Das Wort zum Sonntag über gesellschaftlichen Wandel, Konkurrenzdenken, Wettbewerb und anderes Mangel-Mindset

Eine aktuelle und wiederkehrende Gefahr: Umso mehr Existenzsorge dort draußen jetzt vielleicht geschürt, umso mehr Angst verbreitet wird umso höher könnten die Kleinkriege miteinander werden. Das liegt auch an den destruktiven Kommunikationsmustern die manche Persönlichkeiten sicherlich vertreten.

Wenn man den Ursprung des Taylorismus und der Betriebswirtschaftslehre zurückverfolgt, dann kann man sehen woher das kommt. Dieses Wissen ist primär zur Zeit des ersten und zweiten Weltkrieges entstanden. Mangel und Angst waren da groß geschrieben.

Es entsteht Misgunst, wenn wir das heute, 100 Jahre später immer noch so leben.

Mobbing, Bossing und anderes passiert wenn wir nicht vernünftig wertorientiert agieren. Wenn wir nicht aufeinander aufpassen. Wenn wir unsere Einzigartigkeit nicht kennen und leben. Wenn wir die Fülle verlassen und unsere Kreativität mit aller Anpassungsfähigkeit nicht sehen können.

Wenn wir ins Ego- statt ins Öko-Denken verfallen. Wenn wir in der Angst handeln statt in der Liebe. Das führt auf sehr vielen Ebenen zu Störungen.


Das Paradigma “Wachstum zum Nutzen aller” – was steckt dahinter?

Seit Jahren propagiert Patrick Koglin daher: Konkurrenz muss nicht sein. Und gerade jetzt nicht. Die Vorteile von Kooperationen, Respekt und Akzeptanz überwiegen: immer.


“Wachstum zum Nutzen aller ist eine Lebens- und Wirtschaftsphilosophie – ein Interagieren auf Respekt und Augenhöhe.”

Das ist nicht sonderlich neu, muss aber offenbar immer wieder mal wiederholt werden.

Dazu fällt mir eine Geschichte ein. Da ging es im Rahmen eines Workshops darum das zwei Gruppen für die gegenwärtige Gruppe einen Hindernis-Parcour aufbauen sollten. Was ist natürlich passiert?

Eine Gruppe entschied sich den Parcour so leicht wie möglich aufzubauen, die andere Gruppe entschied es der anderen so schwer wie möglich zu machen. Was beide vorher nicht wussten: Sie mussten schließlich doch ihren eigenen Parcour laufen. Und so ist es eben auch manchmal im Unternehmertum: Wenn wir damit beginnen es anderen schwer zu machen – dann kommt das irgendwann einfach auf uns selbst zurück: Das ist Karma.

Was ist die Ursache für diese Denkweise? Wir glauben es wäre nie genug da. Wir berufen uns auf alten Konzepten, Glaubenssätzen und Theorien. Oder wir bekommen einfach Angst und denken das wir etwas verlieren könnten. Aber ist das wirklich wahr?

Altes BWL-Wirtschafts-Mindset aus Mangel und Konkurrenz: höher, schneller, weiter

Oftmals steckt tief in uns als Unternehmer ein altes BWL-Marktdenken aus Kampf, Konkurrenz und Wettbewerb. Dieses Wissen stammt noch aus dem 1.- 2. Weltkrieg und wird heute immer wieder neu gelernt. Die Folgen sind Angriffe auf Kollegen und vielleicht sogar Freunde die wir plötzlich sogar Konkurrenten nennen. Wir reissen uns um Kunden als wären sie Vieh. Sie werden ausgequetscht wie Zitronen und gemelkt wie Kühe. Bis zum letzten Tropfen. Leer, müde und ausgelaugt bleiben sie zurück.

Aus dem Konkurrenzdenken heraus agieren Anfänger und Angsthasen. Die Energie auf etwas zu richten um anderen zu schaden ist ein Armutszeugnis für eine moderne Gesellschaft.

Jeden Unternehmer möchte ich daher ermutigen diese Dinge nicht mehr zu dulden, nicht wegzusehen und ggf. die notwendigen Schritte einzuleiten um das eigene Unternehmen und die persönliche Gesundheit zu schützen. Wir kommen offenbar um das blockieren von Kontakten nicht mehr herum.

Angst oder Liebe – bleibt immer die eigene Wahl

Irrsinn des Wandels

Patrick Koglin hat viele Veränderungsprozesse begleitet. Es ist fast ein urtypisch menschliches Verhalten das dies passiert. Aber es muss eben nicht sein. Es ist eine Entscheidung: Angst oder Liebe?

Diese Wahl strahlt auch ins ganze Unternehmen. Wer mit Kollegen respektvoll und wertschätzend umgeht, wird dies auch mit Mitarbeiter tun und vor allem wird er es in der selben Art zurück erhalten.

Keep calm – durchatmen!

Schon immer gab es lebensverändernde Einschnitte in unserer Geschichte.

Es ist nun eine Frage ob du gewinnen, verlieren oder Win-Win-Situationen schaffen willst.


Was lebst du vor? Welches Vorbild willst du sein? Win-Win, Loose-Win oder Loose-Loose? Wenn du in der Fülle bist: wer willst du sein? Willst du andere unterstützen oder treten? Willst du Menschen klein oder groß machen?


Ich vertrete da eine ganz klare Haltung: Es ist für alle und jeden genug da. Es gibt keinen Grund noch mehr Angst, Hass und Unfrieden zu stiften.


Mein Inneres ist voller Zuversicht. Dieser gesellschaftliche und unternehmerische Wandel ist nichts anderes wie das, was wir in den letzten 20 Jahren Digitalisierung mitgemacht habe.


Veränderung ist die Regel, nicht die Ausnahme und auch diesen Wandel werden wird stemmen. Du kannst entscheiden worauf du deinen Fokus richtest. Kooperation oder Konkurrenz. Angst oder Liebe. Neid, Misgunst oder Anerkennung und miteinander zu führen. Das was du aussendest, bekommst du zurück. Wir werden auch diesen Wandel in Leichtigkeit und mit Freude schaffen. So sei es.

Interessante Video-Beiträge ab sofort auch auf youtube:

Susann Nartschik im Interview

Authentisches Online-Marketing in der neuen Zeit

Sakko oder nicht Sakko? Brille oder nicht Brille? Ich entscheide mich FÜR das Sakko und gegen die Brille. Keine Ahnung wieso. Ein paar wenige Minuten später fühle ich diese Enge *ürgs* – die Bewegungsfreiheit fehlt, alles ist irgendwie starr und ein Gefühl von DAS BIN ICH DOCH GAR NICHT.

Vielleicht kennst du das auch? Ja. Es sieht schick aus. Ja. Man passt sich damit der Masse an… aber dann fühlt sich das doch irgendwie gezwungen an. Kennst du das? Ich denke dann bist du bei Susann genau richtig. Aber sie kann und bietet so viel mehr im Bereich Marketing. Aber seh selbst…

Eines der Top-Interviews im neuen Video-Kanal von Patrick!


Es passte magisch zusammen. Patrick das erste Mal im Sakko vor der Kamera und Susann Nartschik die über Authentizität spricht. Mehr dazu im Video!

Mehr solcher Videos im youtube-Kanal von Patrick Koglin auf:

Online verkaufen 2021: Warum mit mehr Druck und Freundlichkeit oder am besten gar nicht?

Wir schreiben das Jahr 2021. Corona, Home-Office und wechselnde Lockdown-Regelungen beschäftigen die Menschen. Die einen reagieren mit trotzender Lebensfreude und lassen sich wenig beirren während die anderen eher mit Zurückhaltung antworten.

Viele der Menschen und Kunden sind “digital überreizt” wie ich es nenne. Täglich bekommen wir alle wahrscheinlich eine Vielzahl an E-Mails und Nachrichten.

Manche meiner Kunden sprechen von mehr als 20, einige wenige sogar von mehr als 100 Nachrichten pro Tag. Die meisten Angebote sind unterbreitet und die Menschen brauchen auch viel weniger.

Da ist immer wieder die Frage aller Fragen: Wie kann man da einen Unterschied machen der einen Unterschied macht?


Druck ist nicht gleich Druck

Ich will einen Teil der Lösung direkt am Anfang verraten. Es ist die Freundlichkeit zum Kunden die heute verkauft. Freundlichkeit in Form von Zuneigung, Verständnis und Aufmerksamkeit. Die innere Gewissheit ihm wirklich helfen und etwas für ihn leisten zu können.

Das braucht natürlich Gewissheit und Sicherheit in die eigenen Fähigkeit und eine klare Angebotsstruktur. Ein klares Produkt. Es braucht aber auch mehr Berührungspunkte zum Kunden. Wir sprechen heute von etwa 50 positiven Kontaktpunkten damit ein Verkauf stattfindet.

Wenn Sie das haben, dann wäre es unterlassene Hilfeleistung ein Produkt das 1zu1 auf ihn passt nicht zu verkaufen, oder?

Wenn Sie es noch nicht haben, dann wird es vielleicht Zeit diese auszuarbeiten?


Online verkaufen im Jahr 2021 ist anders

Manchmal muss man dazu die Extrameile zum Kunden gehen. Ganz nah an den Kunden heran. Das ist hier mit “Druck” gemeint. Liebevoller freundlicher Druck, kein aufdringlicher Druck, sondern eben Mehrwert geben.

Es ist eine Form von: “Hey ich kann und will dir helfen. Ich meine es ernst!”. Es ist eine freundliche Einladung für etwas, die natürlich aber auch Grenzen hat. Irgendwann ist Schluss und ein “Nein” muss man akzeptieren. Logisch.


60-Sekunden-Impulsvideo über Online-Verkauf:


Niemand hat Verkaufen in der Schule gelernt…

Daher setzt es Übung, Training und viel Empathie voraus erfolgreich zu verkaufen. Deshalb ist es so wichtig, das verkaufen zu lernen, spielerisch zu üben und in der Praxis einfach anzuwenden.

Gehen Sie in den freundlichen respektvollen Austausch mit Ihren Kunden und finden Sie heraus was genau er oder Sie gerade braucht.

Mir ist dabei bewusst das so etwas komplexes und menschliches wie ein Verkauf nicht einfach in einem Blogartikel abgehandelt werden kann.

Es bedarf praktisches Training. Gerne stehe ich dafür zur Verfügung.

Vielen Dank für das Lesen dieses Beitrags.


Relative Ziele im Scrum Guide 2020

Der neue Scrum Guide 2020 ist seit 11/2020 raus. Dazu gab es hier bereits unterschiedliche Blogartikel und auch eine neue deutsche inoffizielle Übersetzung:

In diesem kurzen Blogartikel wollen wir uns den Teil der Scrum Artefakte näher ansehen:


Quelle: Scrum Guide englisch | Kapitel “Scrum Artifacts”

Dieser Teil ist meines Erachtens nicht so einfach zu verstehen wenn man zum einen noch keinen Kontakt mit relativen Zielen oder Scrum hatte. Selbst in der inoffiziellen deutschen Übersetzung ist es schwierig auf Anhieb herauszulesen was genau damit gemeint ist.

Schauen wir uns das im Detail genauer.


Artefakte schaffen Transparenz

Ein Artefakt soll Arbeit oder Wert repräsentieren. Soweit so einfach. Aber sie sind entwickelt worden um die Schlüsselinformationen transparent zu machen?

Hm… Was ist damit gemeint?

Artefakte sollen die relevanten Informationen über ein Projekt / Produkt oder eine Teilaufgabe widerspiegeln. Kurz und kompakt. Es geht dabei vor allem darum die Arbeit sichtbar zu machen. Nicht um andere zu kontrollieren, sondern um etwas das sonst vielleicht nicht gesehen werden kann (Entwicklung, Kognitive Arbeit, eine Problemlösung) anschaubar und greifbar zu machen.

Nur was wir letztlich in einen messbaren generischen Container bringen und allgemeingültig beschreiben, können wir schließlich messen und schließlich den Fortschritt der Umsetzung und Erledigung beobachten.

Den Verlauf von (unsichtbaren) Arbeit sichtbar zu machen, steigert auch die Anerkennung für die eigene Leistung und vor allem senkt es Risiken, weil bestimmte Dinge sichtbar werden.

Es senkt beispielsweise das Risiko irgendwo hängen zu bleiben, sich im Perfektionismus zu vertun oder Aspekte zu vergessen. Daher ist diese Transparenz wichtig. Nicht um zu kontrollieren, sondern um den Fortschrtt, Hindernisse, Abhängigkeiten und das Puzzle im gesamten zu betrachten.

Anmerkung: Zunächst einmal werden Risiken sichtbarer. Man senkt sie natürlich nur, wenn schließlich auch adäquat darauf reagiert wird.


Jedes Artefakt enthält eine Verpflichtung…

Der Teil über die Scrum Artefakte enthält dann einen Satz der meines Erachtens sehr komprimiert und kompliziert formuliert wurde. Er ist nicht so leicht zu verstehen:

Each artifact contains a commitment to ensure it provides information that enhances transparency and focus against which progress can be measured:

Quelle: https://www.scrumguides.org/docs/scrumguide/v2020/2020-Scrum-Guide-US.pdf

Deutsche Übersetzung: Jedes Artefakt enthält eine Verpflichtung um sicherzustellen, dass es Informationen liefert, die die Transparenz und den Fokus verbessern, an dem der Fortschritt gemessen werden kann (…)

Das sind ganz viele Punkte:

  • Jedes Artefakt enthält eine Verpflichtung
  • Diese Verpflichtung soll dazu beitragen das durch das Artefakt selbst Informationen geliefert werden
  • Diese Informationen sollen die Transparenz und den Fokus verbessern
  • …und das ganze soll an einem Fortschritt gemessen werden

Ok.

Für das Product Backlog ist es das Produktziel. Für das Sprint Backlog ist es das Sprint-Ziel. Für das Inkrement ist es die Definition von Done.

Quelle: Scrum Artefakte | Deutsche inoffizielle Übersetzunh

Was ist damit (vermutlich) gemeint?

Ich denke es ist eine Andeutung auf relative Ziele.

Wenn wir uns das Product Backlog anschauen dann haben wir in aller Regel eine Liste mit Elementen, User Stories oder Todos. Visualisieren wir uns die Arbeit in einem Team, z. B. mit einem Kanban Board oder einer simplen Todo-Liste dann können beipsielsweise messen und nachverfolgen wie viele Elemente wir pro Woche schaffen.

Wir haben dann auch eine Relation von gesamten Elementen. Das ist wunderbar! Denn so können wir schauen ob ein Projekt überhaupt in der erwarteten Zeit fertig und schaffbar wird, ob wir uns verschätzt haben oder andere unerwartete Faktoren hinzukamen.

Wie geht das?

Angenommen wir haben 100 Elemente im Backlog. 20 nehmen wir uns pro Woche vor. Nach der ersten Woche merken wir aber das wir nur 10 Elemente im Team schaffen, dann können wir erkennen das wir ausser Zeit laufen.

Wir planen dann nicht nur im Elfenbeinturm, sondern messen die wahre Praxis.

Gleichzeitig wissen wir in Relation zur Gesamtzahl von 100 Aufgaben wie viele bereits geschafft wurden. Damit können wir bei einem Fortschritt von 10 Elementen pro Woche ungefähr voraussagen das wir 10 Wochen brauchen werden.

Vorausgesetzt natürlich alle Backlog Elemente sind ungefähr gleich groß ibeschrieben und es kommen keine neuen Elemente hinzu oder fallen weg.

Das alles steckt im Grunde in diesem Satz. Sehr clevere Vorgehensweise, weil es eben tatsächlich den Fokus auf Wertschöpfung und Fortschritt steigert. Das ist damit gemeint.

Wenn diese Aspekte sichtbarer werden, wird klar was erwartet wird und was wichtig ist. Gleichzeitig steckt darin die Arbeit mit “relativen Zielen”, weil Fortschritt in relativer Betrachtung zum Gesamtumfang analysiert wird.

Well done. Ich hoffe das Ihnen dieser kleine Beitrag etwas mehr Licht ins Dunkle von Scrum und der Passage über Scrum Artefakte gebracht hat. Wenn das so war, dann freue mich wenn sie meine Beiträge teilen.

Sollten Sie Fragen zu Scrum oder weiteres Interesse zur Teamarbeit mit Scrum haben, können Sie mich gerne auf Social Media oder E-Mail kontaktieren.