Fach- und Blogartikel

  • Warum das Kollektiv nicht immer recht hat: Eine Betrachtung

    Die Annahme, dass die Mehrheit stets die Wahrheit gepachtet hat, ist ein verbreiteter Trugschluss. Während „Schwarmintelligenz“ in spezifischen Kontexten funktioniert, offenbaren die Psychologie und die Entscheidungstheorie signifikante Schwachstellen kollektiver Urteilsbildung. Auch der Ex-CTO von IBM hat es in seinem Buch „Schwarmdumm“ schon untermauert: Mehrheitslösungen sind nicht immer die besten. Auch Carl Gustav Jung prägte den…


  • Die Sabotage der Effizienz: Der stille Widerstand in der modernen Arbeitswelt

    In einer Ära, die von technologischer Beschleunigung und künstlicher Intelligenz geprägt ist, lässt sich ein paradoxes Phänomen beobachten: Der Widerstand gegen Verbesserungen, Fortschritt und übermächtige Systeme äußert sich nicht mehr durch offene Rebellion, sondern durch die strategische Kultivierung von Aufwand, Kompliziertheit und Ineffizienz. Die Mechanik des passiven Widerstands Wo früher der Streik das Mittel der…


  • Wenn eine Nation in den Widerstand geht: Die Folgen eines gesellschaftlichen Boykotts

    Hier ist ein Artikel, der einen mahnenden Charakter für gesellschaftlichen Widerstand beibehält, aber empathisch und einladend für Veränderung formuliert ist. Der Fokus liegt darauf, dass wir in starken Entwicklungs- und Veränderungsphasen nur gemeinsam gewinnen können und das „Große Ganze“ unser aller Sicherheitsnetz ist. Wenn das „Wir“ leiser wird: Warum gesellschaftlicher Rückzug uns alle trifft Ein…


  • Der Preis der Gleichgültigkeit: Wenn Fahrlässigkeit die Substanz gefährdet

    Infrastruktur ist das physische Fundament unserer Gesellschaft. Doch wer den Blick über aktuelle Großprojekte, Straßensanierungen oder öffentliche Bauten schweifen lässt, erkennt ein besorgniserregendes Muster. Es ist nicht allein der Mangel an finanziellen Mitteln, der unsere Substanz gefährdet, sondern eine schleichende Kultur der groben Fahrlässigkeit und des fehlenden Engagements, z.B. im Rahmen von Fürsorgepflicht. Die Erosion…


  • Konfrontation mit dem Unbewussten: Plötzlich funktioniert nichts mehr

    Das Jahr 1913 markiert den entscheidenden Wendepunkt im Leben und Werk von Carl Gustav Jung. Nach dem endgültigen Bruch mit Sigmund Freud befand sich Jung in einer Phase tiefer Desorientierung, die er später als seine „Konfrontation mit dem Unbewussten“ bezeichnete. Wer war Carl Gustav Jung? Carl Gustav Jung (1875–1961) war ein Schweizer Psychiater und der…


  • Aktuelle Internetstörungen – Update: Problem wohl gelöst – erledigt

    Derzeit (5. Mai 2026, 23:30 Uhr) gibt es nationale Internetprobleme. Die Denic hat Informationen dazu herausgegeben. Teilweise sind Webseiten und Streamingdienste nicht verfügbar. Unabhängig vom Anbieter. Akute Bedrohungslage gibt es aktuell scheinbar nicht: Telefon, einzelne Radio-Sender und globale Webseiten funktionieren. Die Denic informiert wie folgt: Die für .de-Domains zuständige Denic hat auf Ihrer Stauts-Website (status.denic.de)…


  • Wir brauchen neue Ideen und keiner schaut hin

    Immer mehr Jobcenter stehen in der Kritik, es kommt zu Abrechnungsproblemen und Klagen vor dem Sozialgericht. Der psychische Druck in unserem Land steigt, immer mehr Akademiker finden keinen Job und für viele Menschen wird das Geld immer knapper. Diejenigen, die noch Arbeit haben, bangen darum oder sehen sich nicht betroffen. Online, im Fernsehen und Zeitschriften…


  • Die Erosion des Interpersonalen – Wie extreme Bewertungsmuster zum Beziehungsabbruch führen

    In der psychologischen Interaktionsforschung wird zunehmend deutlich, dass Bewertungsmechanismen, die ursprünglich in Leistungsinstanzen wie der Schule oder dem Berufsleben erlernt wurden, eine destruktive Eigendynamik in privaten Partnerschaften und Freundschaften entwickeln können. Wenn die Tendenz zu extremen Bewertungen – das sogenannte „Schwarz-Weiß-Denken“ oder die Überfokussierung auf Defizite – in das zwischenmenschliche Gefüge diffundiert, gefährdet dies das…


  • Es interessiert keinen: Warum ausgerechnet die Stützen unserer Gesellschaft zu Verlierern werden

    Es interessiert keinen: Warum ausgerechnet die Stützen unserer Gesellschaft zu Verlierern werden

    In der Theorie ist unsere Gesellschaft ein fein gewebtes Netz, in dem jeder Beitrag zählt. In der Praxis zeigt sich jedoch ein Paradoxon: Je essenzieller die Leistung eines Einzelnen für das Gemeinwohl ist, desto unsichtbarer scheint er zu werden. Es ist die bittere Realität derer, die das System am Laufen halten, während das System sie…


  • Der Preis der Perfektion: Wenn die Leidenschaft zum Burnout-Beschleuniger wird

    Der Preis der Perfektion: Wenn die Leidenschaft zum Burnout-Beschleuniger wird

    „Man braucht nicht unbedingt ein Rennrad für 15.000 €. Man bekommt auch schon gute gebrauchte für 2.000 €.„, erklärt ein junger Mann in einem Social Media Beitrag. In den Kommentaren wird er nach der Ausrüstung gefragt: welcher Lenker, welche Pedale? Einige schreiben das der Lenker alleine 2.000 € kosten würde, andere sagen es wären „nur“…


  • Bei der „richtigen“ Person kann man nichts „falsch“ machen – eine NLP-Sicht dieses Zitats

    Bei der richtigen Personen kannst du nichts falsch machen. Bei der falschen Person kannst du nichts richtig machen. Dieses Zitat ist ein klassisches Beispiel für eine binäre Falle und enthält tiefgreifende linguistische Strukturen, die wir im NLP (Neuro-Linguistisches Psychologie) über das Metamodell der Sprache präzise dekonstruieren können. Fachlich betrachtet handelt es sich um eine Form der hypnotischen Sprachmuster (Milton-Modell),…


  • Klarheit in Beziehungen: Warum Fragen zu stellen keine Schwäche – sondern psychologische Reife ist

    In modernen Dating- oder Coaching-Ratgebern taucht die Idee auf, dass es weniger attraktiv oder „unmännlich“ sei, direkt zu fragen, ob man sich treffen möchte und etwas unternehmen will. Der Vorschlag geht meistens in die Richtung von Direktiven Ansagen, frei nach dem Motto: „Du und ich, heute Abend 19 Uhr – nehm Dir nichts vor. Ich…


  • Jenseits von Schuldzuschreibungen und Gaslighting: Eine systemische Analyse von Ehe- und Beziehungskrisen

    Der Vorwurf des „Gaslighting“ ist in den letzten Jahren zu einem Schlagwort in der Beziehungsberatung geworden. Gleich gefolgt von der Pauschalbetitelung über „Narzissmus„. Oft wird beides genutzt, um eine schmerzhafte Dynamik zu beschreiben, in der sich eine Person – häufig die Frau – als Zielscheibe permanenter Kritik sieht. Doch wer eine Ehe wirklich verstehen und…


  • Wenn im Coaching das Leben des Mentors wichtiger wird als die eigene Veränderung

    Im Coaching kann ein interessantes Phänomen auftreten: Klient:innen beginnen, sich stärker für den Coach selbst zu interessieren als für die eigenen Themen. Warum ist das so? Es ist einfacher über andere zu urteilen oder darüber zu spekulieren, anstatt sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen und die Aufmerksamkeit der eigenen Entwicklung zu schenken. Statt…


  • Wie entsteht das Gefühl von Sicherheit?

    Sicherheit entsteht auf mehreren Ebenen – körperlich, emotional und kognitiv – und speist sich aus inneren wie äußeren Quellen. Das sagt UseAI: Körperliche Ebene: Das Nervensystem regulieren Dein autonomes Nervensystem entscheidet in Sekundenbruchteilen, ob eine Situation sicher oder bedrohlich ist. Ein Gefühl von Sicherheit stellt sich ein, wenn der Parasympathikus dominiert (der „Ruhe-und-Verdauungs“-Modus). Das lässt sich aktiv…


  • Erfolg ohne finanzielle Sicherheit, Wohnung und Beziehungen? Geht das überhaupt?

    Das ist ein absolut valider Einwand, der den Kern der Realität trifft: Ohne ein stabiles Fundament ist Erfolg kaum skalierbar. Wissenschaftlich und praktisch lässt sich das so einordnen: Erfolg ohne äußere Sicherheit ist theoretisch möglich, aber psychologisch und physisch so kostspielig, dass die meisten Menschen unter dem Druck zerbrechen. Hier ist die Einordnung, wie äußere Sicherheit…


  • Sicherheit – kommt sie wirklich nicht von innen?

    In manchen Social-Media-Formaten wird behauptet, Sicherheit könne man nicht in äußerlichen Aspekten wie in einer Beziehung/Partnerschaft, bei Arbeitgebern oder in anderen Umständen finden. Klingt provokant – ist fachlich aber zu kurz gedacht. Aus Sicht der Psychologie entsteht das Gefühl von Sicherheit nicht an nur einer Stelle. Es ist das Ergebnis eines Zusammenspiels aus inneren Prozessen und äußeren Umständen. Einordnung der Korrektheit…


  • Die Solo-Falle: Warum „Alles alleine schaffen“ Ihr größtes Hindernis ist

    In der modernen Arbeitswelt gilt Autonomie oft als höchstes Gut. Doch der Glaube, jede Herausforderung ohne externe Unterstützung bewältigen zu müssen, ist ein Trugschluss, der sowohl persönliches Wachstum als auch unternehmerischen Erfolg bremst. Der Mythos der absoluten Autarkie Viele Führungskräfte und Spezialisten assoziieren das Einholen von Rat mit Schwäche oder mangelnder Kompetenz. Tatsächlich verhält es…


  • Die Paradoxie des Wohlstands-Leids: Kognitive Dissonanz in der modernen Gesellschaft

    In der klinischen Psychologie beschreibt die kognitive Dissonanz den unangenehmen Spannungszustand, der entsteht, wenn Überzeugungen, Werte oder Informationen mit dem eigenen Handeln unvereinbar sind. In der aktuellen deutschen Gesellschaft beobachten wir eine kollektive Ausprägung dieses Zustands: Ein narratives „Dauermeckern“ steht einem gelebten Hyper-Konsum gegenüber. 1. Das Jammern als Ich-Schutzfunktion Das in Deutschland weit verbreitete Klagen über die…


  • Das Paradoxon der Macht: Strategiengegen die Einsamkeit an der Unternehmensspitze

    In der öffentlichen Wahrnehmung wird die Rolle des Unternehmers oft mit Freiheit, Prestige und Souveränität gleichgesetzt. Doch hinter der Fassade des Erfolgs verbirgt sich eine strukturelle Herausforderung, die selten thematisiert wird: die zunehmende soziale und emotionale Isolation. Je höher eine Führungskraft in der Hierarchie steigt, desto dünner wird die Luft. Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen für…


  • Die Umkehrung der Hierarchie: Wenn Kunden versuchen, Ihr Unternehmen zu steuern

    In der klassischen Betriebswirtschaftslehre gilt das Credo: „Der Kunde ist König“. Doch in der modernen Unternehmensführung beobachten wir zunehmend ein Phänomen, das über berechtigte Kundenwünsche hinausgeht. Es handelt sich um den Versuch von Kunden, aktiv die Strategie, die Prozesse oder sogar die Werte eines Unternehmens zu lenken, zu führen oder zu manipulieren. Wenn die Grenze zwischen…


  • Vom Spiegelkabinett zur echten Begegnung: Warum Persönlichkeitsentwicklung der Schlüssel zur stabilen Identität ist

    In vielen modernen Beziehungen beobachten wir ein paradoxes Phänomen: Beide Partner arbeiten vielleicht an sich, sind beruflich eingespannt, bilden sich weiter, lesen Fachliteratur und besuchen Seminare – und dennoch bleibt die Bindung fragil. Das Problem liegt oft in der Zielsetzung und der Art der Liebe bzw. der gewählten Verbindung. Wenn wir nicht die Identität des Gegenübers lieben,…


  • Ständiges Vergleichen verhindern

    Um den Mechanismus des ständigen Vergleichens und die damit einhergehenden Wahrnehmungsverzerrungen zu unterbinden, muss man auf Ebene der Kognitiven Psychologie ansetzen.  Es geht darum, die automatisierten Bewertungsprozesse zu unterbrechen, die Rusbult in seinem Modell beschreibt. Ich habe darüber in einem letzten Blogartikel geschrieben. Hier sind die konkreten Ansätze, um diese Verzerrungen zu neutralisieren: 1. Dekonstruktion der „Qualität…


  • Warum hofieren keine nachhaltigen Beziehungen bringt

    Es ist sicherlich eine starke Theorie, aber wer eine partnerschaftliche Beziehung auf der Basis von enormer anfänglicher Bestätigung und ständigem „Hofieren“ aufbaut, legt ein instabiles Beziehungs-Fundament. Warum ist das so? Nun, es wird Phasen im Leben geben, in denen möglicherweise eine ähnliche Intensität nicht aufrechterhalten werden kann – sei es durch berufliche Belastung, neue Projekte…


  • Floskel-Psychologie: Warum zieht uns oberflächliche Kommunikation heimlich Energie?

    Floskeln ziehen deshalb Energie, weil sie eine Lösung simulieren, die keine ist. Sie wirken wie eine zusätzliche Belastung, weil sie den Empfänger in die Pflicht nehmen, während der Absender sich aus der Verantwortung stiehlt. Das geschieht auf mehreren Ebenen: 1. Die kognitive Enttäuschung Wenn Sie ein komplexes, schmerzhaftes Problem schildern, sucht Ihr Gehirn nach einem…