Es tut mir Leid 1

Veröffentlichungsdatum: 25. Januar 2026
Album: Neues Album

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Songtext

[Intro]
Ich hab’ viel verbockt
Mehr als ich zähl’n kann
Und trotzdem steh ich hier
Mit leeren, offenen Händen

[Verse 1]
Ich hab’ dich klein geredet, nur um groß zu sein
Dich im Streit stehengelassen, ging allein heim
Dein Blick im Rückspiegel, Digga, brennt noch
Du hast nur Nähe gebraucht, ich war angespannt und fremd doch
Zu laut gewesen, wenn du leise warst
Dein Vertrauen wie Papier, ich hab’s zerknüllt in einer Nacht
„Tut mir leid“ klang auswendig, nicht echt
Heute spür’ ich jede Träne, die du damals unterdrückt hast in der Brust, viel zu schwer

[Chorus]
Es tut mir leid, für jedes falsche Wort
Für jeden Stich, den du nicht mehr vergisst
Ich hab’ verletzt, was ich hätt’ schütz’n soll’n
Ich weiß, dass ich dich oft vermiss’
Es tut mir leid, für alles, was zerbricht
Ich such den Weg zurück durch all den Streit
Wenn du kannst, dann heb mich noch ein Stück
Ich fall auf meine Knie
Und bitte um Verzeihung heut’ (es tut mir leid)

[Verse 2]
Ich hab’ gelacht, wenn du geweint hast, aus Verlegenheit
War zu feige für dein Herz, doch zu stolz für Ehrlichkeit
Hab’ versprochen, da zu sein, und war nie pünktlich
„Ich ruf zurück“, doch Brüder warteten vergeblich, fühlten sich unwichtig
Mutter nachts wach, ich kam viel zu spät
Sie hat gebetet, dass mein Weg mich nicht noch tiefer dreht
Ich hab’ geschwiegen, wenn ich „Stopp“ hätt’ sagen müssen
Hab’ geschehen lassen, was ich hätte bremst’n können

[Chorus]
Es tut mir leid, für jedes falsche Wort
Für jeden Stich, den ihr nicht mehr vergesst
Ich hab’ verletzt, was ich hätt’ schütz’n soll’n
Ich weiß, dass man sich zu Recht von mir trennt
Es tut mir leid, für alles, was zerbricht
Ich such den Weg zurück durch all den Streit
Wenn ihr könnt, dann denkt an mich ein Stück
Vielleicht ist da noch Platz
Für ein kleines Stück Verzeihung heut’ (es tut mir leid)

[Bridge]
Ich weiß, ein „Sorry“ klebt wie Pflaster auf ’ner Narbe
Die Haut bleibt dünn, das Herz bleibt zart, die Angst bleibt scharf, ey
Doch ich will nicht weglauf’n, will nicht mehr verweh’n
Ich will den Blick aushalten, der mir zeigt, was ich getan hab, nicht wegsehn (ohh)

[Verse 3]
Ich geb’ mir Mühe, besser zu sein als gestern
Lern’ zuzuhör’n, nicht nur zu reden in Sätzen
Zähl’ bis zehn, bevor ich platze vor Wut
Frag’ mich: „Wen triffst du gerade? Und wozu?“
Ich leg’ mein Ego wie ’nen Mantel vor der Tür ab
Lern’ zu sagen: „Ich hab Angst“, statt zu schreien, dass ich “Recht” hab
Wenn du mich siehst und sagst: „Ich brauch Abstand“
Dann akzeptier’ ich diesen Weg als deinen Schutzwall, nicht als Kampf

[Chorus]
Es tut mir leid, für jedes falsche Wort
Für jeden Blick, der dich verletzt zurückließ
Ich hab’ verletzt, was ich hätt’ schütz’n soll’n
Doch ich trag’ die Schuld, renn’ nicht mehr weg vor mir
Es tut mir leid, für alles, was zerbricht
Ich such den Weg durch Scham und Einsamkeit
Wenn du kannst, dann gib mir ein Gesicht
Das nicht nur Schmerz in mir erkennt
Sondern auch den Wunsch nach deinem „Es sei dir verziehen“

[Outro]
Für alles, was ich nicht mehr grade bieg’
Leg ich mein Herz vor deine Tür, ganz friedlich
Ich weiß, ich hab’ es nicht verdient auf Knopfdruck frei zu sein
Doch wenn Vergebung Gnade ist