Kompetenzkompensation durch Abwertung

Kompetenzkompensation durch Abwertung

Manche Führungskräfte oder Manager gewinnen ihr Selbstwertgefühl nicht primär aus Problemlösung, Verantwortung oder Ergebnissen, sondern aus ihrer relativen Position im System.

Sie fühlen sich kompetent, wenn andere weniger erfahren, weniger sichtbar oder abhängiger von ihnen sind oder schlechter dastehen. Manche helfen hier auch gerne nach. Falsche Ratschläge, irreführende Anweisungen, zynische Kommentare.

Das führt zu Verhaltensmustern wie:

  • Menschen klein halten, damit die eigene Größe sichtbar bleibt
  • starke Mitarbeiter blockieren oder ausbremsen
  • Experten nur dann fördern, wenn sie die eigene Position nicht gefährden
  • Entscheidungen über Status statt über Qualität treffen
  • „Ich bin der Chef, also habe ich recht“ als Ersatz für fachliche Argumentation

Der Gegenpol wäre souveräne Führung:

Eine starke Führungskraft braucht keine schwächeren Menschen um sich herum. Sie erkennt Kompetenz, baut bessere Menschen auf und gewinnt dadurch an Einfluss. Schlauere und engagiertere Mitarbeiter um sich herum? Gut so.

Der Kompetenzspiegel-Effekt: Wenn Führungskräfte andere schlecht machen müssen, um sich selbst groß zu fühlen.