Wertschätzung ist die Lösung

[Intro]
Du schaust nach innen
bis du nichts mehr siehst
alles dreht sich
nur noch um dich

[Verse 1]
Du fragst dich: „Was stimmt nicht mit mir?“
und jeder Spiegel macht’s nur schlimmer hier
zählst deine Fehler wie Perlen an Ketten
doch jede Perle zieht dich tiefer ins Bett
Alles Fokus auf Schmerz, auf Mangel, auf Wut
bis jede kleine Wunde wie ‘n Abgrund tut
dein Kopf wie ‘n Käfig, du hältst dich drin fest
und nennst dieses enge Gefängnis „Ich selbst“

Du suchst Therapie in noch mehr Ich
doch jede Runde dreht dich weiter schief
immer „Was fehlt mir?“, „Was lief falsch?“
du pumpst das Feuer, wunderst dich über Qualm
Selbstmitleid sickert wie Gift in dein Blut
macht aus kleinen Tropfen ‘ne ganze Flut
du wartest auf Heilung von irgendwo her
doch Heilung beginnt, wenn du schaust: Wer braucht mehr?

[Chorus]
Selbstfokus erzeugt Leid
bricht dich leise von innen entzwei
doch wenn du jemand andern hältst
verändert sich sofort die Welt
Du kannst nicht dankbar sein und leiden
dankbar sein und leiden, gleichzeitig geht nicht
Wertschätzung ist die Lösung
die Tür aus deinem Labyrinth

[Verse 2]
Du gehst auf die Straße mit leerem Blick
bis dir auffällt: alle tragen irgendwas mit
die Frau an der Kasse, der Junge im Bus
vielleicht tragen sie Lasten, von denen du nichts wissen musst
Ein kleines Lächeln, ein „Danke, dass du da bist“
ein „Ich seh, wie du kämpfst, auch wenn du’s selber vergisst“
und plötzlich spürst du, wie sich Spannung löst
als hättest du einem Fremden ‘n Mantel gelöst

Du hebst jemand auf, der am Boden klebt
und merkst, wie sich dabei dein Herz erhebt
ein Anruf bei ‘nem Freund, der schon lange schweigt
und auf einmal ist da Wärme, wo vorher nur Kälte bleibt
Du wischst jemand andern die Tränen vom Gesicht
und merkst, wie es in dir heller wird, Schicht für Schicht
weil Dienen kein Kniefall, sondern Aufstand ist
gegen die Lüge, dass du allein wichtig bist

[Chorus]
Selbstfokus erzeugt Leid
bricht dich leise von innen entzwei
doch wenn du jemand andern hältst
verändert sich sofort die Welt
Du kannst nicht dankbar sein und leiden
dankbar sein und leiden, gleichzeitig geht nicht
Wertschätzung ist die Lösung
die Tür aus deinem Labyrinth

[Bridge]
Die Natur, die dir zuflüstert „Was stimmt nicht mit dir?“
ist dieselbe Stimme, die sagt „Sieh nur dich, nur hier“
doch jedes echte „Danke“ schaltet sie leiser
jedes echte „Wie geht’s dir?“ macht dich weiser
Du bist nicht geheilt, wenn du dich nur verstehst
du wirst gesund, wenn du mit andern stehst
wenn du lernst, ihr Leuchten wiederzusehen
wird auch dein eigener Schatten vergehen (oh yeah)

[Chorus]
Selbstfokus erzeugt Leid
bricht dich leise von innen entzwei
doch wenn du jemand andern hältst
verändert sich sofort die Welt
Du kannst nicht dankbar sein und leiden
dankbar sein und leiden, gleichzeitig geht nicht
Wertschätzung ist die Lösung
die Tür aus deinem Labyrinth

[Outro]
Du fragst nicht mehr: „Was ist falsch mit mir?“
sondern: „Wie kann ich heut gut sein für dich hier?“
und jedes Mal, wenn du dich so entscheidst
merkst du: Wenn du dich vergisst, verschwindet das Leid