Was wir nicht hatten

Album: Neid mit Begründung

Songtext: Patrick Koglin, KI-unterstützt
Vocals: KI-generiert
Sound: KI-generiert


Songtext

[Intro]
Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht.
Was wir nicht konnten, sollen Sie nicht.
Was wir verloren, soll’n Sie auch verlieren.
Was für uns teuer war, soll für Sie unbezahlbar.
Und wenn Sie gewinnen –
soll’n Sie sich dafür schämen und einsam sein.

[Part 1]
Wir haben gelernt, dass man sich durchbeißen muss,
dass jeder Schritt nach vorne seinen Preis haben muss.
Wir hatten kein Netz, keinen Plan, keinen Start,
also erzählen wir euch heute, wie hart und schwierig alles war.

„Uns hat auch keiner was geschenkt.“
Als wär das ein Argument, das Fortschritt lenkt.
Als müsste jeder denselben Kampf und Schmerz ertragen,
damit am besten niemand atmen kann.

Ihr habt neue Wege – wir nennen sie bequem.
Ihr macht es anders – wir sagen, ihr versteht’s nicht.
Ihr verdient schneller – wir fragen, ob das echt ist.
Ihr lebt freier – und plötzlich wird Freiheit verdächtig.

Wenn wir neue Wege gehen, warnt ihr.
Seid skeptisch – und wenn es klappt, werdet ihr provokativ.
Wenn es schiefgeht, sagt ihr: „Hab ich doch gesagt.“
Klappt es gut, geht ihr kleinlaut und nehmt das mit in den Sarg.

Wenn ihr gewinnt, fühlt ihr euch erhaben.
Unser Erfolg? Wird abgesprochen.
Neue Vorhaben ausgelacht,
Ergebnisse kleingemacht.

„Glück gehabt.“ – „Vitamin B.“ – „Zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“
Alles, nur nicht: Du hast es geschafft.

[Hook]
Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht.
Was wir nicht konnten, können Sie nicht.
Was wir uns versagt haben, gönnen wir euch nicht.
Wir nennen es Erfahrung – doch manchmal ist es nur Verzicht.

Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht.
Bleibt lieber stehen, verändert euch nicht.
Denn wenn die nächste Generation weiterzieht,
müssen wir eingestehen, dass unsere Grenze nicht eure ist.

[Part 2]
Wir sagen: „Sei vorsichtig“, meinen: „Bleib klein.“
Sagen: „Das ist unrealistisch“, weil wir selber nicht dort waren.
Sagen: „Das wird nichts“, bevor du angefangen hast,
weil dein Mut uns zeigt, was uns selber gefehlt hat.

Wir gönnen dir nicht die Abkürzung,
weil wir den langen Weg gegangen sind.
Wir nennen deine Chancen ungerecht,
weil wir unsere eigenen längst vergessen haben.

Wir vergessen die Hand, die uns damals hochgezogen hat,
den Menschen, der uns Geld gab, als wir selbst nichts hatten.
Den Chef, der uns eine Chance gab.
Den Freund, der uns sagte: „Du kannst das.“

Doch später erzählen wir die Geschichte anders:

„Ich hab alles alleine geschafft.“

Und genau deshalb darfst du es nicht leichter haben.

Denn wenn du mit weniger Schmerz mehr erreichst,
stellt dein Erfolg eine unbequeme Frage:

War all unser Leiden wirklich notwendig?

Also machen wir deinen Weg schwer.
Nicht immer offen.
Manchmal nur mit einem Satz.
Mit einem Zweifel.
Mit einem Lachen.
Mit einem „Das wird schon noch.“

Wir ziehen dich zurück
und nennen es Fürsorge.

[Hook]
Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht.
Was wir nicht konnten, können Sie nicht.
Was wir uns versagt haben, gönnen wir euch nicht.
Wir nennen es Erfahrung – doch manchmal ist es nur Verzicht.

Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht.
Bleibt lieber bei uns, verändert euch nicht.
Denn wenn die nächste Generation weiterzieht,
müssen wir eingestehen, dass unsere Grenze nicht eure ist.

[Part 3]
Wir geben euch unsere Angst
und nennen sie Vernunft.
Unsere Verbitterung
und nennen sie Realität.

„So läuft das Leben.“
„Das funktioniert so nicht.“
„Warte erstmal ab.“
„Ich hatte auch nichts“
„Warum soll es Dir besser gehen als mir?“

Und während wir darüber streiten,
wer was verdient,
steht eine Generation
vor verschlossenen Türen.

[Bridge]
Denn wenn du besser wirst als ich,
wer bin ich dann?

Wenn du schneller bist,
warum war ich so langsam?

Wenn du weniger leiden musst,
warum habe ich so lange gelitten?

Vielleicht ist es nicht dein Erfolg,
der mich stört.

Vielleicht ist es das,
was dein Erfolg
über mich erzählt.

Doch statt zu fragen:
„Wie können wir euch helfen?“
fragen wir:

„Warum sollt ihr es leichter haben?“

Und genau da beginnt Stillstand.

Wenn jede Generation
ihre Schmerzen weitervererbt,
wird aus Erfahrung irgendwann eine Kette.

Wenn jeder Erfolg der Nächsten
als Bedrohung gilt,
wird aus Stolz irgendwann Misgunst.

Und wenn wir denen im Weg stehen,
die nach uns kommen,
stehen wir am Ende
uns selbst im Weg.

Denn eine Gesellschaft wächst nicht,
wenn jeder seinen Platz verteidigt.

Sie wächst,
wenn einer sagt:

„Ich musste diesen Weg gehen.
Du musst ihn nicht noch einmal gehen.“

[Final Hook]
Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht.
Was wir nicht konnten, können Sie nicht.
Was wir uns versagt haben,
sollt ihr euch nicht versagen.

Wir müssen nicht kleiner werden,
nur damit ihr größer werden dürft.

Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht.

Doch vielleicht ist genau das die Lüge.

Denn was wir nicht hatten,
könnt ihr haben.

Was wir nicht konnten,
könnt ihr schaffen.

[Outro]
Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht.

Vielleicht war das einmal Schutz.

Heute ist es nur:

Neid mit einer guten Begründung.