Immer mehr Roboter zu sehen – endlich: Bericht von der Hannover Messe 2026

Was sind die neusten Projekte, Eindrücke und Informationen von der Hannover Messe 2026?

Die Roboter sind zu sehen – endlich: Wir waren vor Ort, haben viele Eindrücke aufgenommen und auch kurze Clips für instagram, youtube und TikTok erstellt. Den subjektiven Eindruck, der vor Ort entstanden ist und die wichtigsten Erneuerungen wollen wir hier wiedergeben.

Was ist die Hannover Messe?

Die HANNOVER MESSE ist die international wichtigste Plattform für alle Technologien rund um die industrielle Transformation – mit ausgezeichneten Innovationen oder ungewöhnlichen Produkten. Hier finden Sie alle Fakten, die eins noch klarer machen: dabei sein ist alles!

https://www.hannovermesse.de/de/ueber-uns/ueber-die-messe/

Natürlich sollte man sich nicht davon aufhalten lassen um einen persönlichen Besuch vor Ort vorzunehmen, aber vielleicht ist das hier eine gute Gelegenheit um etwas Motivation zu gewinnen oder aber etwas mitzunehmen, wenn man es zeitlich, beruflich oder privat nicht einrichten konnte.

Robotik-Motto: „We serve society“ – wir dienen der Gesellschaft

Das neueste rund um KI, Produktivitätsentwicklung, IT-Sicherheit, Energiewende und KI: In diesem Blogartikel geht es auch fachlicher und tiefgreifender um die neusten Entwicklungen, IT-Projekte und KI-Entwicklungen. Es werden neben den typischen Chancen, auch die Ängste und Risiken im Hinblick KI und Prozessautomatisierung gehen.


HMI trifft auf Brasilien und viele andere Länder

Erstmal muss man sagen das die HMI wieder unfassbar gut organisiert, friedlich, reibungslos und wirklich sehr ordentlich aufgebaut war – und das sogar trotz Streik des ÖPNV in Hannover. Im letzten Jahr war die Hannover Messe von über 125.000 Gästen besucht.

Kein Grund für einen Mangel an Sicherheit und Qualität

Auch dieses Jahr war wieder alles sauber, qualitativ hochwertig, sicher und vernünftig organisiert. Entgegen dem, was man über andere Messen hört, gab es auch kein olfaktorisches Problem (Im Internet kursieren Gerüchte das es auf der letzten Fibu unfassbar schlecht gerochen haben muss. Was ist die FIBO? Die FIBO ist die weltweit führende Messe für Gesundheit, Fitness und Wellness in Köln)

Einzig kleiner Wehmutstropfen war der Streik des ÖPNV der ausgerechnet auf den Montag und Dienstag fiel. War das etwa Absicht?

Hierzu sei persönlich angemerkt: Wer im öffentlichen Nahverkehr zu einer internationalen Messe streikt, der kann es nicht ganz so gut mit seinen Besuchern und Gästen meinen. Das zeigt auch keine Weitsicht. Die Hannover Messe hat hier dementsprechend reagiert, per E-Mail informiert, Busse organisiert und als Ausgleich entsprechende Geschenke verteilt. Aber ärgerlich – so ein Streik. Gerade zu so einem wichtigen Termin.

Warum? Streik, bessere Arbeitsbedingungen, Wertschätzung und Lohnforderungen hin oder her – wenn ein Streik die kritische Infrastruktur lahmlegt, die Mobilität einschränkt oder die Wirtschaftsentwicklung eines ganzen Landes – im internationalen Wettbewerb sowie die Gastfreundschaft gefährdet, dann ist das nicht mehr wirklich witzig und dauerhaft eher lästig oder auch weniger ernstzunehmen. Allerdings wissen wir natürlich auch nicht was die wirkliche Absicht dahinter war.

Gleichzeitig zeigt die Lufthansa wie mittelfristig mit permanenten Arbeitsboykott umzugehen ist.

Vielleicht hat der Streik des ÖPNV auch etwas mit den Ausstellern zu tun. Warum? Unter anderem waren auf der Hannover Messe 26 auch autonome Fahrzeuge ausgestellt. Beispielweise ein Prototyp einer Bahn, die elektrisch und fahrerlos fährt.

Natürlich kann man solche Neuentwicklungen skeptisch sehen. Gleichzeitig zeigt die Geschichte der Industrialisierung, Informationstechnologie und Mobilität, wie es in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten immer wieder entsprechende Umbrüche und Erneuerungen gab.

Dabei wurden meistens die Arbeitsbedingungen verbessert, anstatt verschlechtert. Aber es ist logisch, das hier gewisse Ängste mitspielen. Nicht nur Arbeitsplatzverlust ist hier ein Thema, sondern natürlich auch die Weiterbildung, Probleme mit unfairem Wettbewerb und die erforderliche Kraft und Kosten für entsprechende persönliche Neuausrichtung.

In solchen Phasen besteht gleichzeitig die Chance das neue, leichtere und qualitativ-bessere Arbeitsplätze entstehen und auch ein gewisser Fachkräftemangel z.B. durch demografischen Wandel besser ausgeglichen werden kann.

KI verändert die Arbeitswelt

KI und Automatisierung: Etwas was neben „Deep Fakes„, Absicherung, Energie- und Effizienzoptimierung womöglich gerade alle bewegt: Angst vor Arbeitsplatzverlust und Erneuerung. Das zeigte sich auch in den Gesprächen und im Marketing. Slogans wie:

  • What can roboter do for you? (Was können Roboter für uns tun?)
  • We serve society. (Wir dienen der Gesellschaft)

KI-Entwicklung – Veränderung, die alle bewegt

Das Besondere an der Hannover-Messe? Es gibt nicht nur viele Projekte und inzwischen endlich auch wieder mehr Fahrzeuge und Flugobjekte zu sehen, sondern auch spannende Vorträge. Unter anderem eben zu Risiken beim Einsatz von KI oder auch neusten Entwicklungen aus der Krebsforschung zum Beispiel.

Hier konnten beispielsweisen durch neue Technologie die Diagnoseverfahren zeitlich von mehreren Tagen auf mehrere Minuten reduziert und die Kosten pro Diagnose und Patient beispielsweise um die 1.500 – 2.000 € gesenkt werden. Auch das schafft Computertechnologie und KI.

Gleichzeitig ging es in den Vorträgen aber, wie gesagt auch um Risiken. Hier ist beispielsweise das Phänomen von „digitalen Halluzinationen“ zu nennen. Ein etwas außergewöhnlicher Begriff.

Was sind digitale Halluzinationen? Oft im Kontext von KI auch nur „Halluzinationen“ genannt.

Das sind Informationen, die von der Computerlogik dazu erfunden werden. Also z.B. bei der Frage wie oft der Buchstabe „e“ in „Erdbeere“ steckt. Hier antwortete ChatGPT eine zeitlange mit 5 oder sogar 7.

Selbst wenn man nachfragte wo sich dieser Buchstabe befindet, antwortete ChatGPT sehr nett und freundlich – aber falsch. Das ist ein gutes Beispiel für das Halluzinationsphänomen von KI. Es werden Informationen falsch ergänzt oder hinzugefügt.

Chance und Risiken von KI

Darüber hinaus ist der bekannte „Face Swap„-Effekt von KI sicherlich inzwischen bekannt und durch die Medien gegangen. Was bedeutet „Face Swap“? Dabei werden Gesichter in Videos oder Fotos mit Hilfe von Computertechnologie getauscht. Wie? Inzwischen geht das teilweise sogar ganz einfach mit Hilfe von ChatGPT.

Dabei hilft KI eigentlich mehr Klarheit für sich, Formulierungen, Informationen, wissenschaftliche Ergebnisse und Antworten auf viele alltägliche, private oder berufliche Fragen zu finden.

Das Problem: Gesichter können getauscht, Informationen gefälscht und damit eben relativ echte Fake-Videos und Bilder erstellt werden. Aber nicht nur das, auch digitaler Identitätsdiebstahl wird damit eben möglich. Wer das unrechtmäßig macht, bekommt allerdings früher oder später ein rechtliches Problem.

KI-Einsatz kann auch lustig und amusänt sein

Man kann sich mit KI eben auch eine virtuelle Freundin an die Seite stellen. Nur um das öffentliche Gerede zum Beispiel etwas anzuheizen, sich nicht so alleine zu fühlen oder Fake-News zu reduzieren, zum Beispiel. Aber auch das erfordert eben entsprechendes Bewusstsein beim Einsatz von KI.

Allerdings ist das nichts neues. Fast alle Computer- und Internetexperten wissen, falschinformationen und bewusster Umgang mit Daten und externen Informationen ist schon seit der Erfindung des Internets wichtig und – spätestens seit Jahr 2000 – als das Internet kam: Informationenen im Internet können, wie in allen anderen Medien wie im Fernsehen, Filmen, den Nachrichten und Zeitschriften gefälscht sein.

Welche Informationen im Internet sind wahr und richtig? Diese Frage war schon immer ein Teilgebiet der IT.

KI-generiertes Bild
KI-generiertes Bild

Wie sieht das rechtlich aus? Sich eine „virtuelle Partner“ zu erstellen um zu sehen wer gut zu einem passen würde ist sicherlich rechtlich kein Problem. Was allerdings kritischer ist, ist die Verbreitung von Falschnachrichten, das Missbrauchen einer Identität oder Erstellen von Deep-Fakes: Auch wenn Unternehmen z.B. falsche Mitarbeiter vortäuschen oder damit indirekt unfair im Wettbewerb interagieren ist das ein rechtliches Problem. Für Unternehmen bedeutet das: Falsche Angaben können zu rechtlichen Problemen führen.

Dazu passend: Warum es Männer heute schwer haben eine passende Partnerin zu finden?

Neben dem Identitätsdiebstahl gibt es für KI-generierte Inhalte inzwischen schon längst entsprecheden Regulierungen und Rahmenbedingungen.

Rechtliche Rahmenbedingungen für KI-generierte Inhalte und Deepfakes

Die Erstellung und Verbreitung von KI-Inhalten – insbesondere Face-Swaps und Deepfakes – unterliegt in Deutschland und der EU einem engen rechtlichen Korsett.

Während die rein private Nutzung meist unbedenklich ist, greifen bei Veröffentlichungen ohne Einwilligung der Betroffenen drastische Sanktionen: Neben zivilrechtlichen Unterlassungsansprüchen können Verstöße gegen das Recht am eigenen Bild (§§ 22, 23 KUG) sowie Straftatbestände wie die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs (§ 201a StGB) oder Verleumdung erfüllt sein.

Besonders relevant ist der neue EU AI Act (KI-Verordnung), der eine strikte Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte vorschreibt, die reale Personen oder Ereignisse täuschend echt darstellen (Art. 50 AI Act). Werden solche Technologien zur gezielten Desinformation oder zum Identitätsdiebstahl genutzt, drohen zudem Verfahren wegen Betrugs oder empfindliche Bußgelder durch die Aufsichtsbehörden.

Quellen:

  • Strafgesetzbuch (StGB): § 201a (Bildaufnahmen), § 187 (Verleumdung).
  • Kunsturhebergesetz (KUG): § 22 (Recht am eigenen Bild).
  • Verordnung (EU) 2024/1689 (EU AI Act): Anforderungen an die Transparenz bei Deepfakes (Art. 50).
  • BfDI (Bundesbeauftragter für den Datenschutz): Leitfaden zu Deepfakes und Datenschutzrechten.

Face-Swaps sind nicht grundsätzlich verboten, aber ihre Nutzung ist in Deutschland und der EU stark reguliert und kann in vielen Fällen strafbar sein. (Quelle: google-KI, reddit)

Was allerdings rechtlich kritisch ist, ist der Identitätsdiebstahl oder das Verbreiten von falschen Nachrichten und Informationen.

Falschinformationen in der KI

Ein weiteres Risiko hingegen sind Falschinformationen durch manipulierte Quellen in der KI. Wie ist das gemeint? Software-Systeme greifen natürlich auf unterschiedliche Datenquellen und -informationen zurück. Wenn sich nun auf einer Webseite entsprechende Informationen befinden, weil sie dort jemand platziert hat, kann die KI natürlich den Unterschied nicht direkt erkennen, unterscheiden und Fake-News nicht differenzieren.

Das allerdings war auch schon immer ein Thema in der IT: Jeder der online nach Informationen gesucht hat, im Fernsehen sieht, oder etwas in der Zeitung liest, darf sich immer die Frage stellen ob das denn wirklich valide, geprüft und richtig ist.


Video-Impressionen


Das waren die ersten Informationen zur Hannover Messe. Folgen Sie uns gerne auf instagram, youtube, Threads, Twitter/X oder Linkedin um nichts zu verpassen:

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Es wird in diesem Blog auch noch einen zweiten Artikel zur Hannover Messe geben. Dort gehen wir dann näher auf die unterschiedlichen Branchen, Länder und Roboter-Entwicklungen ein.