgemotzten alten 3er-BMWs.

Porsche hingegen ist ein Unternehmen dem es über 60 Jahre lang gelungen ist die Identität eines Produktes über alles Sinneskanäle und alle technologischen Weiterentwicklungen hinaus zu wahren – genau das und diese Perfektion wissen die Kunden zu schätzen. Die Seele, die Passion, die Leidenschaft der Ingenieure und der Gründer lebt im Produkt.


Für Porsche-Fans…weitere 40 Minuten darüber wie das Unternehmen sein Marketing und Weiterentwicklung betreibt:

…am Beispiel des neuen Porsche Taycon, das erste vollumfängliche eAuto von Porsche.


Vielen Dank fürs Reinschauen, weiterhin viel Spaß und Erfolg.

Was wir von Jürgen Höller lernen können

Ganz ehrlich: Ich mochte ihn auch nicht. Unsympathisch, etwas abgehoben und dann konnten wir alle über ihn lachen. Live in der „Satire“-Sendung Kurt Krömer. Jürgen Höller, einer der erfolgreichsten Motivations-Trainer aus Deutschland war zu Gast bei „Chez Krömer“. Doch wenn wir genauer hinschauen…

Jürgen Höller, oben im Titelbild rückseitig zu sehen (Quelle: youtube.de, 14:16 Minute) . 35 Jahre Erfahrung bringt er mit, füllt große Hallen mit weit mehr als 1.000 Personen und jetzt dreht er instagram– und youtube-Videos mit dem Titel „Ich schmeiße hin“ über Corona.

Update: Schau dir dieses Interview von Damian Richter mit Jürgen Höller an

Dabei setzt er die Sterberaten mit anderen typischen Todesursachen in Deutschland gekonnt in Relation: Alkoholismus, Drogen und Autounfälle. Clever und für viele Menschen sicherlich ein Wink mit dem Zaunpfahl.

Kurt Krömer kann nett, unfreundlich und Witz. In diesem Talk spaltet er zwischen Freund und Feind. Sehr schnell wird klar in welche Kategorie er Jürgen Höller gesteckt hat.

Krömer stellt knallharte Fragen, Thesen und Fakten:

  • „überteuerte Seminare“
  • „Wann kann ich die ersten Erfolge verzeichnen?
  • „Kann sich der Mann sich das denn leisten kurz vor dem Ruin, mit 3-4 Kindern?“
  • „Da tanzen die dann und machen so…“

Höller antwortet auf seine freundliche euphorische Art:

„Ja, da tanzen wir 2 Tage lang, 10.000 Leute auf den Tischen und deshalb sind wir auch so erfolgreich. Nein. Wir machen natürlich auch Inhalt. Aber wir müssen den Leuten auch zwei Tage etwas bieten. Das ist eine Mischung aus Weiterbildung, aber eben auch Entertainment und Unterhaltung.

Die Leute müssen Spaß haben, denn wenn Weiterbildung keinen Spaß macht dann lerne ich nicht. Mir hat Weiterbildung in der Schule nie Spaß gemacht.“

Und was soll man sagen: Er hat Recht. Nichtsdestotrotz konnte man sich schon damals sich fragen warum er überhaupt in die Sendung gegangen ist. Doch das alleine hat Eindruck geschaffen. Er steht für das ein was er aufgebaut hat und tut.

Ganz klar wird das er sich dazu intensiv mit seiner eigenen Lebensgeschichte auseinander gesetzt haben muss. Er ist sich selbst bewusst, reflektiert, weiß was er kann, wo er Fehler gemacht hat und wie es dazu kam. Er steht dazu offen und ehrlich.

Wer mehr über ihn, seine Geschichte, seine Erfolge und vor allem seine täglichen Routinen erfahren möchte, kann in dieser ARD-Dokumentation mehr erfahren. Sie geht mehr als eine Stunde, aber man lernt sicherlich mehr als durch übliches deutsches Fernsehen:

…ein paar Wochen später…

…ist wieder von ihm zu lesen und zu hören, diesmal auf focus.de

Job-Angst, Streit, Einsamkeit: Motivations-Guru Höller gibt Tipps gegen den Corona-Koller

Er gibt beispielsweise wertvolle Tipps zum Umgang mit Finanzen in der Corona-Krise, wie wir den Alltag zwischen Familie und Home-Office regeln können und wie er selbst mit Krisen umgeht.

Chapeau, Herr Höller. In Summe ein großer Beitrag für alle und wieder etwas mehr Gegenwind für die einsamen Kritiker von Coaching, Mindsetarbeit und Motivationstraining.

Außerdem lernen wir als Coach und Unternehmer etwas mehr über positives und erfolgreiches Marketing mit inhaltichem Mehrwert und Nutzen – auch wenn ein wenig trickreich eingeläutet.

Besonders in Krisen ist Coaching sinnvoll und hilfreich.

Wie kann ich eine Krise souverän meistern?

In Zeiten von Covid-19 macht es sicherlich einen Unterschied von welcher Art von Krise wir sprechen. Sprechen wir also über gesundheitliche, gesellschaftliche, unternehmerische oder eine persönliche Lebenskrise?

Ich glaube wenn man das höchste aller Krisen gemeistert hat, dann kann man auch „einfachere“ Krisen meistern. Das bedeutet wenn ich schwere existentiell-bedrohliche persönliche Krisen bewältigen kann, dann kann ich in der Regel auch verschmerzen zwölf Wochen im Home-Office zu verbringen und mit ständig neuen Einschränkungen oder Änderungen im täglichen Leben umgehen.

Das ist jetzt vereinfacht und etwas provokant daher gesagt. Auch ich weiß dass es ganz sicher für viele Menschen mehr bedeutet und es auch für viele Unternehmen wirtschaftliche Einbußen bedeutet. Bis hin zur existentiellen Bedrohung. Auf der anderen Seite frage ich wie ein Unternehmen in den letzten Jahren gewirtschaftet haben muss, wenn es in der ersten Woche nach der häuslichen Quarantäne schon von existentieller Not spricht. Wo sind die ganzen Gewinne hingeflossen? Wie war das Unternehmen wirtschaftlich aufgestellt? Wo sind die Reserven für 3 Monate? Ich glaube oft ist es weniger dramatisch wie es reflektiert wird. Aber das ist ein anderes Thema.

Phasen einer typischen Krise

Meine These lautet wenn ich mit persönlichen Krisen gut klar komme, dann auch mit unternehmerischen. Also wenn man die Kompetenz(en) dazu aufgebaut hat, diese innere Kraft, dieses „einfach weitermachen“ und nicht bloß das Wissen besitzt. Wenn man es immer wieder schafft neu aufzustehen.

An dieser Stelle kann man zugleich zur persönlichen Bestärkung ganz klar sagen dass uns das Leben immer genau die Herausforderungen schickt, die wir auch schaffen können. Selbst wenn es noch so hoffnungslos aussieht: Mach einfach weiter.

Wieso gibt einen so großen Unterschied zwischen Wissen und Kompetenz?

Dazu möchte ich ein Beispiel geben das mich sehr berührt hat. Vor kurzem hörte ich einen Podcast eines renommierten Trainers. Einem Menschen mit sehr viel Lebenserfahrung und jemand der in meiner Wahrnehmung sehr viel erreicht hat – unternehmerisch und menschlich. Jemand mit Vorbildfunktion, also von dem ich sehr viel gehalten habe. Doch eines war mir immer mehr aufgestoßen, sogenannte Blueprints und Schablonen die hin und wieder mit eingeflossen sind: so auch ein 5-Schritteplan für Krisen. Nachdem ich mehrfach reingehört hatte war ich ziemlich enttäuscht. Doch dazu im Laufe des Artikels mehr.

Natürlich sind Krisen und Schicksale immer relativ. Das bedeutet dass sie jeder einzelne anders wahrnimmt. Für den einen ist es ein schlimmer Unfall in der Kindheit, der Verlust einer nahestehenden Person, gesundheitliche schwierige Herausforderungen wie zum Beispiel Krebs, Burnout oder Depressionen. Aber auch persönliche Beziehungskrisen können das sein.

Manchmal auch viele dieser Aspekte zusammen. Sie haben gemeinsam das sie in gewisser Form hohes persönliches Leiden, sehr starke Emotionen und Hoffnungslosigkeit aufweisen. Selbst wenn man noch einen klaren Gedanken fassen kann, dann streikt womöglich irgendwann der Körper und klagt über Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Erschöpfung. Man weiß nicht weiter, bis hin zu möglicherweise suizidalen Gedanken. Fakt ist: Man kommt da meist alleine nicht raus.

Wie du in Krisen eigene Lösungen finden kannst

Da jeder Mensch der weiß wie man persönliche Krisen möglichst souverän meistern kann auch gesellschaftliche oder unternehmerische Krisen bewältigen kann, konzentriere ich mich mit diesem Artikel auf solche große Lebenskrisen und Situationen.

Dabei kann dieser Blogartikel sicherlich nur ein Startschuss sein und keine persönliche Begleitung ersetzen. Denn eines haben sämtliche Krisen oft gemeinsam: sie verlaufen nicht über Stunden oder Tage, sondern meistens eher über Wochen oder Monate. Sie zehren an unseren Nerven und an unseren Kräften. Sie bringen Emotionen und Zustände nach oben in denen wir uns meist selbst nicht mehr wieder erkennen. Momente in denen wir nicht weiterwissen. Situationen die zum Schreien sind. Phasen in denen wir Rat, Hilfe, Orientierung oder mindestens eine Idee von außen suchen.

Das ist auch der Grund weshalb mir der besagte Podcast sauer aufgestoßen ist. Es gibt keine funktionierende Schablone zum Meistern von Krisen. Es kann sie nicht geben. Jede Krise ist individuell, komplex und persönlich. Sie erfordert die Lösung von Problemen die kaum mehr aus eigener Kraft und Ressourcen gelöst werden können. Das ist vergleichbar mit einem Beinbruch. Auch hier können wir uns aus eigenständiger Kraft nicht mehr helfen und sind auf Unterstützung von außen angewiesen. Oft brauchen wir daher in diesen Fällen einen Menschen der uns unterstützt.

Es mag Phasen und zeitliche Meilensteine in einer Krise geben, aber nun mal kein „Erfolgsrezept“ das man einfach wie eine Todo-Liste abarbeitet, weil in diesen besagten Situationen oftmals die notwendige Distanz, Kraft, Hoffnung oder Unterstützung fehlt.

Meine Kritik zu diesem Podcast wurde letztlich gelöscht und ich schließlich blockiert. Was aus meiner Wahrnehmung nicht nur Kundenunfreundlich ist und wenig menschliches Verständnis zeigt. Es ist auch schade. Aber genau daher leite ich diesen Artikel einfach anders ein. Krisen sind –immer- individuell. Sie erfordern daher grundsätzlich auch individuelle Lösungen.

Falls du also schon viel Zeit in Podcasts, Artikel, Bücher, Seminare oder auch andere Coaches investiert hast, möchte ich dich einfach ermutigen weiterzumachen und genauer hinzuschauen. Es ist gefährlich nach Ratschlägen zu fragen und noch gefährlicher sie zu geben. Du musst nach komplexen und dennoch smarten Lösungen schauen.

Eine davon ist mir begegnet und die möchte ich hier weitergeben Es ist eine Empfehlung von Steffi Christian (Life- und VAK-Coach). Eine Methode die sie kürzlich in ihrer Community beschrieben hat.

In meiner Wahrnehmung beantwortet ihr Ansatz krisen-wirksam und -komplex. Er hilft die Selbstkräfte in einem selbst zu aktivieren, Distanz zu gewinnen, den Fokus nach vorne zu richten und genau das kann in einer Krise helfen um innere Widerstände aufzulösen:

„Laufe in der Zeitlinie nach vorne und schaue dort auf die heutige Situation zurück. Was sagt dein angekommenes ICH zu deinem damaligen ICH? Welchen Rat gibst du dir selbst? Wie hast du damals den inneren Kampf beendet? Denn du bist viel größer als du denkst.“

Das kannst du einfach mal ausprobieren. Auch über mehrere Tage hinweg. Es hilft sich das ganze aufzumalen oder aufzuschreiben.

Wenn du willst, teile deine Erfahrungen gerne mit! Schreibe mir auf Facebook oder instagram. Suche dir einfach einen der letzten Beiträge aus und kommentiere dort. Auch deine Fragen kannst du dort platzieren.

Darüber hinaus findest du hier im Blog in den nächsten Tagen einen weiteren Beitrag mit 7 effektiven „Gamechanger“-Impulsen für Krisen. Gamechanger sind Interventionen für Veränderung. (Update: Hier ist der Artikel „7 Gamechanger um eine Krise zu meistern“)

Manchmal wirken sie ganz unscheinbar und simpel. Aber oft ist es genau das, was es in Krisen braucht. Kleine effektive Werkzeuge.

Wenn du am Ball bleiben willst, dann folge mir auf Facebook | Instagram oder komm gerne in den kostenlosen Online-Circle auf Facebook. Folge einfach den Links.

Danke das du dir die Zeit genommen hast, diesen Artikel bis zum Ende zu lesen.