Wir brauchen neue Ideen und keiner schaut hin

Immer mehr Jobcenter stehen in der Kritik, es kommt zu Abrechnungsproblemen und Klagen vor dem Sozialgericht. Der psychische Druck in unserem Land steigt, immer mehr Akademiker finden keinen Job und für viele Menschen wird das Geld immer knapper. Diejenigen, die noch Arbeit haben, bangen darum oder sehen sich nicht betroffen.

Online, im Fernsehen und Zeitschriften wird über Benzinpreisbremse diskutiert die angeblich nur 25 € bringt, dabei sind kleine Preisunterschied von 2,50 € auf 2,00 € pro Liter Diesel schon ein Unterschied von rund 50 € pro Tankfüllung. Von Auswirkungen auf Taxi- und Speditionsunternehmen eben abgesehen.

Und Elektroauto oder Neukauf? Für viele gar nicht aktuell bezahlbar. Gleichzeitig jagt online ein Trend den nächsten.

Viele Menschen sehen darin Einzelschicksale, aber es handelt sich um ein systemisches, gesellschaftliches und politisches Problem. Es ist die angestiegene Komplexität und der Wandel in der Informationstechnologie und durch das Internet. Prozessoptimierungen haben sich teilweise nicht durchgesetzt.

Diese Entwicklung war abzusehen. Warum?

Schlechte Informationsengineering

Deutschland hat den unbegrenzten Anstieg von Informationen übersehen und ignoriert. Während viele online versuchen sich als Influencer durchzusetzen, werden die Menschen und vor allem Jugendliche mit Informationen überschüttet. Das beeinflusst -im wahrsten Sinne der Worte und Stabilität sowie Arbeitsbereitschaft, Motivation oder Moral geht verloren.

Dann hat man versucht vieles durch Gesetze, Vertragsbedingungen und Kleingedrucktes zu regulieren. Oder man motiviert durch Kürzungen und Beschimpfungen. Etwas wo immer mehr in den Widerstand gehen. Gleichzeitig wurde die digitale Transformation nicht ordnungsgemäß und auf Basis wichtiger Prinzipien wie z.B. aus der Lean Management-Bewegung, Scrum oder Kanban geführt. Die Folge: reine Informationsflut und komplizierte Prozessketten.

Gewinner und Verlierer

Unternehmen und Behörden nutzen das natürlich für sich. Jeder ist an seinem eigenen Vorteil interessiert. Die Folge: Jobcenter, Städte, Finanzämter und Behörden handeln als verlängerter Arm des Staates und was nicht rechtmäßig ist wird vor dem Sozialgericht verhandelt:

Komplexität durch Bürokratie und Informationsflut

Firmen wie Lufthansa, Zalando, Bosch und Co. drohen mit Umstrukturierungen, wandern ins Ausland und andere Standorte ab oder machen vollständig zu. Einerseits ist eine Wirtschaftskrise in vollem Gange. Andererseits deutet alles hin auf eine laufende wirtschaftliche Veränderung und Transformation.

Das Tückische in solchen Zeiten: es gibt Gewinner und Verlierer. Während die einen 22 Millionen Euro beispielsweise für Förderungen einkassiert haben – wie im Beispiel von Zalando – kämpfen andere ums Überleben, drehen jeden Cent dreimal herum und sind in Sorgen oder beobachten wie andere obdachlos werden: Job verloren, Wohnung weg, obdachlos

„Bis vergangenes Jahr hat Jonathan Knodel als Testfahrer in der Automobilbranche gearbeitet. „Die Automobilindustrie ist ja gerade in der Krise, und da hat es mich auch erwischt“, erzählt Jonathan Knodel. „Im April 2025 hab ich die Kündigung bekommen und eine gute Abfindung.“ Der 53-Jährige machte sich in der Immobilienbranche selbstständig, scheiterte aber. Hinzu kam noch die Trennung von seiner Frau, dadurch verlor er seine Wohnung.“, https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/vesperkirche2026-jonathan-obdachlos-100.html

Das sind Aspekte, die die Menschen bewegt. Gleichzeitig wäre da ein großer Hebel, wenn man Einfachheit und ein positives Menschenbild nutzen würde. Die Antwort liegt im System. Etwas was große Tragweite haben könnte, wenn man sich näher damit beschäftigt und ein Beratungsmandat vergibt.

Für alle anderen bleibt nur die Gelegenheit auf Coaching und Mentoring zurückzugreifen oder anderweitige Sozialberatung in Anspruch zu nehmen. Etwas was hilft sich positiv zu orientieren und trotz allem die richtigen Hebel zu finden etwas aus der Situation zu machen: Investieren statt Konsumieren.