
Songtext
[Verse 1]
Ich wach auf, kauf Zeit mit Minuten im Stau
Kaffee to go, Akten im Rucksack, ich bau
Mein Leben wie ‘n Turm aus Terminen und Pflicht
Doch wenn ich sag, ich bin müde, dann juckt euch das nicht
Ich funktionier, lächle brav auf dem Team-Event
Kollegen sagen: „Bruder, du machst das, du brennst“
Doch keiner fragt, was es kostet, so stark zu sein
Nur, dass am Ende vom Monat die Zahlen noch stimmen, allein
[Chorus]
Alle wollen, dass ich lauf, dass ich zahl, dass ich trag
Doch wer hält mich, wenn ich fall in der Nacht, wenn ich frag?
Ich sehne mich nach Nähe, nach ‘nem Blick, der mich meint
Nach ‘ner Hand auf meiner Schulter, wenn mein Kopf wieder schreit
Ich geb’ den Mann, der versorgt, der nicht zweifelt, nicht weint
Doch wer liebt den, der dahinter leise um Hilfe schreit?
Alle wollen meine Stärke, meine Ruhe, meinen Plan
Aber keiner, keiner fragt: „Wie geht’s dir, Mann?“
[Verse 2]
Sie sagt, sie sucht ‘nen Typ mit Vision und Erfolg
Doch wenn ich ehrlich werd, merkt sie, ich hab auch Zeug
Das drückt, das zieht, das frisst in stillen Stunden
Dann heißt es schnell, ich wär „zu viel“ mit meinen Wunden
„Reiß dich zusammen, andere haben’s auch schwer“
Ja, ich weiß, aber macht’s das leichter, bitte erklär?
Ich wünsch mir nur ‘nen Abend, Sofa, Film, bisschen Tee
‘n Ohr, das nicht urteilt, wenn ich sag, es tut weh
[Chorus]
Alle wollen, dass ich lauf, dass ich zahl, dass ich trag
Doch wer hält mich, wenn ich fall in der Nacht, wenn ich frag?
Ich sehne mich nach Nähe, nach ‘nem Blick, der mich meint
Nach ‘nem „Ich versteh dich“ und es ist nicht peinlich, wenn man weint
Ich geb’ den Mann, der versorgt, der nicht zweifelt, nicht weint
Doch wer liebt den, der dahinter leise um Hilfe schreit?
Alle wollen meine Stärke, meine Ruhe, meinen Plan
Aber keiner, keiner fragt: „Wie geht’s dir, Mann?“
[Bridge]
Bin ich weniger Mann, wenn ich sag, dass ich frier?
Wenn ich sag, ich hab Angst, irgendwann so zu erfrieren?
Zwischen Rechnungen, Verträgen, stummen Nächten im Bett
Wo ich mich frag, ob es irgendwo ‘nen Platz für mich gibt, der mich rettet
[Chorus]
Alle wollen, dass ich lauf, dass ich zahl, dass ich trag
Doch wer hält mich, wenn ich fall in der Nacht, wenn ich frag?
Ich sehne mich nach Nähe, nach ‘nem Blick, der mich meint
Nach ‘nem Tisch, zwei Teller, und wir reden bis das Licht wieder scheint
Ich geb’ den Mann, der versorgt, der nicht zweifelt, nicht weint
Doch wer liebt den, der dahinter leise um Hilfe schreit?
Alle wollen meine Stärke, meine Ruhe, meinen Plan
Doch ich brauch auch jemand, der sagt:
„Ich seh dich, Mann.“