50 Samstage


[Verse 1]
Fünfzig Wochen, fünfzig Samstage
und ich lern‘ die Stille ohne Ansage
Freitag allein, der Tisch bleibt kalt
mein Spiegel kennt mich, aber fragt mich nicht alt
Ich hör‘ die Uhr, wie sie Nägel zieht
jede Minute, die sich gegen mich wiegt
Alle reden von Nähe, ich seh nur Raum
zu viel Bewusstsein macht aus Tagen Traum

[Pre-Chorus]
Und wenn die Nacht dann zu lang wird
merk ich, wie mein Kopf sich selber anstarrt
Ich bin wach, wenn die Stadt schläft
und jeder Gedanke in mir hart klappert

[Chorus]
Fünfzig Samstage allein
fünfzig Samstage allein
Ich trag das Schweigen nach Haus
und stell’s neben meinen Namen

Fünfzig Samstage allein
fünfzig Samstage allein
Zu viel Licht im Kopf
macht aus mir einen Raum ohne Wände

[Verse 2]
Samstag allein, ich geh die Runde
doch jede Ecke kennt schon meine Stunde
Sonntag allein, und der Sonntag nagt
weil selbst die Ruhe mich ausfragt
Unter der Woche, Montag bis spät
jeder Gang durch die Wohnung wird zum Gebet
Ich zähl die Fliesen, ich zähl den Lärm
doch die Leere in mir bleibt gefährlich gern

[Pre-Chorus]
Und wenn das Lachen von draußen fällt
klingt es, als wär ich hinter Glas gestellt
Ich seh Gesichter, doch bleib am Rand
zu viel Klarheit, und mir rutscht die Hand

[Chorus]
Fünfzig Samstage allein
fünfzig Samstage allein
Ich trag das Schweigen nach Haus
und stell’s neben meinen Namen

Fünfzig Samstage allein
fünfzig Samstage allein
Zu viel Licht im Kopf
macht aus mir einen Raum ohne Wände

[Bridge]
Mehr Bewusstsein, mehr Gewicht
manchmal rettet es mich, manchmal nicht
Ich kenn die Schatten in meinem Blick
und jeder Schritt führt mich zu mir zurück
Vielleicht ist Einsamkeit auch laut
wenn man sich selbst bis auf den Kern durchschaut

[Chorus]
Fünfzig Samstage allein
fünfzig Samstage allein
Ich trag das Schweigen nach Haus
und stell’s neben meinen Namen

Fünfzig Samstage allein
fünfzig Samstage allein
Zu viel Licht im Kopf
macht aus mir einen Raum ohne Wände